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SERIE | DER DARM - DAS ZWEITE GEHIRN: 3. Psychobiotika bei Depression

  • Phoenix
  • 18. Dezember 2025 um 01:44
  • 938 Mal gelesen
  • 1 Kommentar

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SERIE | DER DARM - DAS ZWEITE GEHIRN:

3. Depressionen


Besserung in 4 - 8 WochenG(+)(-)(k)(D)(Ä)(ST)(SCH)
Psychobiotika10%10%✓10%35%25%15%25%
Effektstärkemittel✓kleinmittelmittel-großklein-mittel

(G) = Gesamtsymptomem,, (+) = positive, (-) =negative,, (k) = kognitive Symptome, (D)=Depressionen, (Ä)=Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf


1. Psychosen und Schizophrenie
2. Kognitive Symptome
3. Depressionen
4. Ängste
5. Stress
6. Schlafstörungen


Zitat

„Alle Krankheiten beginnen im Darm“ Hippokrates (griechischer Arzt der Antike)


Kurzfassung

| Minderwertige Ernährungsgewohnheiten und eine schlechtere Nährstoffverarbeitung sind bei Menschen mit Schizophrenie ein gewichtiger Mitauslöser von Psychosen und Depressionen. So ernähren sich nur 10,7% gesund.

Welchen Einfluss Ernährung auf die Stimmung hat zeigte sich in Studien. Beispielsweise konnte eine mediterrane Ernährung in Kombination mit Nahrungsergänzung Depressionen nach 3 Wochen um 40% reduzieren. (Francis et al., 2019) Nach 3 Monaten einer solchen Ernährungsumstellung waren sogar 32% der Teilnehmer vollständig von Depressionen gesundet und frei von Psychopharmaka. (Jacka et al. 2017)

Veränderungen der Ernährung des Menschen, wie ungesunde Ernährungsmustern und industrielle Lebensmittelverarbeitung haben die Darmgesundheit stark beeinflusst. Das moderne Leben und seine Auswirkungen auf das Darmmikrobiom haben auch das Spektrum menschlicher Krankheiten grundlegend verändert und den Fokus von Infektionskrankheiten immer häufiger auf psychische Erkrankungen wie Depressionen verlagert. (4)

Der Darm mit seinem Einfluss auf das Gehirn und damit auf die Psyche wird in den letzten Jahren zunehmend in Studien untersucht. Eines steht fest, psychisch erkrankte Menschen haben eine veränderte Darmflora, und diese beeinflusst die Symptome. Ihre Stimmung und ihr Wohlbefinden verbesserten sich messbar nach Gabe von Psychobiotika.

Psychobiotika sind Darmbakterien, die die Psyche, das menschliche Verhalten und Prozesse des zentralen Nervensystems über die Darm-Hirn-Achse beeinflussen. Sie können die schwere von Symptomen, wie Depressionen, lindern und die Lebensqualität verbessern. Das Darmmikrobiom hat zudem das Potenzial, die durch Psychopharmaka verursachten Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen abzuschwächen. Siehe Artikel "Psychobiotika bei Psychosen und Schizophrenie"

Die Aufnahme von probiotika- und präbiotikareichen Nahrungsmitteln kann als täglicher Bestandteil eines gesunden Ernährungsplans die ideale Empfehlung sein, um den Magen-Darm-Trakt mit einer Fülle nützlicher Bakterien zu impfen. Bei Psychobiotika ist die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen gering und ihre langfristige Anwendung ist unbedenklich. (3)

Psychobiotika zeigen positive Auswirkungen auf die Darmbarriere, die Immunantwort, den Cortisolspiegel und die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Insgesamt scheint die Einnahme von Probiotika mit einer Verringerung der Neuroinflammation und der relevanten Entzündungsmarker verbunden zu sein.

