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ROAD TO RECOVERY | Therapien und Heilmethoden bei Schizophrenie:
17. Positives Denken
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf, LQ = Lebensqualität
I. Die Körper-Ebene
Unser physischer Körper ist die materielle Ebene des Menschen. Er besitzt eine anatomische Gestalt, die aus Zellen zusammengesetzt ist und durch eine Vielzahl von biochemischen Stoffwechselprozessen gesteuert wird. Körper und Geist sind mit einander verbunden.
Therapien und Heilmethoden:
1. Arbeit und Beschäftigung
2. Sport
3. Ernährung und Nahrungsergänzung
4. Naturheilkunde
5. Orthomolekulare Medizin
6. Konventionelle Medizin
A. Antipsychotika
B. Antidepressiva
II. Die Energie-Ebene
Auf der 2. Ebene befindet sich der Energiekörper. Er wird vor allem durch unsere Nerven und Energieleitbahnen, den Meridianen gebildet. Die Meridiane sind Energieverbindungen zu unseren Organen, Körperfunktionen und zur Psyche. Auch unser Antrieb und unsere Energie wird dieser Ebene zugeordnet. Die Therapien der Energie-Ebene haben direkten Einfluss auf die Symptome von Psychosen, Schizophrenie und Depression.
Therapien und Heilmethoden:
7. Berührung und Massage
8. Atemtherapie
9. Yoga
10. Akupunktur
11. Qi Gong
12. Tai Chi
13. Naturerleben
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.
Therapien und Heilmethoden:
14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
IV. Die intuitive Ebene
Die intuitive Ebene ist der Bereich des Träumens, der Intuition, der Kunst und Kreativität. Es sind Erfahrungen, die mit veränderten Bewusstseinszuständen jenseits des gewöhnlichen „normalen“ Wachbewusstseins einhergehen, insbesondere Zustände wie Trance, Ekstase, spirituelle Erlebnisse und Grenzerfahrungen. Auf dieser Ebene wirkt der Einfluss von Lernerfahrungen aus dem Familiensystem und von traumatischen Ereignissen.
Therapien und Heilmethoden:
20. Maltherapie
21. Musiktherapie
22. Tanztherapie
23. Theatertherapie
24. Systemische Therapie
V. Die Geist-Ebene
Die 5. Ebene beschreibt den geistigen Aspekt eines Menschen. Es ist das Feld von innewohnender Weisheit und Zufriedenheit, des natürlichen Mitgefühls und Liebe zu uns und anderen. Da dieses Feld alles durchdringt, ist es die Ebene, die letztendlich zur Heilung führen kann, vorausgesetzt, wir kümmern uns um die Harmonisierung der anderen Ebenen. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, braucht es Zeit und Raum – für das Alleinsein und die Meditation.
Therapien und Heilmethoden:
III. Die Mental-Ebene
Der Mentalkörper ist eine Struktur, in die alle Lernerfahrungen im Leben eingehen. Zu diesem Feld gehören Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Glaubenssätze. Hier handelt es sich um eine bewusste und unbewusste Ebene, in der u.a. auch das Gedächtnis gespeichert ist.

14. Psychosoziale Interventionen
15. Psychotherapien
16. Positive Psychologie
17. Positives Denken
18. Positive Affirmationen
19. Homöopathie
Zitat„Alles was wir jetzt sind, ist das Resultat unserer Gedanken. Beherrsche deinen Geist oder er wird dich beherrschen.“ Buddha
| Kurzfassung |
| Menschen mit Schizophrenie leiden unter enormen psychischen Belastungen, wie psychotische Symptome, Freudlosigkeit, Isolation und Einsamkeit, kognitive Störungen, Motivationsverlust, Depressionen und Angstzuständen und werden durch die Behandlung mit Psychopharmaka und deren Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen weiter geschwächt.
