ROAD TO RECOVERY | Therapien und Heilmethoden bei Psychosen und Schizophrenie: 19. Homöopathie
-
Phoenix -
21. März 2026 um 04:33 -
783 Mal gelesen
Fühlst du dich manchmal allein mit deinen Fragen oder Erfahrungen rund um Schizophrenie und Psychosen?
Bei Schizophrenie-Online bist du nicht allein. Tausche dich in unserem Forum aus, lies hilfreiche Beiträge im Wiki, entdecke persönliche Blogs und chatte mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen – sicher und respektvoll.
Jetzt kostenlos registrieren und Teil unserer unterstützenden Community werden. Gemeinsam ist vieles leichter!
.
ROAD TO RECOVERY |
Therapien und Heilmethoden bei Psychosen und Schizophrenie:
19. Homöopathie
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf, LQ = Lebensqualität
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen, Schizophrenie und Depression.
Therapien und Heilmethoden:
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.
Therapien und Heilmethoden:
14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
IV. Die intuitive Ebene
Die intuitive Ebene ist der Bereich des Träumens, der Intuition, der Kunst und Kreativität. Es sind Erfahrungen, die mit veränderten Bewusstseinszuständen jenseits des gewöhnlichen „normalen“ Wachbewusstseins einhergehen, insbesondere Zustände wie Trance, Ekstase, spirituelle Erlebnisse und Grenzerfahrungen. Auf dieser Ebene wirkt der Einfluss von Lernerfahrungen aus dem Familiensystem und von traumatischen Ereignissen.
Therapien und Heilmethoden:
20. Maltherapie
21. Musiktherapie
22. Tanztherapie
23. Theatertherapie
24. Systemische Therapie
V. Die Geist-Ebene
Die 5. Ebene beschreibt den geistigen Aspekt eines Menschen. Es ist das Feld von innewohnender Weisheit und Zufriedenheit, des natürlichen Mitgefühls und Liebe zu uns und anderen. Da dieses Feld alles durchdringt, ist es die Ebene, die letztendlich zur Heilung führen kann, vorausgesetzt, wir kümmern uns um die Harmonisierung der anderen Ebenen. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, braucht es Zeit und Raum – für das Alleinsein und die Meditation.
Therapien und Heilmethoden:
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.

14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
Zitat„„Die Homöopathie heilt einen größeren Prozentsatz der Fälle als jede andere Behandlungsmethode und ist zweifellos sicherer, wirtschaftlicher und die umfassendste medizinische Wissenschaft.“ Mahatma Gandhi (Pazifist und Freiheitskämpfer)
| Schizophrenie ist eine komplexe Erkrankung, die viele Jahre oder gar Jahrzehnte andauern kann und das Leben schwer belastet. Homöopathie gelangt zu psychischen Tiefen, wie kaum eine andere Heilmethode und kann traumatische Komplexe wirksam aufarbeiten. Und das ohne weitere Anstrengung, wie es andere Therapien abverlangen, wie Psychotherapie oder Traumatherapie.
Die Homöopathie ist ein medizinisches System, welches im späten 18. Jahrhundert in Deutschland von Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Hahnemann war Arzt und medizinischer Schriftsteller. Seit über 200 Jahren wird Homöopathie nun in der einen oder anderen Form in fast jedem Land der Erde erfolgreich angewandt, um körperliches oder psychisches Leid zu lindern.
Die Behandlung wird auf die individuellen Eigenschaften des Patienten abgestimmt. Dazu zählen Lebensstil sowie Symptome und allgemeiner Gesundheitszustand. Die Homöopathie behandelt alle Symptome, die ein Patient erlebt, einschließlich der geistigen, emotionalen, mentalen und körperlichen Symptome.
In der Homöopathie werden Substanzen eingesetzt, die die körpereigenen Regulationssysteme sanft stimulieren und an den Ursachen ansetzen, anstatt nur Symptome zu behandeln. Die Balance des Körpers wird auf natürlichem Wege wiederhergestellt. So steht bei der Homöopathie eine ganzheitliche Behandlung von Körper, Seele und Geist im Vordergrund.
Der Name leitet sich aus dem Griechischen von „ähnlich“ und „Leiden“ ab. Dahinter steht das Prinzip, dass eine sehr kleine Dosis einer Substanz eine Krankheit heilen kann, die sie bei der Verabreichung einer größeren Dosis verursachen würde. Von dieser winzigen Dosis, ähnlich einer Impfung, wird die Stimulation des körpereigenen Heilungsmechanismus aktiviert.
Homöopathische Heilmittel werden aus natürlichen Materialien gewonnen, darunter Extrakte pflanzlichen und tierischen Ursprungs und Mineralstoffe. Die Heilmittel werden verarbeitet, indem diese Substanzen mehrfach verdünnt werden. Mit ihnen kann die Kraft zur Selbstheilung angeregt werden, die im Körper innewohnt.
Ist Homöopathie überhaupt wirksam?
Das starke wirtschaftliche Interesse u.a. der Pharmaindustrie und ihre Macht auf Politik und Medien hat dazu geführt, das Homöopathie, als wirklich ursächlich heilende Konkurrenz, als unwirksam dargestellt wird.
