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ERKRANKUNG UND GESUNDUNG | Schlafstörungen - Verschlechterung von Symptomen und Risikofaktor für Psychosen? Was hilft?

  • Science
  • 1. November 2025 um 06:20
  • 1.392 Mal gelesen

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ERKRANKUNG UND GESUNDUNG |

Schlafstörungen - Verschlechterung von Symptomen und Risikofaktor für Psychosen? Was hilft?


Kurzfassung

| Schlafstörungen sind ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom, das die Lebensqualität und das Wohlbefinden von schizophren Erkrankten drastisch beeinträchtigen kann. Studien kommen zu dem Ergebnis, das es wichtig ist, das Bewusstsein für Schlafstörungen bei Schizophrenie-Patienten zu schärfen und die Behandlung dieser Störungen zu verbessern, was wiederum die Lebensqualität erheblich verbessern könnte. (1) (2)

Schlafstörungen kommen bei 50% der Menschen mit Schizophrenie vor. Zu den Symptomen von Schlaflosigkeit gehören stark unregelmäßige Schlaf- und Wachmuster, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, nächtliche Aktivität und übermäßige Beeinträchtigung am Tage.

Bei schizophren Erkrankten können Schlafstörungen einen erheblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. In den letzten zehn Jahren haben mehrere Studien darauf hingewiesen, dass Schlafstörungen auch mit dem Übergang zur Psychose und der Verschlimmerung psychotischer Symptome verbunden sein können. (2) Mehrere Studien zeigen, dass Schlafstörungen mit einer höheren Schwere sowohl der positiven als auch der negativen Symptome sowie einer schlechteren Funktionsfähigkeit bei Schizophrenie-Patienten zusammen hängen. Menschen mit Psychose und Schlaf-Wach-Problemen weisen auch häufiger kognitive Beeinträchtigungen, Depressionen, Angstzustände, verringerte Bewältigungsfähigkeiten, Funktionsstörungen am Tag und ein erhöhtes Suizidrisiko auf. (2)

Aus einer aktuellen Studie ist zu entnehmen: "Veränderter Schlaf geht einer psychotischen Episode bei einer frühen Psychose oft voraus, und Schlafstörungen tragen dazu bei, den Übergang zur Psychose bei Personen mit klinisch hohem Psychoserisiko vorherzusagen. Schlafstörungen treten also nicht nur zusammen mit psychotischen Symptomen auf, sondern sind auch an der Entwicklung, Manifestation und Wiederkehr einer Psychose beteiligt." (3)

Daher empfiehlt eine große Anzahl von Forschungsarbeiten, Schlafstörungen gemäß den Empfehlungen der Behandlungsleitlinien zu screenen, zu überwachen und zu behandeln. Studien haben gezeigt, dass Interventionen, die auf Schlaflosigkeit abzielen, auch zu Verbesserungen der Schwere der psychotischen Symptome, der Lebensqualität und der funktionellen Ergebnisse führen können.

Die Autoren einer aktuelle Metaanlyse mit 21 Studien und 5135 Patienten schlussfolgern: "Dies deutet darauf hin, dass Schlafstörungen nicht nur während des gesamten Verlaufs einer Psychose vorhanden sind, also auch vor dem Auftreten einer psychotischen Episode und in jedem Psychosestadium durchgängig häufig auftreten und somit ein kritisches Problem darstellen, das bei diesen Personen angegangen werden sollte. " (3) |


Wirkungsmechanismen bei Psychosen mit Schlaflosigkeit
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Mehrere Tierstudien weisen darauf hin, dass Schlafentzug zu dopaminbedingter Wachheit und einem daraus resultierenden hyperdopaminergen Zustand führt, der sich in Paranoia und halluzinogenem Verhalten äußert. (1)

Es wird daher vermutet, dass Schlaflosigkeit eine Funktionsstörung der Dopamin-D2-Rezeptoren zugrunde liegt. Insbesondere die Überaktivität der D2-Rezeptoren im Striatum wird mit den positiven Symptomen der Schizophrenie in Verbindung gebracht und kann auch zu erhöhter Wachheit führen, was schließlich zu Schlaflosigkeit führt.

Schlafentzug erhöht auch das Psychoserisiko, da er die synaptische Übertragung beeinträchtigt. Acetylcholin, das sowohl am Schlaf als auch an Halluzinationen beteiligt ist, gilt als Schlüsselfaktor. Es wird vermutet, dass Schlafentzug durch cholinerge Erschöpfung zu Halluzinationen und der Entwicklung einer Psychose führen kann. (1) (2)

Immer mehr Hinweise legen nahe , dass auch strukturelle Hirnanomalien und neuronale Entwicklungsänderungen in den Frühstadien einer Psychose zu Schlafstörungen und anschließenden psychotischen Symptomen führen können.