Dies verringert massiv das Glücksgefühl und die Lebensqualität. Die Beschäftigungsquote bei Schizophrenie liegt bei 20 %, wobei nur 10% einer Vollbeschäftigung nachgehen. Studien zufolge leben nur schätzungsweise 30-40 % der Betroffenen in einer festen Partnerschaft im Vergleich zu 60 % in der Allgemeinbevölkerung. Ein geringes Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind vorherrschend sowie eine pessimistische Lebenseinstellung. 30% der schizophren Erkrankten unternehmen einen Suizid-Versuch.
Ein Training im positiven Denken ist eine Möglichkeit, die psychische Gesundheit zu verbessern. Eine negative Lebenseinstellung ist ein wesentlicher Faktor für Depressionen und Angstzustände. Positives Denken verringert Ängste und steigert das Glücksgefühl und das psychische Wohlbefinden der Betroffenen, indem es positive Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen verstärkt und die Grundbedürfnisse wie Liebe, Zugehörigkeit und Kommunikation anspricht.
Dabei kommt es nicht auf angeborene Charaktereigenschaften an, denn positives Denken ist erlernbar. In einem Experiment empfanden Erwachsene, die täglich über positive Gedanken meditierten, von Tag zu Tag positivere Emotionen. Positives Denken lässt sich leicht durch ein Eigenstudium erlernen. Die Literatur und Lehrvideos sind umfangreich und können oftmals kostenlos über das Internet bezogen werden.
Positives Denken
Positives Denken oder eine optimistische Einstellung bedeutet, sich in jeder Situation auf das Gute zu konzentrieren. Das bedeutet nicht, die Realität zu ignorieren oder Probleme nicht ernst zu nehmen. Positives Denken bedeutet auch nicht, schwierige Situationen zu vermeiden.
Es bedeutet lediglich, dass das Gute und das Schlechte im Leben mit der Erwartung anzugehen, dass alles gut wird. Positives Denken bedeutet auch, das Beste aus möglichen Hindernissen zu machen, zu versuchen, das Beste in anderen Menschen zu sehen und sich selbst und seine Fähigkeiten in einem positiven Licht zu sehen. Positives Denken kann dabei große Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit haben.
In der modernen Psychologie wird positives Denken nicht als bloßes „Weglächeln“ von Problemen verstanden, sondern als gezielte Stärkung von Ressourcen. Bei Psychosen und Schizophrenie, zeigen aktuelle Studien, dass spezifische Ansätze positiven Denkens die Genesung erheblich unterstützen können. Gezielte Übungen, wie das Wahrnehmen von „täglichen Lichtblicken“ oder das Identifizieren persönlicher Stärken, erhöhen das subjektive Wohlbefinden und das Gefühl der Selbstwirksamkeit.
Positive Psychologie vs. positives Denken
Obwohl die Begriffe „positives Denken“ und „positive Psychologie“ manchmal synonym verwendet werden, ist es wichtig zu verstehen, dass sie nicht dasselbe sind. Positive Psychologie ist ein Zweig der Psychologie, der die Auswirkungen von Optimismus untersucht, was ihn verursacht und wann er am besten eingesetzt wird. Sie ist die wissenschaftliche Untersuchung des menschlichen Wohlbefindens, die auf Forschung beruht, um das Wohlbefinden zu verstehen, zu messen und zu verbessern.
Beim positiven Denken geht es darum, die Dinge aus einer positiven Perspektive zu betrachten. Es ist eine Denkweise, die sich darauf konzentriert, eine positive, optimistische Einstellung beizubehalten.
Positives Denken bei Psychosen und Schizophrenie
Zu den Vorteilen von positivem Denken auf der psychischen Ebene gehören: Ein besseres Stressmanagement, ein klareres Denken, mehr Kreativität, eine größere Problemlösungskompetenz und bessere Bewältigungsfähigkeiten und eine bessere Stimmung.
Forscher haben herausgefunden, dass positives Denktraining die durchschnittlichen Depressions-, Angst- und Stresswerte senkte und die Lebensqualität verbesserte.