Studien legen nahe, dass Probiotika als Zusatztherapie bei Depressionen dienen können, insbesondere in behandlungsresistenten Fällen. Aus einer aktuellen Rezension ist zu entnehmen:

"Angesichts der starken Korrelation zwischen Darmgesundheit und psychischem Zustand sind eine gesunde Ernährung und die Aufrechterhaltung einer optimalen Darmfunktion für das psychische Wohlbefinden von größter Bedeutung. Im Zusammenhang mit psychiatrischen Störungen, insbesondere bei behandlungsresistenten Patienten, besteht ein wachsendes Interesse an einem ganzheitlichen Ansatz, der die Auswirkungen der Darmmikrobiota auf die psychische Gesundheit anerkennt.

Die Integration von Probiotika in den täglichen Verzehr erweist sich als entscheidender Aspekt dieser modernen Strategie, da sie das mikrobielle Gleichgewicht des Darms unterstützen und eine Rolle bei der ganzheitlichen Behandlung psychischer Erkrankungen spielen können, insbesondere in Fällen, in denen sich herkömmliche Therapien als unwirksam erweisen. So könnten Probiotika als Zusatztherapie bei Depressionen dienen." (4)

Eine Metaanalyse lieferte wertvolle Informationen zur allgemeinen Wirksamkeit von Psychobiotika bei der Behandlung von schwerer Depression, darunter Daten aus 13 klinischen Studien. (8) In verschiedenen placebokontrollierten Studien zeigten sich Besserungen bei depressiven Symptomen von 30-55% in 4 Wochen nach Gabe von Probiotika. (5) (6) (7)

Die Schlussfolgerungen einer aktuellen Meta-Analyse von 2023 lauten:

"Probiotika könnten einen nicht-medikamentösen Ansatz in der Behandlung von Stimmungsstörungen bieten, der die Therapieoptionen sowohl für psychiatrische als auch für nicht-psychiatrische Patienten erweitern könnte, während sie gleichzeitig sicher und gut verträglich sind. Da es sich bei Probiotika um Nahrungsergänzungsmittel handelt, könnten sie außerdem dazu beitragen, das soziale Stigma zu lindern, dem Menschen ausgesetzt sind, die Psychopharmaka einnehmen. " (2)

Eine kürzlich durchgeführte große Metaanalyse von Interventionen, die auf das Darmmikrobiom abzielen (Probiotika, Präbiotika, Synbiotika), ergab eine signifikante Reduktion von Depressionen mit einem mittleren Effekt zugunsten der Probiotika-Supplementierung gegenüber der Kontrollgruppe/Placebo. (9)

Die größten Effektstärken von Probiotika werden durchweg bei Patienten mit klinischer Depression festgestellt. (10) Sie zeigen ebenfalls eine starke Wirkung als Zusatztherapie zu Standard-Antidepressiva, während die Effekte bei gesunden Personen unter Stress oft vernachlässigbar sind.

Obwohl sowohl Einzelstamm- als auch Mehrstammpräparate wirksam sind, deuten einige Daten aus dem Jahr 2025 darauf hin, dass Einzelstamm-Probiotika den größten Nutzen bei klinischer Depression bieten könnten. Kurzzeitinterventionen (unter 8 Wochen) zeigen oft höhere unmittelbare Effektstärken, obwohl viele Kliniker bis zu 8 Wochen empfehlen, um die vollständigen Ergebnisse zu beobachten. |


1. Schizophrenie und Depressionen

Etwa 25 % der Menschen mit der Diagnose Schizophrenie erfüllen die Kriterien einer Depression. Depressive Symptome können in allen Phasen der Krankheit auftreten, auch während psychotischer Episoden, und können mit Themen wie Verlust und Hoffnungslosigkeit verbunden sein.