Es hat sich gezeigt, dass der Thalamus , eine Hirnregion, die sowohl an der Schlafregulierung als auch an Psychosen beteiligt ist, bei psychotischen Störungen früh einen Volumenverlust aufweist, der sich im weiteren Krankheitsverlauf verschlimmert. Eine Studie mit Personen mit sehr hohem Psychoserisiko ergab, dass diese beidseitig ein verringertes Thalamusvolumen und eine schlechtere Schlafqualität aufwiesen. (1)

Antipsychotika sind neurotoxisch und zerstören Gehirnzellen, was diese Problematik weiter verschärft.

Studien

Mehrere Studien berichten, dass Patienten mit Schlafstörungen häufiger unter schwerer Paranoia, Halluzinationen, kognitiver Desorganisation, Depression und Angst litten. Die Lebensqualität war bei Patienten mit Psychose und Schlafstörungen gering.

1. In einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2016 versuchten Davies et al., die verfügbaren Daten zum Thema Schlaf bei frühen Psychosen zusammenzufassen und auszuwerten. Insgesamt wurden 21 Artikel in diese Übersichtsarbeit aufgenommen. Die Autoren stellten fest, dass selbstberichtete Schlafstörungen bei frühen Psychosen häufig sind und mit dem Suizidrisiko verbunden sein können. Auch Veränderungen der Schlafarchitektur wurden häufig beobachtet und mit der Schwere der Symptome und neurokognitiven Defiziten in Verbindung gebracht. (2)

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2. Reeve et al. untersuchten 60 Patienten mit früher Psychose auf klinische Schlafstörungen z. B. Schlaflosigkeit, Albtraumstörung und Schlafapnoe. Basierend auf dieser Beurteilung berichteten 80 % der Patienten über mindestens eine Schlafstörung, wobei die häufigsten Diagnosen Schlaflosigkeit (50 %) und Albtraumstörung (48 %) waren. Die meisten Störungen wurden hinsichtlich Chronizität, Häufigkeit und Leiden bzw. Beeinträchtigung als schwerwiegend eingestuft. (2)

Ergebnisse: Zahlreiche Forschungsarbeiten stützen die Annahme, dass Schlafstörungen einer der vielversprechendsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Psychosen sind, die häufig bei Personen mit hohem klinischem Risiko beobachtet wurden. Es gibt auch Belege dafür, dass Schlafstörungen bereits in den frühesten Stadien der Krankheit auftreten, sogar in der Phase vor der Diagnose. Nicht-pharmakologische Behandlungen sind bei Schlafstörungen bei Personen mit einem erhöhten psychischen Risiko von entscheidender Bedeutung.


1. Die Behandlung von Schlafstörungen

Eine aktuelle Meta-Analyse von 2023 mit dem Titel "Auswirkungen verschiedener Interventionen auf Schlaflosigkeit bei Erwachsenen" vergleicht die Wirksamkeit verschiedener Behandlungen aus 122 randomisierte kontrollierte Studien und bringt diese in eine Reihenfolge mit dem Ergebnis: "Für die Schlaf-Werte (PSQI) stellten wir fest, dass die Reihenfolge der Interventionsmaßnahmen nach Wirkung wie folgt lautete:

  1. Elektroakupunktur
  2. Akupunktur
  3. Magnetstimulation
  4. ätherische Öle
  5. pflanzliche Medikamente
  6. Psychopharmaka
  7. Tai Chi und Qi Gong
  8. Musik
  9. Nahrungsergänzungsmittel
  10. kognitive Verhaltenstherapie gegen Schlaflosigkeit (CBT) und
  11. Bewegung." (4)


Trotz besserer Ergebnisse ätherischer Öle und pflanzlicher Medikamente werden Psychopharmaka, wie Benzodiazepine und Antipsychotika bei Schlafstörungen am häufigsten eingesetzten mit erheblichen Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen, wie Abhängigkeit, sexuelle Dysfunktion, Gedächtnisverlust und erhöhte Sterblichkeit.

"Diese Nebenwirkungen wurden in 45 % der Studien reduziert, in denen pflanzliche Arzneimittel für die gleichen Indikationen eingesetzt wurden." (5) Die wirksame Behandlung von Schlafstörungen ist entscheidend für die Verbesserung der Gesamtprognose und die Verringerung des Rückfallrisikos. Hier ein Übersichtsartikel über die stärksten Heilpflanzen bei Schlafstörungen und eine Rezeptur und Einkaufstipps.


