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Hallo
Ich bin sehr aufgeregt, nervös wegen morgen. Die Familie kommt zusammen, zu der ich eigentlich gar nicht gehöre, wegen mangelndem Kontakt.
Leute wo ich nicht mal weiß in welchem Verwandtschaftsverhältnis wir zueinader stehen. Ich habe gerade Gedanken an die Beerdigung meiner Mutter --- darf man sowas denken, wenn sie noch lebt? Das wird ein merkwürdiger Tag. Nein, ich wünsche ihr keinen baldigen Tod, nur die Vorstellung dieses Ereignis mit "Fremden" zu teilen ist irgendwie kurios...
Wo wir gerade dabei sind frage ich mich, ob ich überhaupt zur Beerdigung meines Vaters gehen werde und ich denke das werde ich nicht tun und eine eventuelle Erbschaft werde ich ausschlagen.
Heute dann mit Zug in die Großstadt... nächsten Samstag gleich nochmal, denn da fahre ich ja mit L ins Museum. Darauf freue ich mich schon! Ich werde ihr einen schönen Tag machen und viele Fotos zur Erinnerung, die hoffentlich gut werden und ihr gefallen. Mein Mann sagte er würde gerne mitkommen und es brauchte viel Fingerspitzengefühl ihm das auszureden ohne dass er beleidigt ist. Klar würde ich ihn mitnehmen, aber L möchte das nicht, wir wollen Zeit zu zweit, die doch anders geartet ist, als wenn noch wer dabei ist. Ich habe H erklärt, dass es ihm wahrscheinlich keinen Spaß mit uns machen würde, denn wenn wir zum Beispiel in den Park gehen wie letztens, dann nicht zum spazieren gegen, sondern um Fotos zu machen - genau wie jetzt: wir gehen nicht ins Museum um Exponate anzuschauen und uns zu bilden, sondern in erster Linie um gemeinsam etwas zu machen, zu quatschen und Fotos zu machen, von L. Aha... hat H gesagt.
Aber wo ich das so schreibe , da könnten wir ihn vielleicht doch mitnehmen - mal mit L sprechen, dann sind wir mal beide auf den Fotos auch mal zusammen... und zum quatschen könnten wir ja vorgehen oder uns zurückfallen lassen - aber fühlt er sich dann nicht ausgeschlossen? Ich weiß nicht, ich glaube ich spreche nochmal mit L darüber...
L hat ein Ledergebundenes Buch und ich auch, das schreiben wir jeweils für die andere. Wenn die Bücher voll sind bekommt die andere von uns sie geschenkt. Zum Lesen, immer wieder erfreuen und zur Erinnerung. Wir schreiben etwas zu unseren Ausflügen, zu den Spielen und Aktionen zu Hause zu dem was wir uns unterhalten - aber nur positiv! Ich hatte vorerst den Gedanken alles rein zu schreiben, was ich ihr mitteilen möchte, auch wenn es vielleicht mal eine doofe Situation für sie gab, doch dann entschieden wir gemeinsam, dass es ein positives Buch wird. Ich habe verschiedenfarbige Seiten in unterschiedlichen Größen besorgt, mit Linien und ohne. Dazu viele Smileysticker, Sprüche-Karten und alles was man sich nur darin vorstellen kann. Die Idee hatte ich ihr zu ihrem Geburtstag Ende Februar vorgeschlagen und sie fand es toll, was ich gut finde. Ich habe seitdem schon einige Fotos eingeklebt, etliches geschrieben und auch teilweise verziert bzw hervorgehoben.
LG Hejemalafa