Die Symptome sind:

  • Depressive Stimmung fast den ganzen Tag und fast jeden Tag
  • Vermindertes Interesse an allen oder fast allen Aktivitäten
  • Schlafstörungen
  • Psychomotorische Unruhe (Ruhelosigkeit) oder Retardierung (Verlangsamung)
  • Müdigkeit oder Energieverlust
  • Fast täglich Schuld- oder Wertlosigkeitsgefühle
  • Verminderte Denk- oder Konzentrationsfähigkeit oder die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • Wiederkehrende Gedanken an den Tod, wiederkehrende Suizidgedanken , ein Selbstmordversuch oder ein konkreter Plan zum Selbstmord.

Um die Kriterien für eine schwere depressive Störung zu erfüllen, müssen die Symptome zu erheblichen Beeinträchtigungen im beruflichen, sozialen oder anderen Funktionsbereichen führen. Depressive Symptome bei Schizophrenie verschlimmern Defizite im psychosozialen Funktionsumfang und erhöhen das Suizidrisiko.


2. Die Darm-Hirn-Achse bei Depressionen

Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Depressionen eine andere Darmmikrobiota-Zusammensetzung aufweisen als gesunde Menschen. Die Ernährung ist eine Variable, die die Darmflora beeinflusst.

Eine ungesunde Ernährung (Fastfood und westliche Ernährung) reduziert die Bakterienvielfalt und -häufigkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Depression, indem sie eine Dysbiose hervorruft. (1) Als Dysbiose bezeichnet man eine Störung der Besiedelung des Darms, mit Mikroorganismen.

Darüber hinaus werden repräsentative Arten menschlicher Darmbakterien durch verschiedene Antidepressiva negativ beeinflusst.

Studien haben immer wieder Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmmikrobiota bei Personen mit und ohne Depressionen gezeigt, was auf einen möglichen Ansatz für eine therapeutische Intervention hindeutet. (1)


3. Psychobiotika bei Depressionen

Der Begriff „Ernährungspsychiatrie“ wurde geprägt, um die Beziehung zwischen geistiger Gesundheit und Ernährung anzuerkennen, einschließlich Psychobiotika, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen sowie einer nährstoff- und ballaststoffreichen Ernährung. (3)

3666-image-jpeg

Die Wirkung von Psychobiotika bei Depressionen und Angstzuständen wird derzeit umfassend untersucht, da sie das Potenzial haben, neuartige, nebenwirkungsfreie und individuell anpassbare Behandlungsmethoden zu bieten. Klinische Studien am Menschen haben insgesamt gezeigt, dass sich Therapien mit Probiotika und Präbiotika positiv auf die psychische Gesundheit auswirken. (2) (3)

Insgesamt deuten die Erkenntnisse darauf hin, dass einzelne oder kombinierte Stämme von Psychobiotika Depressionen beim Menschen, gemessen anhand von Fragebögen, in nur 30 Tagen reduzieren können, wenn sie als Nahrungsergänzungsmittel oder Nahrungsquelle eingenommen werden. (3)


4. Wirkungsweise von Psychobiotika

Die erfolgreiche Anwendung von Lactobacillus bei Depressionen wurde erstmals Anfang 1910 veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass nach der Verabreichung spezifischer Lactobacillus- und Bifidobacterium- Stämme Angst, Depression und Stress abnahmen. (3)

Neurotransmitter

Es wird berichtet, dass bestimmte Bakterien die Produktion von Neurotransmittern beeinflussen, darunter die Produktion von GABA, Acetylcholin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und von Tryptophan, dem Vorläufer von Serotonin. Insbesondere erhöhte die Ergänzung mit Lactobacillus plantarum die Dopamin- und Serotoninwerte in wichtigen Gehirnregionen, die an der Stimmungsregulierung beteiligt sind, was auf sein Potenzial als psychobiotische Intervention hindeutet.

Die Kombination aus Bifidobacterium longum und Lactobacillus helveticus hat in mehreren placebokontrollierten Studien Angst und Depression verringert. B. longum beeinflusst die GABA-Produktion und verringert nachweislich Angst, während L. helveticus Serotonin beeinflusst und depressives Verhalten und Angst verringert.

