ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN | Wirkstoffe bei Stress und stressbedingten Psychosen
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Phoenix -
31. März 2026 um 03:00 -
578 Mal gelesen
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ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN |
Wirkstoffe bei Stress und stressbedingten Psychosen
| Psychosen sind mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden - 30% der Erkrankten erleiden einen Rückfall innerhalb eines Jahres nach einer ersten Episode.
Die Rolle von Stress beim Ausbruch oder Rückfall in eine Psychose ist mittlerweile allgemein anerkannt. Psychosozialer Stress ist ein potenzieller Risikofaktor für einen Psychoserückfall, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Er wird als emotionale, physische und psychische Reaktion auf soziale Stressoren definiert.
Eine stärkere Belastung durch psychosozialen Stress, emotionalen Missbrauch und wahrgenommene Diskriminierung erhöhte das Risiko des Übergangs zur Psychose bei Personen mit einem hohen Risiko für Psychosen im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant.
Psychosozialer Stress wurde auch mit einer Zunahme positiver, negativer und depressiver Symptome in Verbindung gebracht und scheint in einer Dosis-Wirkungs-Beziehung aufzutreten, denn je höher das erlebte psychosoziale Stressniveau ist, desto größer ist sein Einfluss auf die Schwere der Symptome.
Es wurde auch festgestellt, dass Umweltrisiken additiv und zusammen mit Kindheitstraumata und stressigen Lebensereignissen wirken und zum Fortbestehen der Psychosesymptome beitragen.
Stress und Aminosäuren
Bei Stress erhöht der Körper die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol, die für den Abbau von Proteinen im Körper verantwortlich sein können. Eine ausreichende Aufnahme von essenziellen Aminosäuren kann dabei helfen, den Abbau von Proteinen zu verhindern und den Körper in Zeiten von Stress zu unterstützen.
Zu den wichtigsten Aminosäuren die Stress senken können gehören Gaba, Glycin, L-Theanin, L-Lysin, Tryptophan und 5-HTP. In Studien reduzierten sie die Stresswerte um 10 - 35% gegenüber Placebo in 1- 4 Wochen.
Ein Kombination von Aminosäuren (L-Theanin), Probiotika, Präbiotika, Phytobiotika, sekundäre Pflanzenstoffe und Heilpflanzen erreichte sogar ein Besserung von Stresssymptomen von 45% in 4 Wochen gegenüber Placebo. |
Psychosozialer Stress - Verstärkung der Symptome und Erhöhung des Rückfallrisikos?
Die erste große Studie, die den möglichen Zusammenhang zwischen dem Erleben von Stressereignissen und Schizophrenie untersuchte, wurde 1968 durchgeführt (Brown & Birley ).
In dieser Studie wurde berichtet, dass Schizophreniepatienten in den drei Monaten vor einem Rückfall mehr Stressereignisse erlebten als Kontrollpersonen.
In den drei Wochen vor dem Rückfall erlebten 50 % der Patienten mindestens ein Stressereignis, verglichen mit 10 % in einem Zeitraum von drei Monaten davor. Dies legte einen möglichen Zusammenhang zwischen den Lebensereignissen und dem Ausbruch der Psychose nahe.
Einige Jahre später konnten diese Befunde bestätigt werden und es wurde ein Übermaß an belastenden Lebensereignissen in den sechs Monaten vor dem Rückfall im Vergleich zur psychisch gesunden Allgemeinbevölkerung festgestellt. Es entstand das Vulnerabilitäts-Stress-Modell für Schizophrenie.
Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell
Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell gibt Aufschluss über die Verletzlichkeit eines Menschen und die damit zusammenhängende Anfälligkeit für eine psychische Erkrankung.
Zu den psychologischen Folgen von psychosozialem Stress gehören:
- verringertes Selbstwertgefühl und Motivation
- verstärkte negative Gefühlsregungen (Affekte)
- Aggression und Rückzug aus sozialen Situationen
Das Modell geht davon aus, dass die bio-psycho-soziale Verletzlichkeit, also biologische, psychologische und soziale Risikofaktoren einer Person mit Stress interagiert, der durch verschiedene Lebenserfahrungen verursacht wird und zu Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen sowie Psychosen führt.
Daher muss eine Person mit hoher biopsychosozialer Verletzlichkeit nur ein geringes Maß an innerem oder äußerem Stress erfahren, um eine Psychose zu entwickeln, während im Gegensatz dazu eine Person mit einem insgesamt geringen Maß an biopsychosozialer Verletzlichkeit ein hohes Maß an Stress erfahren muss, damit die Krankheit ausbricht. (2)
Expressed-Emotion-Konzept
Das Expressed Emotion-Konzept ist eine Theorie, die davon ausgeht, dass Angehörige durch das emotionale Klima einen entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.