In wissenschaftlichen Zeitschriften wurden jedoch einige hundert Studien zur Homöopathie veröffentlicht und bei 85 Prozent der randomisierten, placebokontrollierten Studien zeigte sich, dass Homöopathie wirksamer ist als ein Placebo.
Die Datenlage:
Es wurden 6 Metaanalysen placebokontrollierter Wirksamkeitsstudien zur Homöopathie für jede Erkrankung mit unterschiedlichen Methoden, Ergebnissen und Schlussfolgerungen veröffentlicht. Bis 2014 kamen fünf der sechs Metaanalysen zu verschiedenen Erkrankungen zu dem Schluss, dass sich die Wirksamkeit einer homöopathischen Therapie von der eines Placebos unterscheidet. Basierend auf den Ergebnissen der 5 Metaanalysen sollte die Homöopathie vorläufig in die Gruppe der Therapien eingeordnet werden, die wirksam sind, aber weiterer Forschung bedürfen. (2)
In einer aktuellen Systematische Überprüfung von Metaanalysen von 2023 wurden sechs Metaanalysen einbezogen, die individualisierte Homöopathie, nicht individualisierte Homöopathie und alle Homöopathietypen abdeckten. Die Metaanalysen umfassten zwischen 16 und 110 Studien. Die mittlere Teilnehmerzahl der Studien lag zwischen 45 und 97 Patienten.
Effektschätzungen für alle Studien in jeder Metaanalysen zeigten einen signifikanten positiven Effekt der Homöopathie im Vergleich zu Placebo. Die Qualität der Beweise für positive Effekte der Homöopathie über Placebo hinaus (hoch/mittel/niedrig/sehr niedrig) war für individualisierte Homöopathie hoch und für nicht individualisierte Homöopathie mittel.
"Die verfügbaren Metaanalysen ... zeigen signifikante positive Effekte der Homöopathie über Placebo hinaus. Dies steht im Einklang mit Laborexperimenten, die teilweise reproduzierbare Effekte homöopathisch potenzierter Präparate in physikochemischen, in vitro, pflanzlichen und tierischen Testsystemen zeigen." (2)
„Homöopathie im Fokus“ | Geschichten von Verfolgung und Mut
Psychosen und Schizophrenie
Einige Studien legen nahe, dass Homöopathie zur Linderung psychotischer Symptome, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur schrittweisen Reduzierung antipsychotischer Medikamente beitragen kann.
Es gibt zahlreiche homöopathische Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen und Schizophrenie, und diese werden je nach Einzelfall symptomatisch ausgewählt. Die am häufigsten eingesetzten homöopathischen Mittel gegen Schizophrenie sind Lachesis, Anacardium und Hyoscyamus.
Bei Psychosen wird z.B. Hyosciamus niger angewandt. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass Hyosciamus (Schwarzes Bilsenkraut) starke psychotrope Effekte, einschließlich charakteristischer deliriumähnlicher Zustände mit Halluzinationen, Stimmungsschwankungen und kognitiven Defiziten bei gesunden Personen auslösen kann. In der Homöopathie wird Hyoscyamus stark verdünnt (potenziert) angewendet. In diesem Zustand wird dem Mittel eine antipsychotische, sedierende und beruhigende Wirkung zugeschrieben. Es wird traditionell eingesetzt, wenn psychotische Symptome von Unruhe, Angst, Halluzinationen oder Wahnvorstellungen begleitet sind.
In einer klinischen Studie über paranoide Schizophrenie mit 30 Fällen besserten sich die Beschwerden nach 6 Monaten in 15 Fällen deutlich, in 8 Fällen mäßig, in 4 Fällen leicht und in 3 Fällen kam es zu keiner Besserung. Die Gesamtsymptome (BPRS-Analyse) vor und nach der Behandlung zeigten eine signifikante Reduktion der Punktzahl um 40%. (6)
Befürworter argumentieren, dass homöopathische Arzneimittel im Allgemeinen sicher sind und im Vergleich zu Psychopharmaka keine Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen hervorrufen, was für viele Betroffene ein wichtiges Argument ist.
Schizophrenie und Trauma
Unter den zahlreichen Risikofaktoren für Psychosen und Schizophrenie ist die Belastung durch Traumata weit verbreitet. Tatsächlich berichten bis zu 80 % über ein Trauma, wobei die Häufigkeit von Kindheitstrauma bei einer ersten Psychose bei 52 - 73% liegt. Insbesondere sexueller, körperlicher oder emotionaler/psychischer Missbrauch, Vernachlässigung, Tod oder dauerhaften Trennung eines Elternteils und Mobbing erhöhen das Risiko für Psychosen im Erwachsenenalter.
Seelische Traumata sind zunehmend häufige Behandlungsanlässe in der homöopathischen Praxis. Die Homöopathie bietet Unterstützung besonders im Rahmen der Krisenintervention, aber auch bei einer darauf folgenden psychotherapeutischen Aufarbeitung.
Ein Trauma kann die Integrität einer Person bedrohen. Dies entsteht, wenn der Organismus mit seiner Fähigkeit überfordert ist, einen Zustand höchster Anspannung selbst zu regulieren. Die Homöopathie setzt genau hier an: Sie hilft dem Organismus, seine Fähigkeit zur Selbstregulation zu verbessern, und diese findet im autonomen Nervensystem statt. Ein individuell ausgewähltes homöopathisches Mittel lindert die traumatischen Belastungen im Körper und stärkt nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Immunsystem.
