
Ich bin in der Situation, hier etwas zu schreiben. Eigentlich ist alles ok, aber was heißt das? Im Grunde genommen leide ich viel zu viel. Es reicht dazu, die ein oder andere positive Nachricht zu verfassen, aber eigentlich geht es mir viel zu oft zu schlecht. Man will sich halt nicht angekreidet sehen. Ich bin halt so, wie ich bin. Erwartet wird, dass ich mich positiv äußere, aber oft bin ich so nicht, wie ich scheine. Klar freue ich mich über positive Reaktionen. Klar freue ich mich über Rückmeldungen. Aber tief in mir drin weiß ich, dass ich kaum geliebt werde. Eigentlich bin ich allein und werde es immer sein. Meine früheren Freundschaften musste ich alle hinter mir lassen, weil immer gesagt wurde: Cool, dass wir Freunde sind, aber Spasso musst Du bei mir sein. Letztlich habe ich all diese 'Freundschaften' hinter mir lassen müssen. Und es geht mir ohne diese 'Freundschaften' deutlich besser. So bin ich allein. Ich ertrage keinen Freund, der mich quält, aber ich bin offen für jeden, der mich meins machen lässt. Es gibt keinen Grund, mich zu quälen und hätte es diesen Grund jemals gegeben, der liebe Gott hätte es nicht anerkannt. Oft genug musste ich sagen, es ist der liebe Gott oder ich und oft genug wollten es böse Leute mir versagen. Aus dem unendlichen Ozean des Schmerzes kann ich nur um Genugtuung flehen, kann ich nur sagen: So nicht! Ich vermisse Tausende Stunden, die hätten gut sein können, Tausende Tage, die im Elend gelandet sind. Heute freue ich mich, wenn ich eine Stunde lesen kann, vor einigen Jahren und auch heute, muss ich damit klarkommen, dass ich das Schreiben nicht mehr schaffe, dass künstlerische Aktivität nicht mehr möglich ist. Lauter Schrei vor der im Firmament blühenden Sonne. Was soll ich? Was kann ich? Letztlich kann ich nur dahinleben, Fernsehen, etwas Lektüre, rausgehen, der nächste Kaffee, mehr schaffe ich leider nicht mehr. Das ist wenig. Aber dieses wenig ist geheiligt, denn es ist das, was mich bestimmt, was mich ausmacht. Bin ich so noch zu sehen? Ja, gerade so und ich bin stolz darauf, denn das Letzte, das lasse ich mir nicht nehmen. Ich kämpfe um mein bisschen Sein und ich werde für diese Kämpfe belohnt. Wenn ich spät abends meine Augen schließe, will ich wissen, das ich geliebt werde. Und meistens weiß ich das. Weil ich mein Leben gelebt habe. Mehr kann ich nicht tun. Aber mir reicht es. Und damit ist alles gut. Viele wollen mich kritisieren, aber ich selbst weiß. dass alles gut ist. Möge das Bestehen! Das Wichtige ist, dass die kleinen Dinge des Lebens stehenbleiben. Und dass diese kein Schein sind, sondern das wirkliche Leben, auch, wenn es uns oft anders erscheint.