Entzündungen (Neuroinflammation)

In einer aktuellen umfassenden Übersicht wurden die neuesten Erkenntnisse aus klinischen Studien des letzten Jahrzehnts zur Rolle des Einsatzes von Probiotika bei der Behandlung von Angstzuständen und Depressionen erörtert:

"Fast die Hälfte (dreizehn) unserer eingeschlossenen Studien deutete darauf hin, dass die Verwendung von Probiotika zu einem Rückgang von Entzündungsmarkern oder potenziell schädlichen Stoffwechselmolekülen führt ... Angesichts der Tatsache, dass Neuroinflammation ein wichtiger Faktor in der Pathophysiologie von Angst und Depression ist, könnte die Wirkung der Probiotikabehandlung auf eine Verringerung von proinflammatorischen Zytokinen wie IL-6 im Serum zurückgeführt werden." (2)


5. Studien

Ernährungspsychiatrie, Mikrobiota-Darm-Gehirn-Achse und Psychobiotika -  Psychiatrie - Universimed - Medizin im Fokus

Die 2023 durchgeführte Metaanalyse von Zhang et al. lieferte wertvolle Informationen zur allgemeinen Wirksamkeit von Psychobiotika bei der Behandlung von schwerer Depression, darunter Daten aus 13 klinischen Studien. Während Probiotika im Allgemeinen Verbesserungen bei depressiven Symptomen zeigten, zeigten Therapien mit Präbiotika oder Synbiotika eine geringere Wirksamkeit. (8)

1. Die aktuelle placebokontrollierte Studie von Tian et al. untermauert den potenziellen therapeutischen Nutzen von Psychobiotika bei der Behandlung von Depressionssymptomen und Magen-Darm-Problemen.

Ihre Studie zeigte eine signifikante Verringerung der Depressionswerte bei Patienten mit schwerer Depression, die 4 Wochen mehrere Probiotika erhielten, im Vergleich zu denen in der Placebogruppe. Darüber hinaus zeigten Probiotika signifikante Verbesserungen der Magen-Darm-Funktion. Die Veränderung des serotonergen Systems erwies sich als der Schlüsselmechanismus hinter den Vorteilen der Probiotika für Gehirn und Darm.

Der Montgomery-Asberg Depression Rating Scale (MADRS) zeigte Besserungen der Depressionswerte von 35%, der Hamilton Depression Rating Scale (HAMDS) zeigten Besserungen von 50% gegenüber Placebo.



Die Forscher kommen zu dem Ergebnis: "Unsere Erkenntnisse legen eine neuartige und vielversprechende Behandlungsmethode für die Major Depression und die damit einhergehenden Probleme mit der Darmmotilität nahe und bieten Behandlungsmöglichkeiten für andere Erkrankungen im Zusammenhang mit der Darm-Hirn-Achse." (5)

2. In einer placebokontrollierten Studie erhielten 110 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression, entweder eine Probiotika-Kombination, ein Präbiotikum oder ein Placebo. Die achtwöchige Supplementierung mit B. longum und L. helveticus bei depressiven Patienten verbesserte die Depressionssymptome um 30% gegenüber Placebo. (6)

3. In einer weiteren placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde die Verwendung eines Kombinationspräparats aus Probiotika ( L. helveticus, B. longum, L. rhamnosus), Präbiotika (Ballaststoffe) und Phytobiotika (mit L. Theanin, Ingwerwurzelextrakt) untersucht. Das Präparat wurde 32 Erwachsenen 30 Tage lang verabreicht.