Depressionen
Homöopathie wird bei Depressionen oft als ergänzende Behandlung in Betracht gezogen, wobei der Fokus auf einer ganzheitlichen und individuellen Auswahl von Mitteln liegt. In der homöopathischen Praxis werden Mittel basierend auf dem spezifischen emotionalen und körperlichen Zustand des Patienten ausgewählt.
In einigen Studien zeigten bis zu 58–93 % der Patienten nach einer homöopathischen Behandlung eine Verbesserung der Depressionswerte, wobei die Wirkung über 12 Monate anhielt. Klinischen Studien und systematischen Übersichtsarbeiten zeigten eine mittlere Effektstärke der homöopathischen Behandlung von Depressionen, wobei einige Studien Ergebnisse nahelegen, die mit Gesprächstherapien oder konventionellen Antidepressiva wie Fluoxetin vergleichbar sind.
Eine kürzlich durchgeführte Metaanalyse von 2025 mit 10 Studien (636 Teilnehmer) zeigte beispielsweise eine signifikante Verbesserung von Depressionen bei Frauen mit mittlerer Effektstärke. (Karaahmet et al., 2025) Eine randomisierte kontrollierte Studie ergab, dass Patienten, die von einem Homöopathen behandelt wurden, ebenfalls eine moderate Effektstärke nach 6 Monaten bzw. nach 12 Monaten aufwiesen. (Viksveen et al., 2017)
Vergleich mit Antidepressiva: Eine randomisierte, doppelblinde Studie (133 Patienten) deutete darauf hin, dass individualisierte Homöopathie bei der Behandlung von mittelschweren bis schweren Depressionen Fluoxetin (Antidepressivum) nicht unterlegen ist, mit Ansprechraten von 84,6 % für Homöopathie und 82,8 % für Fluoxetin. (Macías-Cortés et al., 2015)
Ängste
Homöopathie kann bei leichten bis mittelschweren Ängsten und Unruhe unterstützend wirken. In einem Fallbericht besserten sich die Angstzustände in einer Psychose um 55%. (Soto-Sánchez et al., 2024)
Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie zur generalisierten Angststörung kam zu dem Ergebnis, dass individualisierte Homöopathie kleine bis mittlere Effektstärken erzielte, mit signifikanten Reduktionen auf der Angstskala im Vergleich zu Placebo. (Parewa et al., 2021)
In zwei weiteren Studien mit 150 Teilnehmern besserten sich Ängste um 15-20% (Coppola et al., 2013), Depressionen um 15%. (Viksveen et al., 2017). In zwei Studien gab es mit homöopatischen Arzneimitteln vergleichbare Besserungen bei Ängsten wie mit Benzodiazepinen. (Agrawal et al. 2022 und Meerschaut et al. 2009)
Stress
In der Homöopathie wird Stress nicht als isoliertes Symptom, sondern als Ausdruck eines individuellen Ungleichgewichts betrachtet. Die Wahl eines Mittels basiert auf dem spezifischen emotionalen Zustand, der Persönlichkeit und den körperlichen Begleiterscheinungen des Betroffenen.
Eine Doppelblind-Studie untersuchte das homöopathische Kombinationspräparat dysto-loges® S bei Frauen unter akuter psychosozialer Belastung. Die Teilnehmerinnen der Verum-Gruppe zeigten im Vergleich zur Placebo-Gruppe einen signifikant niedrigeren Noradrenalinspiegel um 15% und eine verbesserte Schlafqualität. (Hellhammer, 2012)
Schlaf
Neuere Studien und Metaanalysen legen nahe, dass eine individualisierte homöopathische Behandlung im Vergleich zu Placebo einen mittleren bis großer positiver Effekt auf Schlaflosigkeit und Schlafqualität hat.
Eine aktuelle Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) aus dem Jahr 2025 kam kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Homöopathie einen großen und statistisch signifikanten positiven Effekt auf Schlafparameter hat. (Paracha et al., 2025)
Eine aktuelle Fallstudie von 2024 untersuchte den Fall eines jungen Mannes, bei dem anhaltende Schlaflosigkeit mit generalisierter Angststörung und schizophrener Störung diagnostiziert wurde. In diesem Fallbericht besserten sich die Schlafstörungen um 85% in 4 Monaten. (Soto-Sánchez et al., 2024)
Die Ergebnisse aus Studien und Metaanalysen zeigten signifikante Verbesserungen der Schlafeffizienz, der Gesamtschlafzeit und der Schweregrade der Schlaflosigkeit. Studien, in denen individuell angepasste homöopathische Mittel eingesetzt wurden, zeigten tendenziell bessere Ergebnisse als Studien, in denen ein einziges Mittel für alle Teilnehmer verwendet wurde.