Diese Methode nutzt Techniken wie das Genießen positiver Momente, das Erkennen persönlicher Stärken und das Fördern von Dankbarkeit, um das Wohlbefinden zu verbessern und die Schwere der Symptome zu verringern. Das Einüben positiver Ergebnisse oder Bilder kann den intensiven, aufdringlichen negativen Gedanken oder Sorgen entgegenwirken, die bei Schizophrenie häufig auftreten
Psychosen und positive Symptome
Studien zu positivem Denken berichten von einer Zunahme positiver Emotionen, was indirekt den Umgang mit Wahnideen und Halluzinationen verbessert. Techniken, die positives Denken fördern, helfen Patienten, unangepasste, negative oder wahnhafte Gedanken durch realistischere, konstruktivere zu ersetzen und so Stress abzubauen. Durch Techniken wie Reframing (Umdeutung) lernen Patienten, konstruktiver auf Stressoren zu reagieren, was das Rückfallrisiko senken kann. Es hilft Patienten, emotionale Störungen zu bewältigen und verbessert ihre Fähigkeit, mit alltäglichen Belastungen umzugehen.
Negative Symptome
Strategien des „positiven Denkens“ wie Dankbarkeitsübungen, Genussübungen und stärkenorientierte Aktivitäten sind wirksam bei der Verbesserung negativer Symptome bei Schizophrenie. Gezielte Übungen zur Steigerung positiver Emotionen können Anhedonie (Unfähigkeit, Freude zu empfinden), Antriebslosigkeit und sozialen Rückzug um ca. 30% in 8 Sitzungen im Vergleich zur üblichen Behandlung reduzieren, wie Studien zeigten. (13)
Positives Denken hilft Betroffenen, trotz der Symptome am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Interventionen zur Förderung positiver Gefühle, die darauf abzielen, angenehme und lohnende Erlebnisse zu steigern, können dazu beitragen, motiviertes Sozialverhalten zu fördern. Durch die Steigerung positiver Emotionen sind Patienten oft stärker motiviert, soziale Beziehungen einzugehen.
Depression
Das Positive Emotions Program for Schizophrenia zielt in Studien spezifisch darauf ab, pessimistische Leistungserwartungen zu reduzieren und die Vorfreude auf positive Erlebnisse zu steigern. Eine Studie identifizierte „positives Denken“ als entscheidenden Mediator, der den negativen Einfluss von Depressionen auf die funktionale Erholung bei Schizophrenie-Patienten abmildert. Eine Studie zu positivem Denken bei Schizophrenie zeigte, dass positives Denken den negativen Einfluss von Depressionen auf die funktionale Genesung abschwächen.
Zusammenfassend zeigen Studien, dass „positives Denken“ besonders wirksam ist, um Anhedonie (Freudlosigkeit) und Motivationsdefizite zu verbessern, die sowohl bei Depression als auch als Negativsymptom der Schizophrenie auftreten. Die Schulung in positiven Denkfähigkeiten verbesserte in Studien Depressionen um etwa 30-50%. Eine Studie über positives Schreiben reduzierte Stigmatisierung und verbesserte Hoffnung sowie Lebensqualität um 40% bei Patientinnen in zwei Wochen gegenüber der Kontrollgruppe. (11)
Ängste
Forschungsergebnisse aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass die Förderung von positivem Denken und positiven Emotionen bei Patienten mit Schizophrenie signifikante Verbesserungen bei Begleitsymptomen wie Angst bewirken kann. Nach acht zweistündigen Trainingseinheiten verringerten sich die Angstwerte mit positiven Denken um 40% und das Wohlbefinden um 55% gegenüber der Kontrollgruppe. (8)
Stress
Übungen, die gezielt positives Denken stärken, helfen Betroffenen, Stress besser zu regulieren. Neuere Forschung fordert explizit positive Gefühle in sozialen Beziehungen zu trainieren, um die Motivation und soziale Anbindung zu stärken, da diese oft durch chronischen Stress und Rückzug blockiert sind. Es zeigten sich Besserungen für Stress um 30% in acht Workshop-Sitzungen. Darüber hinaus stieg die Lebensqualität der Patienten um 50% gegenüber der Kontrollgruppe. (6)
Schlaf
Schlafstörungen sind äußerst belastend, und zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass wiederkehrendes negatives Denken (z. B. Grübeln, Sorgen) zur Entwicklung und Aufrechterhaltung ungesunder Schlafmuster, wie etwa Insomniesymptomen, beitragen kann.