Die Studie berichtete über folgende Ergebnisse:

  • 55 % weniger Depressionen
  • 45 % weniger Anspannung
  • 64 % weniger Müdigkeit
  • 43 % weniger Verwirrung und
  • 54 % weniger Wut, mit einer
  • 44 %igen Verbesserung der Vitalität und
  • 25 %iger Verbesserung der Gesamtstimmung

im Vergleich zu Placebo in 30 Tagen. (7)

4. Die Schlussfolgerungen einer aktuellen Meta-Analyse von 2023 lauten:

"Probiotika könnten einen nicht-medikamentösen Ansatz in der Behandlung von Stimmungsstörungen bieten, der die Therapieoptionen sowohl für psychiatrische als auch für nicht-psychiatrische Patienten erweitern könnte, während sie gleichzeitig sicher und gut verträglich sind. Da es sich bei Probiotika um Nahrungsergänzungsmittel handelt, könnten sie außerdem dazu beitragen, das soziale Stigma zu lindern, dem Menschen ausgesetzt sind, die Psychopharmaka einnehmen. " (2)


6. Anwendung

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Die am häufigsten verwendeten Stämme in Studien waren: Bifidobacterium longum (zwölf Studien), Bifidobacterium lactis (elf Studien), Lactobacillus acidophilus (zehn Studien), Lactobacillus casei (acht Studien) und Lactobacillus helveticus (sieben Studien).

Die Kombination aus Lactobacillus helveticus und Bifidobacterium longum hat in vier randomisierten kontrollierten Studien Angst und Depression verringert.

Die häufigste Behandlungsdauer betrug etwa 8 Wochen, was in elf Studien der Fall war. Häufige Behandlungsdauern waren auch 4 Wochen (sieben Studien) und 2 Wochen (fünf Studien).

Die wichtigsten Psychobiotika bei Depressionen
L. acidophilus
L. casei
L. helveticus
L. paracasei
L. plantarum
L. reuteri
L. rhamnosus
B. bifidum
B. breve
B. longum
B. infantis


7. Ernährung als Basis für eine gesunde Darmflora: Probiotika und Präbiotika

Um eine gesündere Darmflora zu fördern, wird der Verzehr einer vielfältigen Auswahl an Lebensmitteln empfohlen. Eine pflanzliche Ernährung, die eine Vielzahl von Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen umfasst, ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen, die den mikrobiellen Reichtum des Darms erhöhen.

Probiotika, lebenden positive (Darm-)Bakterien sind in Speisen wie Kombucha, Jogurt, Kefir, Cheddar, Parmesan, Gruyère, saure Gurken, Sauerkraut oder Produkte auf Sojabasis wie etwa Kimchi oder Miso fördern die Vielfalt im Darm.

Ballaststoffreiche Lebensmittel enthalten oft so genannte Präbiotika: Stoffe, die der Mensch nicht verwerten kann, die aber zum Beispiel Lactobacillus- und Bifidobacterium-Bakterien als Nahrung dienen. Sie stecken unter anderem in Chicorée, Zwiebeln, Knoblauch, Spargel, Getreide, Artischocken und Bananen.

Wichtig ist auch die Reduzierung der Aufnahme verarbeiteter Lebensmittel. Stark verarbeiteten Lebensmitteln mangelt es aufgrund ihres typischerweise schlechten Nährwertprofils häufig an Ballaststoffen und Nährstoffen, die für eine gesunde Darmmikrobiota erforderlich sind. Sie können auch zu Entzündungen führen und Veränderungen im Darmmikrobiom hervorrufen.


8. Einkauf

Probiotika Darmsanierung

Das Angebot für Probiotika oder Psychobiotika ist im Handel ist groß und dies zu günstigen Preisen. Ein Einkaufsbeispiel, welches 8 von 11 genannten Darmbakterien-Stämme enthält ist z.B. hier zu finden.

PROBIOTIKA UND PRÄBIOTIKA - 240 KAPSELN | 17, 50€

Der Preis für die Tagesdosis, also 2 Kapseln, beträgt 15 ct.

