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SERIE | Antipsychotische Rezepturen der traditionellen chinesischen Medizin: 2. Yokukansan

  • Phoenix
  • 20. Januar 2026 um 01:00
  • 1.272 Mal gelesen

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SERIE | Antipsychotische Rezepturen der traditionellen chinesischen Medizin:

2. Yokukansan


Besserung(G)(+)(-)(k)(D)(Ä)(ST)(SCH)
Yokukansan10%10%15%✓35%15%✓15%

(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf


Kurzfassung
Kampo: Traditional Japanese Medicine and Therapeutics

| Traditionelle pflanzliche Arzneimittel werden seit Jahrhunderten verwendet. Sie können die Prognose einer Schizophrenie deutlich verbessern, und es gibt kaum Hinweise auf Nebenwirkungen.

Diese Arzneimittel werden normalerweise in einer Formel verabreicht, die typischerweise aus vier bis zwölf Heilpflanzen besteht und dem Multi-Target-Ansatz folgt.

Yokukansan (auf Japanisch und Yigan San auf Chinesisch) ist ein Standardrezept aus der traditionellen chinesischen Medizin, das in ostasiatischen Ländern, darunter China, Taiwan, Nord- und Südkorea und Japan, weit verbreitet ist.

Es besteht aus 7 Zutaten: Speichelkrautwurzel, Kiefernschwamm, Brenndoldenfrucht, Chinesische Engelwurz, Hasenohrwurzel, Süßholz, und Uncariazweige.

Yokukansan ist ein häufig verwendetes japanisches Kampo-Medikament und wurde schon 1555 zur Behandlung von Unruhe und Unruhe bei Kindern entwickelt und oft gleichzeitig Mutter und Kind verabreicht. In Japan wird es gegen Schlaflosigkeit, Schreiattacken, Schlafangst, Neurose, Reizbarkeit bei Kindern, Borderline-Persönlichkeitsstörung, schizophrene Erkrankungen sowie Verhaltens- und psychologische Symptome von Demenz eingesetzt.

Positive und negative Symptome

Zunehmend wird über positive Wirkungen bei Schizophrenie berichtet. Offene und randomisierte kontrollierte Studien haben gezeigt, dass Yokukansan sowohl positive (z. B. Halluzinationen, Wahnvorstellungen) als auch negative Symptome (z. B. sozialer Rückzug, Mangel an Emotionen) verbessern kann.

Insbesondere ist Yokukansan bei therapieresitenter Schizophrenie wirksam, da es statt Dopamin zu reduzieren, auf Glutamat und Serotonin Rezeptoren antipsychotisch wirkt. Eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie ergab signifikante Verbesserungen bei Erregung und Feindseligkeit bei Patienten mit therapieresistenter Schizophrenie.

Kognitive Symptome

Auch kognitive Symptome besserte sich bei Schizophrenie-Patienten. Studien legen nahe, dass es das verbale Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die exekutiven Funktionen verbessern kann – Bereiche, die bei Schizophrenie oft beeinträchtigt sind –, selbst bei Patienten, die nur teilweise auf Standardmedikamente ansprechen.

Depressionen und Ängste

Yokukansan zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen, indem es Stressreaktionen reguliert. Es konnte gezeigt werden, dass es hilft, depressionsähnliche Verhaltensweisen zu lindern und Depressionen bei gestressten Personen durch die Wiederherstellung der Serotoninfunktion vorbeugen kann. Angst- und Furchtreaktionen wurden reduziert.

Stress und Schlaf

Yokukansan wird bei allgemeiner Neurose, Reizbarkeit und bei stressbedingten Schlafstörungen eingesetzt und zeigte positive Effekte, indem es die Schlafqualität verbessert, die Gesamtschlafzeit verlängert, die Einschlafzeit verkürzt und Beschwerden lindert.