Lebensqualität
Langzeitbeobachtungen (bis zu 24 Monate) in Deutschland und der Schweiz zeigten nach 12 Monaten moderate bis große Veränderungen in der Lebensqualität mit mittleren bis großen Effektstärken. (Champs et al., 2021)
Sicherheit
Im Vergleich zu verschreibungspflichtigen Medikamenten und Psychopharmaka besteht bei homöopathischen Mitteln kein Abhängigkeits- oder Suchtrisiko, sie verursachen keine Nebenwirkungen und keine Folgeerkrankungen. |
Wirkungsweise von Homöopathie
Homöopathie ist ein medizinisches System, das im Wesentlichen auf dem Ähnlichkeitsprinzip beruht: Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen Krankheitssymptome hervorrufen kann, kann als Arzneimittel zur Behandlung ähnlicher Symptommuster bei einem erkrankten Menschen verwendet werden. Man geht davon aus, dass homöopathische Arzneimittel beim Patienten eine selbstregulierende Heilreaktion auslösen.
Nach dem Grundsatz „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ wird eine Krankheit mit dem Mittel behandelt, das am gesunden Menschen ein „ähnliches Leiden“ hervorruft.
Das homöopathische Arzneimittel setzt dabei einen Reiz im Körper, der die Selbstheilungskräfte aktiviert. Eine Erkrankung wird mit einer kleinen Menge eines Naturstoffes behandelt, der am gesunden Menschen in größerer Dosis zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für eine bestimmte Erkrankung charakteristisch sind.
Bei Psychosen wird z.B. Hyosciamus niger angewand. In diesem Zusammenhang ist bekannt, dass Hyosciamus niger (Schwarzes Bilsenkraut) die Wirkstoffe Hyoscyamin und Scopolamin enthält. Hyoscyamin und Scopolamin haben starke psychotrope Effekte, einschließlich charakteristischer deliriumähnlicher Zustände mit Halluzinationen, Stimmungsschwankungen und kognitiven Defiziten bei gesunden Personen. Als homöopathisch stark verdünntes Mittel, hat es somit antipsychotische Eigenschaften, und kann bei psychotisch Erkrankten eine heilsame Wirkung haben.
Ein zweites Beispiel: Während eine starke Dosis Kaffee am Morgen die meisten Menschen sicherlich aufweckt, ist die homöopathische Anwendung des Mittels (in potenzierter Form) namens Coffea cruda genau das Gegenteil. Es kann einen ruhelosen Geist beruhigen, überschäumende Gedanken verlangsamen und zu einer erholsamen Nachtruhe verhelfen.
Hahnemann entdeckte auch, dass bei vielen Stoffen die Heilkraft erst durch eine Potenzierung freigesetzt wird, d.h. einer Verdünnung und gleichzeitigen Dynamisierung des Stoffes.
Als Weiterentwicklung der klassischen Einzelmittel-Therapie gilt die Komplexmittel-Homöopathie, die mehrere harmonisch aufeinander abgestimmte Substanzen zu einem Medikament vereint. Hier ergänzen sich die Einzelbestandteile in Bezug auf ein bestimmtes Krankheitsbild und ermöglichen eine ganzheitliche Therapie. So kann mit einem einzelnen Präparat eine Vielzahl von Symptomen behandelt werden.
In der Homöopathie werden Substanzen eingesetzt, die die körpereigenen Regulationssysteme sanft stimulieren und an den Ursachen ansetzen, anstatt nur Symptome zu behandeln. Die Balance des Körpers wird auf natürlichem Wege wiederhergestellt. So steht bei der Homöopathie eine ganzheitliche Behandlung von Körper, Seele und Geist im Vordergrund.
Homöopathie bei Trauma

Ein verdrängtes Kindheitstrauma, kann sich in Form einer Psychose ausdrücken - meist zu Beginn des Erwachsenenlebens - wenn der Mensch die Stärke und Reife entwickelt hat die traumatischen Erlebnisse der Kindheit zu verarbeiten. Eine Psychose ist sozusagen eine natürliche Reaktion der Psyche um belastende Ereignisse der Vergangenheit ins Bewusstsein zu bringen, sie wieder zu fühlen und aufarbeiten zu können.
Auch wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und Symptomen festgestellt, wobei Kindheitstraumata mit den schwersten Formen positiver Symptomatik im Erwachsenenalter verbunden sind, insbesondere Halluzinationen und affektive Symptome, wie Depressive Stimmung, Antriebsarmut, Verlust von Interesse und Freude, Konzentrations- und Denkstörungen, Störungen des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuldgefühle und Zukunftsängste. (3)
Wird es dem Organismus, wie oft bei einem Kindheitstrauma, nicht ermöglicht, das akute Geschehen zu verarbeiten, verschiebt sich die psychische Belastung in eine tiefere, chronische Schicht. Dementsprechend entwickeln sich Traumafolgestörungen, wenn ein Mensch seine Traumatisierung nicht verarbeiten kann. Wenn es nicht möglich ist, die Gefühle nach einem traumatischen Erlebnis auszudrücken, sondern sie unterdrückt werden müssen, entstehen psychische oder psychosomatische Symptome.
Die homöopathische Krankheitslehre geht davon aus, dass dann ein äußeres Symptom die tiefer liegende chronische Krankheit verdecken oder kompensieren kann. Die der Krankheit zugrunde liegende Ursache, nämlich ein oft unbewusstes Trauma, muss dann erkannt werden, um eine Heilung zu ermöglichen.