Untersuchungen verdeutlichen den Zusammenhang zwischen wiederholendem negativen Denken und Schlaflosigkeit. Die Reduktion negativer Denkmuster und die Förderung hilfreicher, positiver Gedanken gelten als wichtige Ansätze zur Verbesserung der Schlafqualität bei psychiatrischen Störungen.
Die mittleren Schlafqualitätswerte der Versuchsgruppe wurde in einer Studie unmittelbar nach einem 16-stündigem Training zu positivem Denken um 35% und einen Monat nach der Intervention um 45% gegenüber der Kontrollgruppe signifikant verbessert. (4)
Selbstwertgefühl, Lebensqualität und Wohlbefinden
Betroffene mit Schizophrenie verfügen oft über ähnliche Stärken wie gesunde Menschen (z.B. Neugier, Integrität), wobei diese Stärken bei Betroffenen sogar noch stärker mit der allgemeinen Lebenszufriedenheit verknüpft sind.
Übungen des positiven Denkens können das Selbstwertgefühl steigern und Hoffnung fördern, die bei Menschen mit Schizophrenie oft reduziert sind. Die Teilnehmer berichten häufig von einem stärkeren Gefühl von Sinnhaftigkeit, Selbstwert und Kontrolle über ihr Leben. Methoden des positiven Denkens erhöhen nachweislich das Gefühl der Selbstwirksamkeit und die Anzahl erlebter positiver Emotionen insbesondere bei Menschen mit chronischer Schizophrenie.
In einer Studie senkte ein Training für positives Schreiben das Stigma-Empfinden und steigerte gleichzeitig Hoffnung und Lebensqualität um 40% deutlich. Ein hohes Maß an Hoffnung ist eng mit besserer Bewältigung und höherer Lebensqualität verbunden.
Vorteile für die körperliche Gesundheit
Viele Studien haben die Rolle von Optimismus und positivem Denken für die körperliche und geistige Gesundheit untersucht. Dabei wurden unter anderem folgende Vorteile für die Gesundheit auf der körperlichen Ebene identifiziert: Ein geringeres Risiko an Krebs, Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Atemwegserkrankungen und Infektionen zu erkranken und eine bessere Schmerztoleranz.
Insgesamt bewirkt positives Denken also eine bessere körperliche und psychische Gesundheit und eine glücklichere und längere Lebenszeit. |
1. Wirkungsweise
Negatives Gefühlssystem
Das negative Gefühlssystem ist für Reaktionen zuständig, die auf potenzielle Gefahr oder Verlust folgen, und sind durch negative Gefühle wie Angst, Traurigkeit, Grübeln und Vermeidungs- oder Abwehrverhalten gekennzeichnet. Das negative Gefühlssystem nimmt bei Angst und Depression eine zentrale Stellung ein und ist somit das primäre Ziel psychosozialer Behandlungsansätze.
Positives Gefühlssystem
Immer mehr Forschungsergebnisse legen nahe, dass auch das positive Gefühlssystem ein wichtiges Ziel bei der Genesung von Angst und Depression ist. (5) Das positive Gefühlssystem führt Menschen in Situationen mit Belohnung und ist gekennzeichnet durch positive Emotionen wie Freude, Aufregung, Glück und Annäherungsverhalten wie Neugier und soziale Initiative, die die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden fördern.
