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SCHIZOPHRENIE UND STATISTIK |
Weltweiter Gebrauch von Antipsychotika: Vergleich der verlorenen Lebensjahre aufgrund von Behinderung
Weltweit gibt es ca. 20 Millionen Menschen mit Schizophrenie, davon können sich 70% aus Kostengründen keine Psychopharmaka, wie Antidepressiva und Antipsychotika leisten können. Also 14 Millionen Menschen mit Schizophrenie leben ohne Antipsychotika. Geht es ihnen besser?
Die Rate der vollständigen Genesung war in drei Studien in Entwicklungsländer mit ca. 40% doppelt so hoch wie in Industriestaaten mit 15-20%. (1) (2) (6) Die Werte für die soziale Genesung bei Erstpsychosen liegen in einer aktuellen Untersuchung bei 75% in Afrika und 50% in Europa. (13) (Siehe Artikel)
Wie allgemein bekannt, sind die ökonomischen Lebensbedingungen in Entwicklungsländern, wie Ernährung, Bildung und Beschäftigung sowie die allgemeine Gesundheitsversorgung deutlich schlechter als in Industriestaaten. Auch die psychologischen Ursachen für Psychosen und Schizophrenie, wie Trauma aus Gewalterfahrung, sexuellen Übergriffen, Trennung oder Tod von den Eltern dürfte in Ländern mit Hunger, Landflucht, hoher Kriminalität und Bürgerkrieg häufiger gegeben sein. Und doch sind die Raten für die vollständige und soziale Genesung deutlich höher. Warum?
Antipsychotische Medikamente sind in ärmeren Ländern normalerweise selten verfügbar, was Fragen zur Wirksamkeit solcher medikamentösen Behandlungen aufwirft. Könnten Psychopharmaka selbst die schlechteren Ergebnisse in den westlichen Gesellschaften verursachen?
Die Daten zeigen, dass mit dem herkömmlichen Behandlungsansatz etwas nicht stimmt. Wenn „Antipsychotika“ die Lösung sind, dann würden wir dort günstigere Ergebnisse erwarten, wo sie am häufigsten eingesetzt werden. Traditionelle Heilmethoden, wie antipsychotische Heilpflanzen, Akupunktur, Yoga, Tai Chi u.a. erzielen offensichtlich bessere Heilungsergebnisse.
Deutlich ersichtlich ist der Zusammenhang zwischen den in der ersten Karte verzeichneten Graden der Verwendung von Psychopharmaka und den darunter angezeigten Behinderungsgraden durch „Schizophrenie“. Die Länder mit den höchsten Raten des Konsums von Psychopharmaka (rosa bis rot) weisen tendenziell auch höhere Werte für Behinderungen durch „Schizophrenie“ auf (dunkleres Orange bis Rot). So weisen beispielsweise die USA, Kanada und Australien alle hohe Raten des Konsums von Psychopharmaka und hohe Raten einer Behinderung auf, während weite Teile Afrikas, Indien und die Philippinen auf beiden Skalen niedrige Werte erzielen. (1)
Auch in China ist die Verschreibungsrate von Antipsychotika hoch. Die Daten von The Lancet basieren auf Verkaufsdaten aus europäischen Marktforschungen. China verfügt offensichtlich über seine eigenen großen Produktionskapazitäten, die in den Daten von Lancet nicht erfasst werden. (1)
Der allgemeinen Gebrauch von Psychopharmaka, Daten für 2008–2019 ( Lancet)

„Schizophrenie“ – verlorenen Lebensjahre aufgrund von Behinderung (DALYs) [ 7 ] , 2012 ( Quelle)
Das DALY ist ein Maß für die allgemeine Krankheitslast und repräsentiert ein durch Krankheit, Behinderung oder vorzeitigen Tod verlorenes Lebensjahr. Es wurde entwickelt, um den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebenserwartung verschiedener Länder vergleichen zu können:

Untersuchungen der WHO ergaben bessere Genesungsraten von Psychosen in Ländern mit niedrigem Einkommen als in reicheren Ländern. Bekannt als das „Ergebnisparadoxon“ gilt es als gut etabliertes Merkmal der globalen Epidemiologie der „Schizophrenie“. „Paradox“ deshalb, weil im Gegensatz zu der besseren Gesundheitsversorgung in „entwickelten“ Ländern die Gesundungsrate in den „Entwicklungsländern“ sowie den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen besser waren. Zitat aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes:
"So werden in Entwicklungsländern oft weniger schwere Verlaufsformen beobachtet. In einer Studie der WHO erwies sich das Behandlungsergebnis (»Outcome«) sowohl im klinischen als auch im sozialen Bereich in den Entwicklungsländern als signifikant besser im Vergleich zu den Industrieländern. Zwei Jahre nach einer akuten Krankheitsepisode war in den Entwicklungsländern bei 63 % der schizophren Erkrankten eine vollständige Remission (Gesundung) gegeben, in den Industrieländern jedoch nur bei 37 % ... " (2) (3)(4)
Die Daten zeigen, dass mit dem herkömmlichen Behandlungsansatz etwas nicht stimmt. Wenn „Antipsychotika“ die Lösung sind, dann würden wir dort günstigere Ergebnisse erwarten, wo sie am häufigsten eingesetzt werden. Traditionelle Heilmethoden, wie antipsychotische Heilpflanzen u.a. erzielen offensichtlich ein besseres Heilungsergebnis.
Die durch manipulierte Studien der Pharmaindustrie nur vorgetäuschte Wirksamkeit von Antipsychotika wird hier sichtbar. Der Placeboeffekt von Antipsychotika beträgt in Studien 60%. Durch die Einnahme entsteht eine große Abhängigkeit und beim Absetzen kommt es zu Absetzpsychosen, die lediglich Entzugserscheinungen sind und nichts mit der eigentlichen Erkrankung zu tun haben. Diesen Zusammenhang können nur die allerwenigsten erkennen, da eine Absetzpsychose und eine echte Psychose kaum zu unterscheiden sind.
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Quellen
(1) https://www.madinamerica.com/2024/04/from-t…tcomes-paradox/
(2) Patel V, Cohen A, Thara R et al. (2006) Is the outcome of schizophrenia really better in developing countries? Rev Bras Psiquiatr 28 (2): 149–152 28.
(3) World Health Organization (2001) International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF). World Health Organization, Genf
(4) Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Schizophrenie , Heft 50
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