"In einer homöopathischen Behandlung findet die Durcharbeitung des Traumas sowohl auf der somatischen wie auch der psychischen Ebene statt, indem frühere mit dem Trauma verbundene Symptome wieder auftauchen und noch einmal durchlebt werden. Auf diese Weise wird das Trauma ganzheitlich verarbeitet. Das Trauma spielt in der Homöopathie eine zentrale Rolle, um die Krankheit des Patienten in ihrer Ursache zu verstehen und zu heilen." (1)
Im homöopathischen Verständnis der posttraumatischen Krankheitsentwicklung gilt also: Unterdrückt man den natürlichen Ausdruck der Lebenskraft, nämlich eine heftige körperliche oder emotionale Reaktion auf ein Trauma, verschiebt sich die Symptomatik auf eine tiefere, chronische Ebene. Die Entstehung von chronischen Krankheiten und von Traumafolgestörungen folgt einem ähnlichen Prinzip.
Ganz ähnlich verhält es sich mit der durch ein Trauma verursachten Symptomatik: Zuerst erscheint ein körperliches oder psychisches Symptom, dahinter steht aber die tiefere psychische Problematik eines Traumas. Wird ein solch äußeres Symptom geheilt, erscheint als Folge einer Unterdrückung im homöopathischen Sinn die eigentliche psychische Symptomatik, nämlich die emotionale Reaktion auf eine tiefer liegende psychische Verletzung.
Beispiel: Sexueller Missbrauch und somatische Traumafolgen
In der ersten psychotischen Episode liegt in 12-25% der Fälle ein sexueller Missbrauch vor. Die Folge eines solchen Traumas kann bei Frauen auf der körperlichen Ebene Dyspareunie (brennende oder krampfartige Schmerzen im Genitalbereich beim Geschlechtsverkehr), oder Vaginismus (Scheidenkrampf) sein.
Chronische psychosomatische Beschwerden im Genitalbereich oder Bauchraum können also auf eine sexuelle Traumatisierung hindeuten. Die Patientinnen können mit Angstattacken reagieren, wenn ihnen das Symptom durch eine erfolgreiche somatische Behandlung genommen wird.
Hier wirkt auch das Prinzip der Unterdrückung: Wenn die symbolhafte Bedeutung eines Körpersymptoms nicht in seinem traumatisch bedingten Kontext verstanden und rein symptomatisch behandelt wird, verschlimmert sich die psychische Symptomatik.
In der homöopathischen Krankheitslehre entspricht diese Dynamik der Entwicklung einer schweren Krankheitsentwicklung, wie der Ausbruch von Psychosen und eine schizophrene Erkrankung: Wenn ein äußerer Angriff auf den Organismus nicht adäquat durch eine Abwehrreaktion beantwortet werden kann, verschiebt sich die zuerst gesunde Reaktion auf eine krankhafte Ebene. (BUCHVORSTELLUNG | "Homöopathie bei sexuellen Störungen" von Maria Schäfgen)
Das homöopathische Prinzip der Krankheitsentwicklung
Das homöopathische Prinzip der Krankheitsentwicklung ist auch in der Trauma-Psychotherapie erkennbar, und dementsprechend wird therapiert:
"Die tiefer liegende Ursache der nach außen scheinenden Krankheit sollte erkannt werden, z. B. ein verdrängtes psychisches Trauma. Dann gilt es in der homöopathischen Behandlung, die äußeren Symptome mit dem inneren psychischen Geschehen durch die Wahl eines Arzneimittels, welches beides erfasst, zu verbinden. In der Traumatherapie wird versucht, den psychischen oder psychosomatischen Ausdruck eines traumatischen Erlebnisses zu verstehen und dem Bewusstsein zugänglich zu machen, damit das Trauma verarbeitet werden kann. " (1)
Heilung von Trauma
Sowohl in der homöopathischen Krankheitslehre wie in der Trauma-Psychotherapie verläuft die Krankheitsentwicklung von außen nach innen und die Heilung von innen nach außen: Dem Patienten wird von außen eine emotionale Verletzung zugefügt, die er psychisch nicht verarbeiten kann, wenn sie die eigenen Verarbeitungsmöglichkeiten der Lebenskraft überfordert.
Diese unverarbeitete Belastung zeigt sich dann entweder durch körperliche oder psychische Symptome, die aber nur der äußere Ausdruck einer inneren Dynamik sind. In der Psychotherapie wie in der Homöopathie gilt es, das Innen nach außen zu bringen: Bei der homöopathischen Behandlung erfolgt innere Heilung, wenn äußerlich Körpersymptome auftauchen und sich gleichzeitig die psychische Symptomatik bessert. Analog gilt bei einer Traumatherapie: Die zum Trauma gehörigen Erinnerungen und Gefühle können ausgedrückt werden, indem sie ins Bewusstsein rücken, also nach außen abgeführt werden, während gleichzeitig die Traumafolgestörungen abklingen. (1)
Die Trauma-Psychotherapie folgt also einem ähnlichen Prinzip, wie wir es aus der homöopathischen Krankheitslehre für die Entstehung von chronischen Krankheiten kennen: von außen nach innen. In umgekehrter Weise werden chronische Krankheiten wie auch Traumafolgestörungen geheilt, nämlich von innen nach außen.