Das positive Gefühlssystem fördert außerdem Verhaltensweisen wie Erkundung und sozialer Kontakt, was zu bereichernden Erlebnissen führt und dadurch die Belastbarkeit bei Stress und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Depressionen, soziale Angst und posttraumatische Belastungsstörungen sind mit einer gestörten Funktion des positiven Gefühlssystems verbunden, einschließlich geringer positiver Gefühle , verminderter Motivation für sozialen Kontakt. (5)
Positive Emotionen
Positive Emotionen erfüllen eine Reihe von Funktionen, indem sie sowohl negative Emotionen von Angst und Depression abmildern als auch positive Ergebnisse erzielen, die die Belastbarkeit und das psychische Wohlbefinden fördern. Positive Emotionen beispielsweise regulieren die körperlichen und psychologischen Auswirkungen negativer Emotionen herunter – was teilweise dadurch geschieht, dass sie den engen, unflexiblen und negativ verzerrten Mustern von Wahrnehmung und Verhalten (z. B. Vermeidung) entgegenwirken, die negative Stimmungen aufrechterhalten.
Stress
Stress ist ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung von Krankheiten und Menschen, die positiv denken, leiden weniger unter Stress. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass positivere, automatische Gedanken Menschen dabei helfen, widerstandsfähiger gegenüber stressigen Ereignissen im Leben zu werden. Menschen, die stark positiv denken, gehen aus stressigen Lebensereignissen eher mit einem stärkeren Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens hervor.
Gesünderes Leben
Eine weitere Erklärung ist, dass Menschen, die positiv denken, im Allgemeinen ein gesünderes Leben führen, da sie optimistischer in die Zukunft blicken. Sie treiben mehr Sport, ernähren sich nahrhafter und vermeiden ungesunde Verhaltensweisen, wie Rauchen, und schliefen besser.
2. Studien
Negative Symptome
Eine Pilotstudie untersuchte die Wirksamkeit der Meditation der liebenden Güte bei 18 Teilnehmern mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen und ausgeprägten Negativsymptomen. Meditation der liebenden Güte (auch Metta-Meditation genannt) abzielt darauf ab, positive Gedanken des Wohlwollens und Mitgefühls gegenüber sich selbst und anderen zu kultivieren.
Die Teilnehmer berichteten von einer deutlichen Zunahme und Intensität positiver Emotionen sowie von einer Abnahme der allgemeinen Negativsymptome, insbesondere der Anhedonie (Freudlosigkeit).
"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Intervention durchführbar war und mit einer Verringerung der Negativsymptome sowie einer Zunahme positiver Emotionen und einer psychischen Genesung einherging." (10)
Stigma, Hoffnung und Lebensqualität
Schizophrenie ist mit dem stärksten Stigma aller psychischen Erkrankungen verbunden. Dieses Stigma beeinträchtigt die psychische Funktionsfähigkeit und Lebensqualität von Menschen mit Schizophrenie erheblich.
2. In einer Studie wurde die Wirkung von positivem expressivem Schreiben auf Stigmatisierung, Hoffnung, Bewältigungsstrategien und Lebensqualität bei 54 stationär behandelten Patientinnen mit Schizophrenie untersucht. Die Interventionsgruppe nahm zwei Wochen lang an dem Programm teil, während die Kontrollgruppe die übliche psychiatrische Versorgung erhielt. Das positive Schreibtraining umfasste sechs Themenbereiche: Trauma verarbeiten, Vorteile hervorheben, Positives entdecken, Dankbarkeit lernen, Glück wertschätzen und Hoffnung schöpfen.
