
Hallo
die Nacht war mal wieder katastrophal: schlechte Träume, ständig wach und ängstlich.
gestern rief mein Mann zweimal aus dem Krankenhaus an. Ich hoffe er bekommt gleich eine Auswertung und muss nicht bis zum Arzt Termin warten, denn besonders das Warten finde ich immer sehr zermürbend, fast schlimmer, als die Untersuchung an sich. Hoffentlich ruft er mich heute Morgen wieder an!
den Kindern geht es gut. Sie verstehen meine Aufregung nicht, der Papa ist doch nur einen Tag weg und es wird nichts schlimmes gemacht und wieso ich ihn jetzt schon ( gestern Abend) vermisse... Ich habe einfach auch eine furchtbare Angst wenn er nicht da ist, dass ich falsche Entscheidungen treffe, jemand einbricht, ein Unfall passiert, usw.
Heute kommt zum letzten Mal S von meiner Arbeit zu mir, um 9 Uhr ist sie da. Wir werden uns wieder in den Garten setzen, da ist es ruhig und schön. Wir können ungestört reden. Am Montag bin ich wieder in der Werkstatt... Hoffentlich vergeht die Angst ganz schnell wieder. Ich habe meinen Antrag ans Amt geschickt, dass ich in den Arbeitsbereich übernommen werden möchte. Gestern kam ein Brief zurück. Ich bin echt geschockt, denn neben vielen Sachen die ich einreichen soll und nicht mehr habe, soll ich einen Pflegegrad beantragen, dazu fordern sie mich auf. Wieso? Ich verstehe das nicht, mit Pflegegrad würde ich dem Amt noch mehr kosten verursachen, da ich ja mehr Unterstützung bräuchte und bekommen würde in der Werkstatt. Dazu kommt, dass dort viele Menschen ohne Pflegegrad arbeiten und das Wichtigste ist wohl, dass ich keinen Pflegegrad möchte und vor allem keine Person von der Pflegestelle hier haben will. Ich möchte so lange wie möglich mein eigener Herr sein und für mich sorgen, ohne Abhängigkeit von anderen. Außerdem war jemand hier, wo meine Tante Krebs hatte ( sie wohnte bei uns) , um den Pflegegrad festzustellen und das fand ich sehr schlimm, ist schon bald 8 Jahre her, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Die Frau war sowas von unfreundlich und einfach alles war scheiße. Ich will das nicht nochmal erleben! Muss das heute telefonisch mal Anfragen in der Werkstatt - was haben die zu meiner Person geschrieben oder erzählt, dass ich einen Pflegegrad beantragen soll!?
Finde das Leben im Augenblick mal wieder zum Spucken, ich stehe schon wieder auf der Kippe zu "ich will nicht mehr" ... Egal wo man hinkommt schmeissen sie einem Steine in den Weg und es kommt ein Rückschlag nach dem anderen, alles ist kompliziert und das meiste unangenehm, ich habe Ängste, Traurigkeit und Selbstzweifel... So macht das keinen Spaß! Ich will das nicht mehr ertragen müssen! Aber ich muss, nicht für mich, sondern für meine Kinder. Ich habe sie so lieb, dass ich nicht möchte, dass es Ihnen wegen mir schlecht geht, im weiteren Leben.Ich
LG Hejemalafa
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