Studien und Quellen siehe ausführlicher Artikel
1. Studien
Psychosen und Schizophrenie
1. Ziel einer aktuellen Übersicht von 2023 war es, den Einsatzbereich der
Homöopathie bei der Behandlung von Schizophrenie zu ermitteln. Nach Ausschluss wurden insgesamt 12 Artikel gefunden. Es wurden drei nicht vergleichende prospektive Studien, ein analytischer Bericht, eine Übersicht, eine retrospektive Analyse, zwei Fallserien und vier Fallberichte identifiziert. (4)
2. In einer klinischen Studie über paranoide Schizophrenie mit 30 Fällen besserten sich die Beschwerden nach 6 Monaten in 15 Fällen deutlich, in 8 Fällen mäßig, in 4 Fällen leicht und in 3 Fällen kam es zu keiner Besserung. Die Gesamtsymptome (BPRS-Analyse) vor und nach der Behandlung zeigten eine signifikante Reduktion der Punktzahl um 40%. (6)
3. Oberoi et al. untersuchten 170 Patienten mit Schizophrenie in einem Zeitraum von 12 Monaten. (5) Die Dosierung antipsychotischer Medikamente wurde bei 9 Patienten reduziert und bei 17 Patienten nach Ermessen des behandelnden Psychiaters abgesetzt. Die Studie spiegelt die positive Rolle homöopathischer Medikamente bei der Behandlung von Patienten mit Schizophrenie wider. Die Zustände vor und nach der Behandlung. (Zahlen gerundet) (5)
4. In einer anderen Studie wurden 50 Fälle von Schizophrenie beiderlei Geschlechts in vier Untergruppen aufgeteilt und mit Homöopathie behandelt. 2 von 3 Fällen einfacher Schizophrenie, 8 von 16 Fällen hebephrener Schizophrenie, 13 von 19 Fällen katatonischer Schizophrenie und 9 von 12 Fällen paranoider Schizophrenie zeigten eine Besserung. Als wirksame Arzneimittel erwiesen sich Sulphur, Natrum mur, Stramonium, Nux vomica und Hyoscyamus. (4)
5. Eine retrospektive Analyse wurde durchgeführt, um die Erfahrungen mit der homöopathischen Behandlung von psychiatrischen Patienten zu ermitteln. Die Ergebnisse: "Bei verschiedenen klinischen Zuständen wie ... Selbstmordversuchen, Angststörungen, depressiven Störungen, wurde eine ausgezeichnete Reaktion auf homöopathische Interventionen erzielt" (4)
Psychose und Ängste
6. Medikamente gegen Schlaflosigkeit und Angstzustände können Nebenwirkungen haben und bei bis zu 30 % der Patienten wirkungslos sein. Eine aktuelle Fallstudie von 2024 untersuchte den Fall eines jungen Mannes, bei dem anhaltende Schlaflosigkeit mit generalisierter Angststörung und schizophrener Störung diagnostiziert wurde. (15)
Zunächst nahm er Risperidon (Antipsychotikum), ein Benzodiazepin (Alprazolam), und ein Antidepressivum (Paroxetin) ein, die jedoch keine zufriedenstellende Wirkung zeigten. Er wurde mit individuell angepasster Homöopathie behandelt, die innerhalb von vier Monaten eine bemerkenswerte Verbesserung brachte. Dies zeigte sich in einer Abnahme der Einschlafschwierigkeiten und der Tagesmüdigkeit; außerdem nahmen Angstzustände und die damit verbundenen Symptome wie Reizbarkeit ab. Diese Verbesserung hält bis zu einem Jahr nach Beginn der Behandlung und trotz Absetzen aller Medikamente an.
"Ihm wurde Hyosciamus niger verschrieben , da es der äußersten Symptomschicht ähnelt: Angst und Psychose (seine jüngsten Diagnosen), deren wahrgenommene Ursache und Schlaflosigkeit (eine chronische Erkrankung, die jedoch durch die erstere modifiziert wird). Psychotische Symptome wurden aufgrund ihrer zeitlichen Verbindung mit Angst und ihrer Auslösung durch dasselbe Ereignis berücksichtigt" (15)
Depressionen
1. In einer systematischen Übersicht wurden 18 Studien zur Bewertung von Homöopathie bei Depressionen ermittelt. Zwei Studien kamen dabei zu dem Schluss, dass eine standardisierte Behandlung durch Homöopathen mit den Antidepressiva Fluoxetin und Fluvoxamin vergleichbar ist. Die von den Patienten berichteten Ergebnisse zeigten in 10 von 12 unkontrollierten Studien eine moderate Verbesserung.
Schlussfolgerungen der Autoren: "Begrenzte Beweise aus zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien legen nahe, dass Homöopathie bei Depressionen mit Antidepressiva vergleichbar und Placebos überlegen sein könnten. Patienten, die von Homöopathen behandelt wurden, berichten von einer Verbesserung ihrer Depression. Insgesamt ergeben die Beweise ein potenziell vielversprechendes Risiko-Nutzen-Verhältnis." (9)
2. Ziel der Studie war es, die Anwendung konventioneller Psychopharmaka bei 710 Patienten zu vergleichen, die sich wegen Angst- und Depressionsstörungen bei Allgemeinmedizinern in Behandlung begeben.