Ergebnisse: Die Analysen zeigten signifikante Unterschiede zwischen den Interventions- und Kontrollgruppen hinsichtlich der wahrgenommene Abwertung-Diskriminierung um 10%, einer verbesserten Hoffnung um 10%, Bewältigungsstrategien um 30% und Lebensqualität um 40% bei Patienten mit Schizophrenie. Diese Ergebnisse unterstreichen den Nutzen von positivem Denken und "expressivem Schreiben in die tägliche psychologische Behandlung von Patienten mit Schizophrenie zur Förderung ihrer Rehabilitation und Verbesserung ihrer Lebensqualität." (11)
Depressionen
Positives Denken, wie z.B. Dankbarkeitstraining, Optimismustraining und kognitive Umstrukturierung, können Depressionssymptome deutlich reduzieren; einige Studien deuten auf eine Verringerung der Depressionswerte um etwa 30-50% hin. Diese Interventionen fördern die Resilienz, senken den Spiegel des stressbedingten Cortisols und verbessern die Emotionsregulation durch die Veränderung der Gehirnaktivität. (12)
1. Eine Studie untersuchte die vermittelnde Rolle positiven Denkens im Zusammenhang zwischen Depression und funktioneller Genesung bei Menschen mit Schizophrenie. 158 Menschen mit Schizophrenie, die in der Gemeinde leben, füllten Fragebögen zur Selbsteinschätzung aus, um Depression, positives Denken und funktionelle Genesung zu erfassen.
Ergebnisse: Depressionen haben einen erheblichen negativen Einfluss auf die Genesung und verschlechtern die Langzeitergebnisse in Bereichen wie sozialen Beziehungen, Produktivität und Lebenszufriedenheit. Positives Denken dient als entscheidende Brücke, die die negativen Auswirkungen der Depression auf die Genesung abmildert. Ein hohes Maß an positivem Denken – ähnlich dem Konzept der Hoffnung – kann den Leidensdruck abfedern und die Fähigkeit erhöhen den Alltag zu bewältigen.
"Depression hatte einen signifikant negativen Einfluss auf die funktionelle Genesung. Positives Denken vermittelte den Zusammenhang zwischen Depression und funktioneller Genesung vollständig. Eine wirksame Interventionsstrategie zur Förderung der funktionellen Genesung in dieser Population könnte positives Denken und den Umgang mit Depressionen stärken. " (9)
Angststörung
Eine Studie zu generalisierten Angststörungen, wurden die Auswirkungen der Vorstellungskraft auf die langfristige Verringerung von Sorgen und Ängsten untersucht. Freiwillige mit genereller Angststörung ersetzen ihre üblichen Sorgen durch Bilder oder verbal mit positivem Ausgang. Die andere Gruppe übte, positive Bilder zu erzeugen, die nicht mit den Sorgen in Zusammenhang standen.
Ergebnis: Beide Gruppen profitierten von der Schulung, wobei Angst und Sorgen abnahmen und es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen gab.
"Es scheint also, dass der entscheidende Mechanismus, der den beobachteten Veränderungen zugrunde liegt, darin bestand, den üblichen Fluss verbaler Sorgen durch positive Vorstellungen zu ersetzen. Dies deutet darauf hin, dass es nicht notwendig ist, diesen Inhalt direkt zu ändern, um eine Verbesserung zu erzielen. Das Praktizieren positiver Vorstellungen reduzierte die Häufigkeit sorgenbezogener Gedanken, nicht jedoch deren Negativität." (7)
Die Verbesserungen sind also nicht auf eine Verringerung der Negativität der Sorgen zurückzuführen, sondern auf eine verbesserte Fähigkeit, sich von ihnen zu lösen und sich stattdessen auf positivere Inhalte zu konzentrieren. Wiederholtes Üben, Sorgen durch positive Vorstellungen zu ersetzen, kann also den aufdringlichen und belastenden Eigenschaften von Sorgen entgegenwirken.
Ängste
1. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung von positivem Denken auf Angstzustände und Wohlbefinden bei 48 älteren Erwachsenen zu untersuchen. Die Interventionsgruppe nahm an acht zweistündigen Trainingseinheiten zum Thema positives Denken teil.
Nach Abschluss der Intervention verringerten sich die Angstwerte mit positiven Denken um 40% und das Wohlbefinden um 55% gegenüber der Kontrollgruppe.