Inhalt

Bifidobacterium Lactis ; Lactobacillus Paracasei ; Lactobacillus Plantarum ; Lactobacillus Breve ; Lactobacillus Adolescentis ; Lactobacillus Faeciumn ; Lactobacillus Fermentum; Lactobacillus Rhamnosus, Lactobacillus Acidophilus,  Lactobacillus Casei ; Lactobacillus Delbrueckii Bulgarius, Lactobacillus Gasseri ; Lactobacillus Infantis ; Lactobacillus Longum ; Lactobacillus Reuteri ; Lactobacillus Crispatus ; Lactobacillus Shermanii; Lactobacillus Thermophilus ,

Fructooligosaccharide; Inulin; junger Bambus, Kamille; Enzimix™


Studien und Quellen

1. Exploring the gut-brain Axis: Potential therapeutic impact of Psychobiotics on mental health. Ana- Maria Cocean, Dan Cristian Vodnar, 2024

2. Probiotics’ Effects in the Treatment of Anxiety and Depression: A Comprehensive Review of 2014–2023 Clinical Trials. Ermis Merkouris, Theodora Mavroudi, Daniil Miliotas, Dimitrios Tsiptsios, Aspasia Serdari, Foteini Christidi, Triantafyllos K. Doskas, Christoph Mueller, and Konstantinos Tsamakis, 2024

3. Psychobiotics: Are they the future intervention for managing depression and anxiety? A literature review. Kim Ross, 2023

4. The Power of Psychobiotics in Depression: A Modern Approach through the Microbiota–Gut–Brain Axis: A Literature Review. Angela Dziedzic, Karina Maciak, Katarzyna Bliźniewska-Kowalska, Małgorzata Gałecka, Weronika Kobierecka, and Joanna Saluk, 2024

5. Multi-Probiotics ameliorate Major depressive disorder and accompanying gastrointestinal syndromes via serotonergic system regulation. Peijun Tian, Renying Zou, Luyao Wang, Ying Chen , Xin Qian , Jianxin Zhao, Hao Zhang, Long Qian, Qun Wang, Gang Wang, Wei Chen, 2023

6. Effects of a Psychobiotic Supplement on Serum Brain-derived Neurotrophic Factor Levels in Depressive Patients: A Post Hoc Analysis of a Randomized Clinical Trial. Nazanin Heidarzadeh-Rad, Hülya Gökmen-Özel, Asma Kazemi, Negin Almasi, and Kurosh Djafarian, 2020

7. Effect of coordinated probiotic/prebiotic/phytobiotic supplementation on microbiome balance and psychological mood state in healthy stressed adults. Talbott S.M., Talbott J.A., Stephens B.J., Oddou M.P. , 2019

8. Effect of prebiotics, probiotics, synbiotics on depression: results from a meta-analysis. Qin Zhang 1, Bing Chen 2, Jinghui Zhang 3, Jingyi Dong 3, Jianglin Ma 4, Yuyan Zhang # 5, Kangyu Jin # 6, Jing Lu, 2023

9. The efficacy of probiotics, prebiotics, and synbiotics on anxiety, depression, and sleep: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Jialin Zhang, Linqing Zhu, Qing Meng, Zuxing Wang & Hongru Zhu, 2025

10. Probiotics as an effective therapeutic approach in alleviating depression symptoms: an umbrella meta-analysis. Vali Musazadeh 1 2, Meysam Zarezadeh 1 3, Amir Hossein Faghfouri 1 2, Majid Keramati 1 2, Parmida Jamilian 4, Parsa Jamilian 5, Arash Mohagheghi 6, Alireza Farnam, 2023

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Kommentare 1

Molly
18. Dezember 2025 um 09:19
  • Inhalt melden

Du machst dir wirklich sehr viel Arbeit mit deinem Blog, Phoenix! Absolut professionell!:thumbs_up:

Was Depressionen angeht, fühlt es sich für mich eher so an, als hätten sie, jedenfalls bei mir, psychologische Ursachen...

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