Schlussfolgerungen der Autoren: "Patienten mit Angst- und Depressionsstörungen, die sich an Hausärzte wandten, die ihnen Homöopathie verschreiben, gaben an, weniger Psychopharmaka zu verwenden und erlebten eine geringfügig höhere Wahrscheinlichkeit einer klinischen Besserung als Patienten mit konventioneller Behandlung." (8)
Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 2. Depressionen
Ängste
In einem Fallbericht besserten sich die Angstzustände in einer Psychose um 55%, bei zwei Studien mit 150 Teilnehmern besserten sich Ängste um 15-20%, Depressionen um 15%. In zwei Studien gab es mit homöopatischen Arzneimitteln vergleichbare Besserungen bei Ängsten wie mit Benzodiazepinen.
Vergleich: Midazolam (Benzodiazepin) und Aconite napellus (homöopathisches Mittel)
2. Ziel einer Studie war es, die angstlösende Wirkung von Midazolam und Aconite napellus bei Kindern während zahnärztlicher Behandlungen zu untersuchen.
Die Studie kommt zu dem Schluss: "Bei Kindern mit Verhaltensstörungen war die Einnahme eines homöopathischen Mittels zur Verringerung der Angst vor der Zahnbehandlung geringfügig erfolgreicher als die orale Gabe von Midazolam."(17)
Vergleich: Lorazepam (Benzodiazepin) mit Nervoheel N bei leichten Nervenstörungen
5. In einer offenen Kohortenstudie wurde die Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofile des homöopathischen Mittels Nervoheel N mit denen des Benzodiazepins Lorazepam bei 248 Patienten mit Schlaflosigkeit, Stress, Ängsten, Unruhe oder Burnout und ähnlichen nervösen Erkrankungen („leichte Nervenstörungen“) 4 Wochen verglichen. (18)
Ergebnis: Die Summe der Symptomwerte verbesserte sich mit Nervoheel N um 4,4 Punkte und mit Lorazepam um 4,2 Punkte. Bestimmte Variablen wie geistige Erschöpfung, Antriebslosigkeit tendierten zu einer schnelleren Verbesserung mit Nervoheel N und andere wie Ruhelosigkeit zu einer früheren Verbesserung mit Lorazepam.
Alle Unterschiede zwischen den Behandlungen lagen innerhalb von 10 % der maximalen Punktebereiche.
Schlussfolgerung: "Bei Patienten, die sich für eine homöopathische Behandlung zur kurzfristigen Linderung leichter Nervenstörungen entscheiden, sind die Wirkungen von Nervoheel N denen von Lorazepam nicht unterlegen." (18)
Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | HOMÖOPHATIE BEI SCHIZOPHRENIE: 3. Ängste
Stress

Ziel einer Studie war es, die stressdämpfende Wirkung des homöopathischen Kombinationsmittels dysto-Loges(®) S auf physiologische und psychologische Maßnahmen bei akutem Stress bei 40 Frauen zu untersuchen. Zusätzlich wurden die Auswirkungen der Substanz auf Schlaf und Lebensqualität untersucht.
Ergebnisse: Die mit dem homöopathischen Mittel behandelten Teilnehmer wiesen niedrigere stressbedingten Adrenalin und Norepinephrin-Werte auf. Zwei Wochen Behandlung mit der homöopathischen Substanz führten auch zu einer besseren Schlafqualität.
Schlussfolgerungen der Studie: "Diese Studie liefert erste Belege für die positiven Auswirkungen von dysto-loges S auf die Schlafqualität. Eine Verbesserung der Schlafqualität war positiv mit einer normalisierten neuroendokrinen Stressreaktion bei akutem Stress verbunden, während bei Teilnehmern mit Schlafstörungen eine veränderte hormonelle Reaktion beobachtet wurde. " (10)
Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 4. Stress und stressbedingte Psychosen
Schlafstörungen
1. In einer Studie wurde die Anwendung konventioneller Psychopharmaka bei Schlafstörungen bei 346 Patienten verglichen.
Schlussfolgerungen der Autoren: "Patienten mit Schlafstörungen, die sich für die Konsultation eines Hausarztes mit homöopathischer Ausbildung entschieden, nahmen weniger Psychopharmaka ein und zeigten eine ähnliche Entwicklung ihres Zustands wie Patienten, die mit konventioneller medizinischer Behandlung behandelt wurden. Dieses Ergebnis kann sich in einem Nettovorteil durch die Verringerung von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Psychopharmaka niederschlagen." (11)
2. Eine placebokontrollierte 4-wöchige Pilotstudie mit 46 Männern sollte die Wirkung eines homöopathischen Komplexes auf Schlaflosigkeit (psychophysiologische Insomnie (PI) ) bestimmen. Ergebnisse: Die Versuchsgruppe zeigte im Verlauf der 4-wöchigen Studie eine statistisch signifikante Verbesserung der Erregung vor dem Schlafengehen sowie der Einschlafverzögerung.