"Die Ergebnisse zeigten, dass ein Training in positivem Denken Angstzustände verringerte und das Wohlbefinden älterer Erwachsener steigerte. Angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen können Klinikmanager, Fachkräfte, Pflegekräfte in Gesundheitszentren ... von diesem nicht-medikamentösen Behandlungsprogramm für ältere Erwachsene mit Angstzuständen und Depressionen profitieren. " (8)
2. Ziel einer weiteren Pilotstudie war es, die Wirksamkeit von positivem Denken bei Angst und Depression zu bewerten. Die Behandlung vermittelte positives Denken um Emotionen und Verhalten zu verbessern z. B. Dankbarkeit, freundliche Taten, Optimismus. In dieser Studie wurden 29 Personen mit Angst- und/oder Depressionssymptomen nach dem Zufallsprinzip einem 10-Sitzungen-Protokoll zugeteilt oder einer Wartelistenbedingung.
Ergebnisse: Die Gruppe mit Übungen im positiven Denken zeigte im Vergleich zur Warteliste signifikant größere Verbesserungen bei positivem Gefühl und psychischem Wohlbefinden, vergleichbar der Allgemeinbevölkerung. Es gab zudem signifikant größeren Reduktionen negativer Gefühle sowie Angst- und Depressionssymptomen im Vergleich zur Warteliste. Die Verbesserungen bei allen Ergebnissen waren erheblich und blieben über einen 6-monatigen Nachbeobachtungszeitraum bestehen.
Schlussfolgerungen der Autoren: "Die gezielte Beeinflussung des positiven Affektsystems durch eine mehrteilige Behandlung mit positiven Aktivitätsinterventionen kann bei Personen mit klinisch beeinträchtigender Angst oder Depression hilfreich sein, um positive Emotionen und das Wohlbefinden zu verbessern und negative Affekte und Symptome zu verringern." (5)
Stress
Eine Studie zielte darauf ab, die Wirkung eines Trainings zum positiven Denken auf Stress, Angst, Depression und die Lebensqualität von 70 psychisch belasteten Patienten als Folge einer Bluterkrankung zu untersuchen.
Die Interventionsgruppe wurde in acht Workshop-Sitzungen in positiven Denkfähigkeiten geschult. Ergebnisse: In der Interventionsgruppe sank der Durchschnittswert für Stress um 30% und für Angst um 20% und auch die Lebensqualität der Patienten stieg um 50% gegenüber der Kontrollgruppe.
Schlussfolgerung: "Den Ergebnissen dieser Studie zufolge wird der Einsatz von Interventionsprogrammen zum positiven Denken zusammen mit anderen Methoden zur Betreuung und Behandlung ... als nicht-medikamentöse, kostengünstige und unkomplizierte Methode empfohlen." (6)
Schlaf
1. Eine Studie an Patientinnen mit Multipler Sklerose hat gezeigt, dass positives Denken die Schlafqualität verbessern und Todesangst reduzieren kann.
2. Ziel einer anderen kontrollierten Studie war es, die Auswirkungen von positivem Denken auf Hoffnung und Schlafqualität von 78 Patienten mit einer Blutkrankheit (Thalassämie) zu untersuchen. Die Versuchsgruppe erhielt ein 16-stündiges Training basierend auf Materialien zum positiven Denken, die von Martin Seligman veröffentlicht wurden. Die Kontrollgruppe erhielt nur die üblichen Programme.
Ergebnisse: Die Versuchsgruppe wies im Vergleich zur Kontrollgruppe unmittelbar und einen Monat nach der Intervention einen signifikant höheren mittleren Hoffnungswert auf. Darüber hinaus waren die mittleren Schlafqualitätswerte der Versuchsgruppe unmittelbar um 35% und einen Monat nach der Intervention um 45% signifikant verbessert als die der Kontrollgruppe. (4)
3. Anleitung zum positiven Denken

In Studien wurde ein Trainingsprogramm zum positiven Denken in acht Sitzungen und insgesamt 16 Stunden durchgeführt, welches sich auch leicht im Selbststudium aneignen lässt. Es gibt eine Vielzahl von Anleitungen zum positiven Denken in verschiedenen Medien, wie Erklärvideos, Lehr- und Therapiebücher oder Online-Seminare.
