
Hallo
die Nacht bin ich wieder wach geworden und habe so geweint, dass ich aufstehen musste und mein Mann mich trösten und ablenken musste.
was mich zunehmend traurig macht.... Oder ist das Wut auf mich selbst?... Ist das Wissen darum, dass ich ihn damit verzweifelt mache. Er macht doch eine Menge für mich und versucht es mir schon irgendwie recht zu machen, ein bisschen - sicher er ist nicht perfekt ( zum Glück nicht) - aber er liebt mich. Und er sieht immer wieder wie unglücklich und traurig ich bin, das versteht er nicht - er sagt wir haben Wohneigentum mit Garten, ein Auto, Kinder, wir können uns hin und wieder was leisten, wie lieben und und haben einen tollen Umgang miteinander, ich habe meine Arbeit... Da sollte ich doch froh sein, zumindest zufrieden. Was soll ich darauf etwiedern? Er zählt noch viel mehr auf, aber ich bin dagegen immun, irgendwie - gegen Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.
Es kam wieder in mir hoch, die Frage nach dem warum?! Wieso geht es mir so, hatte ich eine Chance, dass es anders läuft, habe ich eine Chance, dass es noch besser wird? Wird mir keiner beantworten ( können). Ich überlege und erinnere mich, dass ich bereits mit 8 Jahren das Gefühl hatte - oder vermittelt bekam? - dass ich nicht ganz richtig bin. Meine Eltern ließen sich scheiden und ich dachte "okay" , aber jeder der mich traf sagte ich müsse so traurig sein - das war ich nicht und da ich es offenbar sein sollte/ musste hatte ich das traurige Gefühl in mir, dass ich nicht richtig ticke. Danach fing das ganze Dilemma an, wo meine Mutter nachts nicht nach Hause kam bzw morgens plötzlich nicht da war. Dann ihr Cousin als unser Babysitter - ein Albtraum, den man gar nicht beschreiben kann . Auch da wusste ich genau es ist falsch was da läuft, aber er war der Erwachsene, dazu noch die Drohung die Finger an der Brotmaschine abzuschneiden.... Mir ist schlecht wo ich dran denke! So ging mein Leben weiter. Nein eigentlich ging das Ganze Stressige schon früher los, aber davon kenne ich nur Erzählungen und ob die stimmen weiß ich nicht, aber ich bin als Baby wohl sogar fast gestorben.
*schüttel* jetzt dreht sich schon seit der Nacht alles um dieses Thema, ich will und kann nicht abschalten, ad acta legen, vergessen, an was anderes denken. Wieso ist mein Leben so verlaufen? Ich wünsche das niemandem, aber gleichzeitig jedem anderen, wenn ich dafür anders aufgewachsen wäre!
Es ist zur Zeit wieder richtig schlimm mit mir. Wahrscheinlich bin ich deswegen auch so empfindlich wenn mein Mann rummeckert oder jemand anderes was sagt.
Am nächsten Montag bekomme ich wieder die Depot-Spritze. Ob es dann besser wird? Ich hoffe.
LG Hejemalafa
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