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ERKRANKUNG UND GESUNDUNG |
Psychische Erkrankungen neu verstehen: Warum die Ernährung und der Gehirnstoffwechsel die Schlüsselrolle für unsere psychische Gesundheit spielen.

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass auf der körperlichen Ebene nicht primär ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern (Botenstoffen) im Gehirn ursächlich für psychiatrische Erkrankungen anzusehen ist, sondern Dysfunktionen im Stoffwechsel und im Energiehaushalt der Zellen (Mitochondrien).
Der Stoffwechsel, also das Umwandeln von Nahrungsmitteln in Botenstoffe z.B., ist bei psychiatrischen Erkrankungen, wie Schizophrenie und Depressionen gestört. Diese Stoffwechselstörung kann durch biologische, psychologische und soziale Faktoren verursacht werden. Man spricht hier vom bio-psycho-sozialem Modell der Schizophrenie.
Zu den biologische Faktoren, die den Stoffwechsel stören können, gehören z.B. eine mangelnde Bewegung, eine schlechte Ernährung und Nährstoffmangel, eine Darmstörung oder Hormonschwankungen. Zu den psychologischen Faktoren gehört bei psychiatrischen Erkrankungen typischer Weise ein Kindheitstrauma. Soziale Faktoren, die den Stoffwechsel stören können, sind zum Beispiel Stress oder Mobbing.
Der renommierte Havard-Professor Dr. Christopher Palmer, zeigt in seinem Buch "Psychiatrische Erkrankungen neu verstehen" warum der Stoffwechsel und Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) die Schlüsselrolle für unsere psychische Gesundheit spielen - und nicht ein Ungleichgewicht von Botenstoffen, welches nur die Folge einer Stoffwechselstörung ist. Denn ohne funktionierenden Stoffwechsel können keine Neurotransmitter (Botenstoffe), wie Dopamin, Serotonin, GABA usw. hergestellt und freigesetzt werden.
"Eine Revolution im Bereich der psychischen Gesundheit" Professor Palmer
Somit bereitet Professor Palmer den Weg für ein neues Paradigma (Weltbild, Lehrmeinung) in der Wissenschaft im Verständnis von psychischen Erkrankungen. Und damit wird auch der Weg zur Gesundung neu bestimmt ! Bisher scheint fälschlicher Weise eine lebenslange Medikamentengabe die einzige Lösung für Schizophrenie und Depressionen zu sein.
Nun rücken eine gesunde Ernährung, Nahrungsergänzung und psycho-soziale Interventionen in den Vordergrund der Behandlung, da diese den Metabolismus (Stoffwechsel) und die Mitochondrien (Energiekraftwerk der Gehirnzellen) am stärksten beeinflussen. Das bio-psycho-soziale Modell ist damit die neuste und am besten bewiesene Erklärungsmethode für die Gesundung bei Schizophrenie - und das metabolische Paradigma, ein Teil davon, eine "Revolution im Bereich der psychischen Gesundheit !"
"All dies macht das metabolische Paradigma (Stoffwechsel als zentrales Erklärungsmodell) psychiatrischer Erkrankung nämlich nicht zu einer gegensätzlichen Theorie zur Neurotransmitter-Hypothese sondern zu einem umfassenderen Erklärungsmodell, das erklärt warum Behandlungen, die die Neurotransmitter, die Vitamine und die Mineralien, die Hormone, Stressreduktion die Traumatherapie und sogar Ernährungsumstellungen kombinieren, warum diese alle ein positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit haben können, je nachdem wo der limitierende Faktor des Patienten ist so Dr. Christopher Palmer" Dr. Gerrit Keferstein
Über das Buch:
"Wir befinden uns mitten in einer globalen Gesundheitskrise - und vor allem psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Doch was sind ihre Ursachen? Und warum sind psychische Probleme so schwer zu behandeln?
Auf der Grundlage jahrzehntelanger Forschung skizziert der Harvard-Psychiater Dr. Chris Palmer ein revolutionär neues Verständnis, das erstmals unser bisheriges Wissen über psychische Erkrankungen in einer Theorie zusammenfasst: Psychische Störungen sind Stoffwechselstörungen des Gehirns.
In "Psychische Erkrankungen neu verstehen" beleuchtet der Autor die neuen Therapieoptionen, die seine Theorie eröffnet - und die für alle psychischen Störungen gelten: Angst, Depressionen, ADHS, Essstörungen, bipolare Störungen und sogar Schizophrenie.
Er verbindet modernste wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Ratschlägen und Strategien, die Betroffenen helfen, wieder gesund zu werden. Hier erfahren Sie, warum die Klassifizierung psychischer Störungen als "separate" Erkrankungen irreführend ist und welche eindeutigen Zusammenhänge es gibt zwischen psychischen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen."
Interview:
Könnte eine Veränderung des Stoffwechsels der Schlüssel zur Behandlung psychischer Erkrankungen sein? In folgenden Interview spricht Dr. Christopher Palmer über die revolutionäre Verbindung zwischen dem Energiestoffwechsel des Gehirns, Mitochondrien und psychischer Gesundheit. Er erklärt, wie eine gezielte Ernährungsstrategie – insbesondere die ketogene Ernährung – tiefgreifende Auswirkungen auf Depressionen, Angststörungen, bipolare Störungen und sogar Schizophrenie haben kann.
Das Interview:
- Die Stoffwechsel-Psychiatrie – Warum psychische Erkrankungen nicht nur eine Frage der Neurotransmitter sind, sondern auch des Energiestoffwechsels im Gehirn.
- Mitochondrien & Psyche – Wie diese winzigen Kraftwerke in unseren Zellen unsere mentale Gesundheit beeinflussen.
- Ernährung als Therapie – Warum eine ketogene Ernährung erstaunliche Ergebnisse bei psychiatrischen Erkrankungen erzielen kann.
- Medikamente & ihr Einfluss – Welche Rolle Psychopharmaka spielen und warum sie oft den Stoffwechsel schädigen.
- Ein neuer Behandlungsansatz – Wie eine Kombination aus metabolischen und psychotherapeutischen Methoden langfristige Heilung ermöglichen kann.
💡 Warum ist das wichtig?
Psychische Erkrankungen werden oft mit einer lebenslangen Medikation verbunden – doch neue Erkenntnisse zeigen, dass eine gezielte Stoffwechseltherapie viele dieser Krankheiten tiefgreifend verbessern kann. Die Forschung von Dr. Palmer bietet eine völlig neue Perspektive für Menschen, die bisher kaum Behandlungserfolge erzielt haben.
Wichtige medizinische Begriffe im Interview:
Neurotransmitter = Botenstoffe, wie Dopamin, Serotonin, GABA
Metabolismus = Stoffwechsel bezeichnet alle chemischen Umwandlungen von Stoffen im Körper, beispielsweise die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Zwischenprodukte (Metaboliten) und Endprodukte.