2. Schlechte Schlafqualität in allen Phasen einer Psychose

Schizophrenia and Sleep | Promises Behavioral Health

Die Ergebnisse von Studien legen nahe, dass Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten erstmals bei voll ausgeprägter Psychose auftreten und dann im Verlauf der schizophrenen Erkrankung relativ stabil bleiben.

Die Selbstberichte von Schizophrenie-Patienten zeigen eine schlechtere Schlafqualität in jedem Stadium. Abgesehen davon, dass Schlafstörungen häufig auftreten, ist die Intensität der wahrgenommenen Schlafnot im Verlauf einer Psychose stärker ausgeprägt.

Eine plausible Interpretation dieser Ergebnisse ist, dass Personen im Frühverlauf einer Psychose erheblichen Schlafverlust und insgesamt flacheren Schlaf erfahren. Schlafstörungen haben dann einen Einfluss auf die Entwicklung psychotischer Symptome, bei der psychotische Erlebnisse den Schlaf verschlechtern und schlechter Schlaf wiederum die psychotischen Symptome verschlimmern. (2) Insbesondere führt eine schlechtere Schlafqualität zu stärkeren Positiv- und Negativsymptomen und trägt dazu bei, den Übergang zur Psychose vorherzusagen.

Zusammengenommen zeigen diese Erkenntnisse, dass Schlafbeschwerden im gesamten Verlauf einer Psychose berücksichtigt werden müssen, selbst im Risikostadium vor einer Psychose. Daher wäre es wichtig, dass schizophren Erkrankte, Hausärzte und psychiatrische Fachkräfte systematisch auf Schlafstörungen achten und Schlafhygienepraktiken fördern. Z. B. Verzicht auf Koffein, Nikotin und Alkohol vor dem Schlafengehen, Vermeidung von Nickerchen und regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten sowie Tageslichteinfall.

3. Schlafstörungen und Symptome

What It's Like to Be So Sleep Deprived That You Have Hallucinations | SELF

Insbesondere Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie eine beeinträchtigte Schlafqualität und -tiefe werden mit einer Verschlechterung psychotischer Erlebnisse in Verbindung gebracht.

Das Vorhandensein von mindestens einer Schlafstörung war mit verstärkten Symptomen verbunden, wie etwa verstärkter Paranoia, Halluzinationen und desorganisiertem Denken. Besonders Schlaflosigkeit steht in Verbindung mit einem erhöhten Suizidrisiko bei Schizophrenie-Patienten. (1)


4. Schlafstörungen und erhöhtes Risiko einer Psychose ?

Eine Verbindung zwischen psychotischem Anfall und Schlafstörungen besteht in der Prodromalphase, auch „extrem risikobehafteter“ oder „gefährdeter psychischer Zustand“ genannt, die der ersten Psychose vorausgeht und aus verringerter Aufmerksamkeit und Motivation, depressiven Gefühlen, Angst, sozialem Rückzug, Argwohn und vor allem Schlafstörungen besteht. (1)

In einer Studie mit Jugendlichen mit extrem hohem Psychoserisiko zeigten diejenigen, die eine schlechtere Schlafqualität hatten, was durch eine längere Wachzeit nach dem Einschlafen, mehr Bewegungen während des Schlafs und eine verringerte Schlafeffizienz festgestellt wurde, nach 12 Monaten eine Verschlechterung der positiven Symptome. Schlaflosigkeit gilt als Vorbote einer drohenden Psychose. (2)


5. Schlafstörungen führen zu schlechterer Lebensqualität

Patienten mit Schizophrenie und gleichzeitig auftretenden Schlafstörungen haben tendenziell eine schlechtere Lebensqualität. Diese wird normalerweise durch die Beurteilung von vier Bereichen ermittelt: körperliche Gesundheit, psychisches Wohlbefinden, soziale Beziehungen und Umweltfaktoren.

Eine Studie mit 255 chronisch stabilen Schizophreniepatienten hat ergeben, dass 36 % von ihnen mindestens eine Art von Schlaflosigkeit hatten und dass diese Patienten in allen vier Bereichen eine deutlich schlechtere Lebensqualität hatten.

Schizophreniepatienten mit Schlafstörungen berichten auch von einer deutlich geringeren Lebenszufriedenheit im Vergleich zu Patienten ohne Schlafstörungen. Das Vorhandensein von Schlaflosigkeit und Albträumen bei diesen Patienten wurde auch mit einem erhöhten Risiko für Selbstmordversuche in Verbindung gebracht. (1) (2)


6. Behandlung von Schlafstörungen

Sowohl pharmakologische als auch nicht-pharmakologische Ansätze können genutzt werden, um den Schlaf positiv zu beeinflussen und so möglicherweise den Beginn oder die Verschlimmerung einer Psychose zu mildern.

