
Hallo
der letzte Tag eines aufregenden Jahres ist angebrochen:
ich habe das ganze Jahr über nur 35 Tage Urlaub gehabt und ich glaube ich war nur 7 Tage krankgeschrieben. Die Zeit verging so schnell. Ich glaubte immer wenn man Kinder hat verfliegt die Zeit... Aber wenn man ( dazu noch) arbeiten geht, dann ist alles ein Wimpernschlag.
zu Hause ging es bergauf und bergab. Die Kinder stecken mitten in der Pubertät, was sich doch im Verhalten bemerkbar macht, bei einem mehr und bei manchem weniger - auf jeden Fall recht unterschiedlich.
Auf Arbeit ging es genauso hoch und runter. Ich muss zurückblickend zugeben, dass ich nicht immer Lust hatte hinzugehen und dass es mir dort des öfteren ausgesprochen schwer fiel - aber ich habe mir nichts anmerken lassen, das ist mir wichtig. Die Arbeit zu verrichten ist dabei gut, es macht Spaß, aber die Menschen.... Ich habe noch immer Probleme mit Menschen! Dabei kenne ich ja die meisten von ihnen inzwischen relativ gut, aber es gibt doch Momente wo ich mich auf Toilette verziehe, um mich zu sammeln, zu erden - irgendwie.
Der Rehasport lief das ganze Jahr über, auch dort kenne ich die meisten Menschen inzwischen sehr gut. Es fällt mir jedoch äußerst schwer dort mitzumachen. Ich schwitze und stinke, ich will keinen Körperkontakt zu anderen, die eine Wand ist verspiegelt, ich habe so die ganze Zeit vor Augen wie ich aussehe. *würg*
mein Selbstvertrauen ist etwas gewachsen, mein Selbstbewusstsein ebenso und ich bin stärker geworden, auf jeden Fall nach außen. mein Selbstwertgefühl hat sich auch erhöht. Ich traue mir auch mehr zu. Das ist das Gute.
Nicht so gut ist, dass ich wirklich sehr erschöpft bin, wenn ich heim komme. Ich schaffe kaum etwas, es ist gut, wenn die Kinder später kommen als ich, denn dann kann ich besser zuhören und auf sie eingehen. Die Wochenenden sind nicht erholsam, da wasche ich Wäsche, mache Papiere, bereite irgendwas für irgendwen vor, muss Mails checken und eventuell reagieren usw .
Dazu kommen die depressiven Schübe. Ich weine noch immer sehr stark, leider. Und sehr oft bzw schnell. Die akustischen Halluzinationen halten sich in Grenzen, es kommt vor das sie manchmal wirklich nerven, aber es ist immerhin weniger geworden. Die Gedanken "spielen mir oft einen Streich" und die Gefühle genauso. Ich fühle mich beobachtet oder denke sehr oft Dinge passieren nur wegen mir oder ich habe den Eindruck andere sprechen über mich. Eigentlich spricht mir das Lied "Quarantäne für immer" total aus dem Herzen... Ich wäre auch gerne für immer nur in unserem Haus.
heute gilt es einiges vorzubereiten für heute Abend: ich sollte es schon gestern machen, doch ich war zu müde. Habe also nur die Nudeln gekocht, daraus wird ein Nudelsalat - gleich wenn ich hier fertig bin. Danach mache ich Käse-Obst-Spieße und im Anschluss daran schokolierte Fruchtspieße. Die Bowle und den Nimm2 -Schnaps haben wir schon fertig gemacht. Ich müsste allmählich mal anfangen. Vielleicht, nein bestimmt, spielen wir heute Abend bzw Nacht etwas - auch dafür muss ich Vorkehrungen treffen. Meine Tochter schwärmt von dem Silvester wo mein Mann zur Reha war - so will sie es wieder haben! F fand es an sich auch gut, aber er fand doof, dass wir nicht geknallt haben. M ist es gleich wie wir feiern, Hauptsache es wird geknallt. Wir haben jetzt zwei Raketensortimente und eine Batterie hier - das reicht mir auch. Ich werde, wenn der männliche Familienteil hinten knallt, mit L vorne stehen und die Böllerei die Strasse hoch beobachten und genießen, denn sie hält auch nichts von selbst knallen und von unserem Haus aus hat man einen perfekten Blick auf die Hauptstraße des Dorfes.Ich bin gespannt wie Silvester dieses Jahr wird und hoffe es verletzt sich niemand.
Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Gesundheit und Glück für 2025
LG Hejemalafa