Die in Studien gegebenen Lehrvorträge hatten folgende Inhalte:
- Verstehen, wie Gedanken und Einstellungen geformt werden.
- Negative Gedanken erkennen und Möglichkeiten, sie zu mildern, sowie über positive Gedanken und ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Langlebigkeit.
- Förderung positiven Denkens durch Hinterfragen negativer Gedanken, Ändern mentaler Bilder, Verwenden konstruktiver Sprache und Ändern von Überzeugungen
- Lernen, positiv zu sein, indem man positive Denkstrategien in sein Leben integriert und positive Denkstrategien auch dann weiter praktiziert, wenn man mit unlösbaren Problemen konfrontiert wird.
- Ein positives Leben erleben, indem man gesunde Beziehungen zu anderen aufbaut und sie von ganzem Herzen liebt
- Positiv sein, indem man lernt, das Denken einzustellen, sich zu beruhigen und Einstellungen zu ändern, einschließlich Hemmungen und Trotz
- Ein schöneres Leben gestalten, das Selbstvertrauen stärken und eine gesunde Trainingsroutine etablieren
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Studien und Quellen
(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Positives_Denken
(3) Factors associated with weight gain prevention in young adults with serious mental illness. Julia Browne, Haiyi Xie, Rosemarie S Wolfe, John A Naslund, Amy A Gorin, Kelly A Aschbrenner, 2023
(4) Effects of a positive thinking program on hope and sleep quality in Iranian patients with thalassemia: a randomized clinical trial. Somayeh Makaremnia, Marieh Dehghan Manshadi, Zahra Khademian, 2021
(5) Upregulating the Positive Affect System in Anxiety and Depression: Outcomes of a Positive Activity Intervention. Charles T. Taylor, Sonja Lyubomirsky, and Murray B. Stein, 2017
(6) Effect of positive thinking training on stress, anxiety, depression, and quality of life among hemodialysis patients: A randomized controlled clinical trial. Nasrin Shokrpour, Shima Sheidaie, Mehdi Amirkhani, Leila Bazrafkan, Ameneh Modreki, 2021
(7) The power of positive thinking: Pathological worry is reduced by thought replacement in Generalized Anxiety Disorder. Claire Eagleson, Sarra Hayes, Andrew Mathews, Gemma Perman, Colette R Hirsch, 2016
(8) The effect of positive thinking training on anxiety and happiness among older adults: A quasi-experimental study. Anis Pourdavarani, Jamileh Farokhzadian, Mansooreh Azizzadeh Forouzi, and Sedigheh Khodabandeh Shahrak, 2024
(9) The Mediating Role of Positive Thinking on the Relationship Between Depression and Functional Recovery in Community-Dwelling People With Schizophrenia
Won Hee Jun, PhD, RN and Hyunjoo Na, PhD, RN, 2023
(10) A pilot study of loving-kindness meditation for the negative symptoms of schizophrenia. David P. Johnson et al, 2011
(11) Effect of a Positive Psychology Expressive Writing on Stigma, Hope, Coping Style, and Quality of Life in Hospitalized Female Patients with Schizophrenia: A Randomized, Controlled Trial. Ming-Wen Tang, Yin Cheng, Yan-Hong Zhang, Shou-Juan Liu, 2023
(12) Meta-Analysis of Positive Psychology Interventions on the Treatment of Depression. Shannon Pan 1,✉, Kiran Ali 1, Chanaka Kahathuduwa 1, Regina Baronia 1, Yasin Ibrahim 1, 2022
(13) Improving Pleasure and Motivation in Schizophrenia: A Randomized Controlled Clinical Trial. Jérôme Favrod, Alexandra Nguyen,a Joséphine Chaix,a Joanie Pellet, Laurent Frobert, Caroline Fankhauser, Alban Ismailaj, Armando Brana, Gwennaïg Tamic, Caroline Suter, Shyhrete Rexhaj, Philippe Golay, and Charles Bonsacke, 2019

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