Die Optimierung der Schlafqualität erweist sich als veränderbares Ziel, das durch medizinische Strategien und Strategien zur Lebensstiländerung dazu beitragen kann, die Anfälligkeit für psychotische Erfahrungen zu reduzieren.

Grundlegende Praktiken der Schlafhygiene wie die Vermeidung von Koffein- oder Alkoholkonsum, die Nutzung des Schlafzimmers ausschließlich zum Schlafen, die Einhaltung gleichbleibender Schlaf- und Wachzeiten und die Vermeidung von Nickerchen am Tag haben sich bei Menschen mit Psychosen als hilfreich erwiesen. (1)

Eine Verbesserung der Schlafhygiene ist besonders wirksam, wenn sie mit Geräten für den Privatgebrauch wie Fitbit kombiniert wird. Solche Geräte verfolgen nicht nur Schlafmuster und körperliche Aktivität, sondern fördern auch positive Verhaltensanpassungen.

Behandlung mit Psychopharmaka
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Es gibt mehrere pharmakologische Strategien zur Behandlung von Schlafstörungen bei Psychosen. Die am häufigsten eingesetzten Medikamente sind Benzodiazepine und Antipsychotika.

1. Benzodiazepine

Benzodiazepine können zur kurzfristigen Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden; eine langfristige Behandlung von Patienten mit Schizophrenie wird jedoch mit Aufmerksamkeitsstörungen und einem verringerten Arbeitsgedächtnis in Verbindung gebracht.

Im Jahr 2019 untersuchten Robertson et al. die aktuellen therapeutischen Optionen zur Behandlung Schlaflosigkeit bei Schizophrenie. Ergebnis: "Benzodiazepine verkürzen die Einschlafzeit und verlängern die Gesamtschlafzeit bei raschem Wirkungseintritt. Sie sollten bei Patienten mit Psychosen mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da sie mit einer signifikanten Erhöhung der Sterblichkeit in Verbindung gebracht wurden und ihre langfristige Verabreichung zu Aufmerksamkeitsstörungen und einer Verringerung des Arbeitsgedächtnisses führen kann." (2)


2. Antipsychotika

Antipsychotika wirken zwar beruhigend und erhöhen die Schlafmenge der Patienten, die Schlafqualität verbessert sich jedoch nicht. (1)

Obwohl die empirischen Belege für die schlaffördernde Wirkung von Antipsychotika und Sedativa gemischt bleiben, empfiehlt die überwiegende Mehrheit der Autoren den Einsatz von Antipsychotika nur zur Behandlung akuter psychotischer Phasen. (2)

"Waters und Mitarbeiter untersuchten den Zusammenhang zwischen der Anzahl gleichzeitig eingenommener Antipsychotika und der Schlafqualität bei psychiatrischen Patienten. Höhere Dosen von Antipsychotika waren mit besserem Schlaf verbunden, obwohl sie nur einen relativ geringen Effekt auf die verbesserte Schlafqualität hatten. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Verwendung von Antipsychotika mit sedierenden Eigenschaften als Behandlungsoption für Schlafstörungen nur begrenzt wirksam ist und dass diese Medikamente kein Ersatz für andere Interventionen sind." (2)

"Gewichtszunahme ist eine häufige Nebenwirkung bei langfristiger antipsychotischer Behandlung und wurde mit Schlafapnoe ! bei Schizophrenie in Verbindung gebracht." (2)

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist eine ernst zu nehmende schlafbezogene Atemstörung, bei der es während des Schlafs wiederholt zur Verringerung oder dem kompletten Aussetzen der Atmung durch eine Verengung des Rachenraums kommt.

Ein abruptes Absetzen von Antipsychotika führt zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Schlafqualität. Bei Personen, die vor dem Absetzen an Schlaflosigkeit leiden, ist die Schwere der Schlaflosigkeit stark mit der Schwere der psychotischen Symptome nach dem Absetzen verbunden.

Die negativen Ergebnisse bei der Behandlung legen nahe, dass Schizophreniepatienten mit Schlafstörungen nach dem Absetzen von Antipsychotika einem höheren Risiko ausgesetzt sind, schwerere psychotische Symptome zu entwickeln, als Patienten ohne vorherige Schlafstörungen, und dass sie von einer Behandlung der Schlaflosigkeit mit alternativen Wirkstoffen profitieren könnten. (2)


HORMNONE BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

Orthomolekularmedizin – Melatonin & Co. für erholsamen Schlaf

Melatonin ist ein Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert und schlaffördernd wirkt. Es ist ein natürliches körpereigenes Hormon, das auch in der Natur weit verbreitet vorkommt, unter anderem in Nahrungsmitteln wie Hafer. Es erfüllt eine Anzahl von Funktionen, die inbesondere bei Schizophrenie wichtig sind.