In einem Testverfahren kann ermittelt werden, ob die Angehörigen einem high-expressed-emotion- oder low-expressed-emotion-Status angehören.
High-Expressed-Emotions bedeutet dabei, dass die Familienangehörigen gegenüber dem Patienten übermäßig häufig Kritik äußern, Feindseligkeiten zeigen oder von einem emotionalen Überengagement gekennzeichnet sind. Der ungünstige Einfluss von high-expressed-emotions auf die Rückfallquote von Schizophrenie wurde in einer Reihe von Studien nachgewiesen.
Verhaltens-Sensibilisierung
Verhaltens-Sensibilisierung ist als möglicher Mechanismus zur Erklärung der Beziehung zwischen Stress und Psychosesymptomen vorgeschlagen worden. Diese Annahme besagt, dass sich ansammelnde Belastungen durch Umwelteinflüsse eine erhöhte Stressempfindlichkeit und verstärkte emotionale Reaktionen auf ähnliche Stressfaktoren, die später erlebt werden, hervorrufen.
Tatsächlich wurde festgestellt, dass frühe Traumata und Lebensereignisse zu einer erhöhten Stressempfindlichkeit im Erwachsenenalter beitragen und dass Patienten mit Psychosen im Vergleich zu Kontrollpersonen mit intensiveren Emotionen auf wahrgenommenen Stress im täglichen Leben reagieren, was das Konzept der Verhaltens-Sensibilisierung stützt. (2)
Kindheitstrauma, Stress, erhöhte Dopaminproduktion und Gehirnveränderungen
Im Vergleich zu Kontrollpersonen wiesen Patienten mit Schizophrenie ein höheres Maß an Kindheitstraumata und wahrgenommenem Stress auf.
Studien beobachteten vorläufige Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Kindheitstraumata und erhöhter Dopaminfreisetzung. Stressige Lebensereignisse oder anderen sozialen Stressfaktoren waren teilweise ebenfalls mit einer veränderten Dopaminfunktion verbunden. Eine erhöhte Dopaminproduktion hat positive Symptome in einer Psychose zu Folge. (3)

Die Schwere des Kindheitstrauma bestimmte signifikant die Schwere der klinischen Symptome, Depressionen, wahrgenommenem Stress und Gehirnveränderungen. Wahrgenommener Stress korrelierte ebenfalls signifikant mit klinischen Symptomen, Depression und Gehirnveränderungen. Darüber hinaus wurde der Zusammenhang zwischen Kindheitstraumata, Stressbewältigungsfähigkeit und Gehirnveränderungen festgestellt. (3)
Psychischer Stress und Schwere der Symptome
Psychosozialer Stress wurde mit einer Zunahme positiver, negativer und depressiver Symptome in Verbindung gebracht und scheint in einer Dosis-Wirkungs-Beziehung aufzutreten, denn je höher das erlebte psychosoziale Stressniveau ist, desto größer ist sein Einfluss auf die Schwere der Symptome.
Außerdem wurde festgestellt, dass Personen mit hohem Psychoserisiko im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen durch stressige Ereignisse signifikant stärker belastet sind und dass die Beurteilung dieser Ereignisse unterschiedlich ausfällt. Denn nicht das Ereignis sondern die beigemessene Bedeutung entscheidet über die Auswirkung eines Stressors.
Es wurde auch festgestellt, dass Umweltrisiken additiv und zusammen mit Kindheitstraumata und stressigen Lebensereignissen wirken und zum Fortbestehen der Psychosesymptome beitragen.
Auch eine wechselseitige Beziehung kann auftreten, insofern, als die Psychosesymptomatik auch unerwünschte zwischenmenschliche Reaktionen hervorrufen kann, die zu weiteren Erfahrungen von psychosozialem Stress führen. (1) (2)
Erhöhtes Psychose-Risiko durch Psychosozialer Stress ?
Studien konnten einen signifikanten Zusammenhang zwischen erhöhtem psychosozialem Stress und einem erhöhten Risiko des Übergangs zur Psychose feststellen.
Eine stärkere Belastung durch psychosozialen Stress, emotionalen Missbrauch und wahrgenommene Diskriminierung erhöhte das Risiko des Übergangs zur Psychose bei Personen mit einem hohen Risiko für Psychosen im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant.
