30.04.2020 ambulante OP

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6:25 ich läute bei Miri. Es öffnet mir eine hektische Tochter im Schlafanzug, eine Entschuldigung murmelnd.

Mit 10 Minuten Verspätung machen wir uns auf zum Termin in der gynäkologischen Ambulanz. Kommen gut durch die Kontrolle auf der Autobahn, finden dank Elli`s Behindertenausweis sofort einen Parkplatz (Mein Auto ist zu hoch für die Tiefgarage), kommen gut durch die Symptom Kontrollen im Klinikeingang und sind eine halbe Stunde zu früh in der Abteilung. Ich halte mich im Hintergrund und lasse Miri machen.

Bis ich höre, dass die Krankenversicherungskarte nicht gelesen werden kann. Ja, meint Miri lapidar, die ging beim letzten Arztbesuch schon nicht.

*rolleyes* Die Damen waren schon dabei Miri nachhause zu schicken, da hielt ich ihnen den Betreuerausweis unter die Nasen und sie kamen plötzlich auf die Idee, dass man Miri über die Patientenaufnahme registrieren könnte. Geht doch! Das erledigten wir und waren fünf Minuten vor dem Termin wieder vor Ort.

Miri wirkte auf mich müde obwohl sie mir versicherte so gut geschlafen zu haben und gestern einen schönen Abend mit Mann und Kind vor einem Film verbracht hätte, entspannt und außer das sie sich kurz über die Größe und Entwicklung des Embryos mittels eines Buches im Wartezimmer informierte, schien sie "es" gut wegzustecken. Zur OP selbst ging Miri allein und ich musste der Ärztin nur noch kurz versichern, dass Miri ihre Sachen schon selbst unterschreiben darf. Ich zu ihrer Unterstützung hier sei und nicht ihr Vormund bin. Frühestens um 15:00 könne ich Miri holen.


Sechs Stunden freie Zeit...ich rufe spontan meinen Exmann an und frage ob er Lust auf Besuch habe,- jetzt. Ja hatte er.:-)

Wir unterhielten uns stundenlang über Miri, die Welt und uns. Machten einen stundenlangen super schönen Spaziergang und ich übersah fast die Zeit. *rolleyes*:-) Raste zurück zum Klinikum und war doch noch pünktlich. Miri saß schon vor dem Haupteingang, hatte schon Kaffee getrunken, ihre erste Zigarette geraucht und meinte lachend, dass sie durch das Medikament tiefenentspannt sei und sie Menschen verstehen könnte, die von diesem Gefühl abhängig werden.

Ich brachte Miri zurück, wir kauften noch schnell für ihr Abendessen ein und als wir an ihrer Wohnung ankamen, stand schon Rami vor der Tür.

Sie hatten vor, gemeinsam Gulasch zu kochen. :-) Wunderbar!

Ich fuhr mit einem guten Gefühl zurück zum Betrieb, packte und machte mich auf den Weg zu meinem Schatz...