Die begleitende Gabe von Melatonin hat bei Schlafstörungen in der Allgemeinbevölkerung einen therapeutischen Nutzen gezeigt. Es zeigten sich Besserungen in jungen Jahren (15-30%) und größere Besserungen ab 55 Jahren (50%). Um Schlafstörungen bei Patienten mit Schizophrenie zu behandeln, wurde in verschiedenen Studien ebenfalls die Gabe von Melatonin untersucht ... mehr erfahren


HEILPFLANZEN BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

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Schlafstörungen sind ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom, das die Lebensqualität und das Wohlbefinden von schizophren Erkrankten drastisch beeinträchtigen kann.

Studien kommen daher zu dem Ergebnis, das es wichtig ist, das Bewusstsein für Schlafstörungen bei Schizophrenie-Patienten zu schärfen und die Behandlung dieser Störungen zu verbessern, was wiederum die Lebensqualität erheblich verbessern könnte. Die wichtigsten Heilpflanzen bei Schlafstörungen ... weiterlesen


AMINOSÄUREN BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

Ergebnisse klinischer Studien stützen die Annahme, dass eine Aminosäureergänzung bei der Behandlung von psychischen Störungen, einschließlich Schlafstörungen häufig hilfreich ist.

Auch wenn Aminosäuren mit Vitaminen auf Rang 9 nach ätherischen Ölen (Rang 4), pflanzlichen Medikamenten (Rang 5) und Psychopharmaka (Rang 6) eine schwächere Wirksamkeit von 10-20% haben, so sind sie eine wichtige Ergänzung, welche in der Summe der Wirkstoffe den Besserungseffekt verstärken können ... mehr erfahren


PSYCHOBIOTIKA BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

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Von der Darmmikrobiota produzierten Stoffe wie gesunde Fettsäuren, GABA, Serotonin, Melatonin und Tryptophan spielen eine entscheidende Rolle bei der Schlafregulierung.

Psychobiotika haben einen signifikanten positiven Effekt auf die Schlafqualität von Erwachsenen mit Schlafstörungen ... mehr erfahren


HOMÖOPATHIE BEI SCHLAFSTÖRUNGEN

Homöopathie und Co. – „Haben Sie auch Globuli?“ - Deutsche ...

Es gibt einzelne randomisierte, placebokontrollierte Studien, die eine signifikante Verbesserung der Schlafeffizienz und Gesamtschlafzeit unter homöopathischer Behandlung im Vergleich zu Placebo feststellten.

Homöopathische Mittel wie WALA Passiflora comp. , WALA Avena comp. oder Similasan Globuli können bei Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität helfen. Eine gezielte homöopathische Behandlung basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung der Person und der individuellen Symptome, weshalb die Wahl des Mittels nach einer ausführlichen Anamnese erfolgt ... mehr erfahren



Studien und Quellen

(1) Sleep disruptions and the pathway to psychosis: An in‐depth case and literature review. Jeffrey Kim, Sakshi Prasad, Nikhita Suzanne Roshan, Bushra Farah Hasan, Gurtej Gill, and Sasidhar Gunturu, 2024

(2) Sleep Disturbances in At-Risk Mental States and First Episode of Psychosis: A Narrative Review on Interventions. Lorena Marin, Armand Guàrdia,Alexandre González-Rodríguez, José Haba-Rubio, Mentxu Natividad, Elena Bosch, Noelia Domínguez, and José Antonio Monreal, 2023

(3) Sleep Abnormalities in Different Clinical Stages of Psychosis. A Systematic Review and Meta-analysis. Joëlle Bagautdinova, MSc, Ahmad Mayeli, PhD, James D. Wilson, PhD, Francesco L. Donati, MD, Rebekah M. Colacot, Nicholas Meyer, MD, PhD, Paolo Fusar-Poli, MD, PhD, and Fabio Ferrarelli, MD, PhD, 2023

(4) Effects of different interventions on insomnia in adults: Systematic review and network meta-analysis. Shuwen Wang, Yueyan Lan , Zixiu Liu , Shuang Xu, Xiaomei Wu , 2023

(5) Medicinal Plants Used for Anxiety, Depression, or Stress Treatment: An Update. Maša Kenda, Nina Kocevar Glavac, Milan Nagy, and Marija Sollner Dolenc , 2022

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