Personen mit Hochrisiko, die in eine Psychose übergingen, waren im Vergleich zu Personen ohne Psychose stärker Lebensereignissen und mit diesen Ereignissen verbundenen Belastungen ausgesetzt, während emotionaler Missbrauch das Risiko des Übergangs in eine Psychose um das 4-Fache erhöhte. Auch wahrgenommene Diskriminierung erhöhte das Übergangsrisiko und zwar um 52,4 % . (2)
2. Die wichtigsten Aminosäuren bei Stress in der Übersicht
Proteine und Aminosäuren sind wichtig für die Produktion von Neurotransmittern , also chemischen Stoffen, die Signale zwischen Nervenzellen im Gehirn übertragen. Diese Neurotransmitter sind entscheidend für die Stimmungsregulierung, die Stressreaktion und viele andere mentale Funktionen.
Neben der Produktion von Neurotransmittern sind Proteine auch an der Struktur und Funktion von Gehirnzellen beteiligt. So werden Proteine beispielsweise benötigt, um die Verbindungen zwischen Nervenzellen, die sogenannten Synapsen, aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Diese Verbindungen sind für die ordnungsgemäße Funktion und Kommunikation des Gehirns von entscheidender Bedeutung.
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(1) = Aminosäuren (L-Theanin), Probiotika, Präbiotika, Phytobiotika, sekundäre Pflanzenstoffe und Heilpflanzen
+ = Eine Studie untersuchte die Kombination (1) nur bei Depressionen und Stress, bei allen weiteren Symptomen ist der Höchstwert aus L-Theanin, Psychobiotika oder Aswagandha gewählt, der in der Kombination aber wahrscheinlich deutlich höher liegt, daher das (+) als Symbol.
4. Wirkungsweise
Stress stehen im Zusammenhang mit oxidativem Stress, Entzündungen und glutamaterger Hyperaktivität und vermindertem Serotonin und GABA.
Die folgenden Aminosäuren haben einen spezifischen Einfluss auf die oben genannten Ursachen und Botenstoffe.
- So erhöht L-Theanin den Botenstoff GABA und senkt Glutamat.
- GABA als natürliche Aminosäure erhöht auch den Botenstoff GABA im Gehirn und lindert so Stress.
- Glycin, Tryptophan und 5-HTP erhöhen Serotonin.
- Eine Ergänzung mit Glycin kann die Schwere der von Stress reduzieren, indem der oxidative Stress, Entzündungen und der Glutamatspiegel gesenkt werden.
- L-Lysin hat Einfluss auf Serotonin.
- Natriumbenzoat kann Entzündungsreaktionen verringern und Glutamatrezeporen aktivieren und so den Glutamatspiegel senken.
5. Anwendung
Die am häufigsten bei Stress genutzten und bekanntesten Aminosäuren sind GABA, Glycin, L-Theanin, L-Lysin und Tryptophan. Alle Stoffe haben eine unterschiedliche Wirkungsweise und Behandlungsziele. (siehe oben)
Stress hat bei jedem Menschen andere Ursachen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Behandlungsziele auf der biochemischen Ebene.
Inhaltsstoffe
Premium-Komplex "Anti-Stress" mit Vitamin B1, B6, Zink und Mangan zur Verringerung von Ermüdung (B6), für eine normale Funktion des Nervensystems (B6 + B1), für eine normale psychische Funktion (B1) und den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress (Mangan, Zink). Ergänzt durch wichtige Aminosäuren wie GABA, L-Theanin und Taurin. Harmonisch kombiniert mit einem breiten Spektrum hochwertiger Pflanzenextrakte aus Rhodiola, Grüntee, Schisandra, Tulsi, Jiaogulan und Ashwagandha. Plus hochwertige Vitalpilz-Extrakte aus Cordyceps sinensis, Reishi und Hericium. Gesamtverbund reinster Inhaltsstoffe, ohne Zusätze. Vegan, ohne Gentechnik, ohne Zusätze. 60 Kapseln
Studie und Quellen
(1) Psychosocial stress, interpersonal sensitivity, and social withdrawal in clinical high risk for psychosis: a systematic review. A. Georgiades, A. Almuqrin, P. Rubinic, K. Mouhitzadeh, S. Tognin, and A. Mechelli, 2023
(2) The association between psychosocial stress, interpersonal sensitivity, social withdrawal and psychosis relapse: a systematic review. A. Almuqrin , A. Georgiades , K. Mouhitzadeh , P. Rubinic , A. Mechelli und S. Tognin, 2023
(3) Subcortical structures associated with childhood trauma and perceived stress in schizophrenia. Fengmei Fan, Shuping Tan , Shibo Liu , Song Chen, Junchao Huang, Zhiren Wang, Fude Yang, Chiang-Shan R Li, Yunlong Tan, 2023