Schlussfolgerung der Autoren: "Die Ergebnisse legen nahe, dass die tägliche Anwendung des homöopathischen Komplexes über einen Zeitraum von 4 Wochen einen Einfluss auf die physiologische und kognitive Erregung vor dem Schlafengehen sowie auf die Einschlafverzögerung bei PI-Patienten hat." (12)
Ausführlicher Artikel siehe: SERIE | Homöopathie bei Schizophrenie: 5. Schlafstörungen
2. Anwendung
In Deutschland tragen mehr als 7.000 Ärzte die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ und 4000 Heilpraktiker sind auch Homöopathen.
Homöopathie ist ein geschützter Begriff, der erst nach einer einheitlichen berufsbegleitenden Ausbildung und Prüfung durch die Landesärztekammern ausgestellt wird und garantiert, dass ein Arzt über ausreichend theoretisches und praktisches Wissen verfügt, um die homöopathische Behandlung aufzunehmen.
Voraussetzung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ ist ein abgeschlossenes Medizinstudium und die Anerkennung als Facharzt.
Es typischerweise ein zweistündiges Erstgespräch zwischen Arzt oder klassischen Homöopathen und Patient, die sogenannte Anamnese. Ein klassischer Homöopath (Heilpraktiker) ist bei Schizophrenie einem Arzt und Schulmediziner vorzuziehen, da dieser über eine bessere und vertieftere Ausbildung verfügt. Ärzte haben meist nur eine oberflächliche Zusatzausbildung erhalten.
3. Selbststudium, Konsultation und Mitteleinkauf
Bei der klinischen Homöopathie werden ein oder mehrere homöopathische Arzneimittel für standardmäßige Erkrankungen ausgewählt. Hier kann im Eigenstudium, wie einer Google-Recherche oder Bücher, ein passendes Mittel gefunden werden.
Bei der individualisierten Homöopathie (s.o.) wird ein einzelnes homöopathisches Arzneimittel auf der Grundlage des „Gesamtsymptombildes“ eines Patienten von einem ausgebildeten Homöopathen ausgewählt.
Hier gibt es typischerweise ein langes Gespräch zwischen Homöopath oder Arzt und Patient, die sogenannte Anamnese. Dies ist die wirksamste Form der Homöopathie. Die Kosten für ein Erstgespräch liegen zwischen 150 -200€. Eine Folgekonsultation kostet 30-60€, die alle 2-3 Monate erfolgt. Die Kosten für ein homöopathisches Mittel betragen zwischen 5 und 15 €. Dieses kann über einige Monate eingenommen werden.
Studien und Quellen
(1) Evidence-Based Human Homeopathy and Veterinary Homeopathy. Comment on Bergh et al. A Systematic Review of Complementary and Alternative Veterinary Medicine: “Miscellaneous Therapies”. Petra Weiermayer, Michael Frass, Thomas Peinbauer, Liesbeth Ellinger, and Edward De Beukelaer, 2022
(2) Efficacy of homoeopathic treatment: Systematic review of meta-analyses of randomised placebo-controlled homoeopathy trials for any indication
H. J. Hamre, A. Glockmann, K. von Ammon, D. S. Riley, and H. Kiene
(3) Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Robert T Mathie, Suzanne M Lloyd, Lynn A Legg, Jürgen Clausen, Sian Moss, Jonathan RT Davidson, and Ian Ford, 2014
(4) A Scoping review on the utility of homoeopathy in the management of Schizophrenia. Sreeja Kudukayil Radhakrishnan Nair Kudukayil, 2023
(5) Homoeopathic management of Schizophrenia: A prospective, non-comparative, open-label observational study. Oberai P, Gopinadhan S, Sharma A, Nayak C, Gautam K. , 2016
(6) A clinical study on paranoid schizophrenia and its homoeopathic management. Jayakumar M, Lalitha KS. , 2019
(7) Depressed patients treated by homeopaths: a randomised controlled trial using the "cohort multiple randomised controlled trial" (cmRCT) design
Petter Viksveen, Clare Relton, Jon Nicholl, 2017
(8) Homeopathic medical practice for anxiety and depression in primary care: the EPI3 cohort study. Lamiae Grimaldi-Bensouda, Lucien Abenhaim, Jacques Massol, Didier Guillemot, Bernard Avouac, Gerard Duru , France Lert , Anne-Marie Magnier, Michel Rossignol, Frederic Rouillon, Bernard Begaud, 2016
(9) Homeopathy in the treatment of depression: a systematic review
Author links open overlay panel. Petter Viksveen a, Philippa Fibert, Clare Relton, 2018
(10) Effects of a homeopathic combination remedy on the acute stress response, well-being, and sleep: a double-blind, randomized clinical trial
Juliane Hellhammer, Melanie Schubert, 2012
(11) Utilization of psychotropic drugs by patients consulting for sleeping disorders in homeopathic and conventional primary care settings: the EPI3 cohort study. Lamiae Grimaldi-Bensouda , Lucien Abenhaim, Jacques Massol, Didier Guillemot, Bernard Avouac, Gerard Duru, France Lert, Anne-Marie Magnier, Michel Rossignol, Frederic Rouillon, Bernard Begaud; EPI3-LA-SER Group, 2015
(12) The effect of a homeopathic complex on psychophysiological onset insomnia in males: a randomized pilot study. Caroline Christel Harrison, Elizabeth Margaret Solomon, Janice Pellow, 2013