Spätdyskinesie

Studien haben gezeigt, dass Yokukansan die Symptome der Spätdyskinesie (unwillkürliche Bewegungen) lindern kann, die oft als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Yokukansan ist im Allgemeinen gut verträglich und weist im Vergleich zu Standard-Antipsychotika nur wenige klinisch signifikante Nebenwirkungen auf.

Insgesamt wurden 6 Studien mit Schizophrenie-Patienten durchgeführt. Yokukansan war dabei in der Wirkungsstärke vergleichbar mit Antipsychotika. (2) (3) (4) Es zeigten sich in Studien zudem Besserungsraten von 35% bei Depressionen in 12 Wochen, 15% bei Ängsten gegenüber Placebo und 15% bei Schlafstörungen. (8) (9) (10) |


1. Wirkungsweise

Die Inhaltsstoffe von Yokukansan interagieren mit Dopamin- (D2) und Serotoninrezeptoren sowie mit Glutamatsystemen, ähnlich wie einige Antipsychotika, jedoch mit einer breiteren und differenzierteren Wirkung.

Einige Komponenten können , ähnlich wie Aripiprazol, als partielle Agonisten/Antagonisten an Dopamin- D2-Rezeptoren wirken. Yokukansan unterdrückt die Glutamatfreisetzung, korrigiert die Glutamataufnahme, reguliert Serotonin-2A-Rezeptoren herunter, und stimuliert Serotonin-1A-Rezeptoren.

Desweiteren wurde heraus gefunden, dass Yokukansan das räumliche Arbeitsgedächtnis verbesserte. Darüber hinaus hemmte Yokukansan die Mikroglia-Aktivierung und förderte die Neurogenese im Gehirn.

"Diese Ergebnisse legen nahe, dass die verbessernden Effekte von Yokukansan auf kognitive Defizite teilweise durch die Unterdrückung der entzündlichen Aktivierung der Mikroglia vermittelt werden könnten." (5)

Studien haben zudem gezeigt, dass Yokukansan eine depressions- und angstmindernde Wirkung hat, Aggression hemmt und Schlafstörungen verbessert, indem es die Wirkung der oben genannten Neurotransmitter moduliert. (9) (10)


2. Studien

In allen Studien wurden Verbesserungseffekte festgestellt, die auf das Potenzial einer Behandlung bei behandlungsresistenter Schizophrenie hinweisen.

"Etwa 24–30 % der Menschen mit Schizophrenie leiden an behandlungsresistenter Schizophrenie, was definiert ist als fehlendes Ansprechen auf antipsychotische Medikamente in angemessener Dosierung und über eine angemessene Dauer. Außerdem reagieren bis zu 60 % der Menschen mit behandlungsresistenter Schizophrenie nicht auf Clozapin, das einzige speziell für diese Erkrankung angezeigte Antipsychotikum. "


1. Eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 120 Patienten und einer 4-wöchigen Nachbeobachtungszeit wurde durchgeführt. Es wurde berichtet, dass Yokukansan dem Placebo tendenziell bei der Reduzierung der PANSS-Werte dem Placebo überlegen war. Der Subskalenwert für Erregung/Feindseligkeit des PANSS wurde durch die zusätzliche Yokukansan-Therapie im Vergleich zu Placebo deutlich verbessert. (2)


Spätdyskinesie

2. In einer offenen Studie (ohne Placebo) wurden die Wirkungen von Yokukansan bei 22 Erwachsenen mit Schizophrenie und Antipsychotika-induzierter Spätdyskinesie untersucht. Yokukansan 7,5 g/Tag wurde 12 Wochen lang verabreicht. Der mittlere Schweregrad der Spätdyskinesie sank im Vergleich zum Ausgangswert um 56 % und 81,8 % der Patienten verbesserten sich. (3)

1-s2.0-S094471131300038X-gr1.jpg

Ebenso verbesserten sich die Patientenwerte auf allen PANSS-Subskalen deutlich gegenüber dem Ausgangswert, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 58 %. Yokukansan wurde gut vertragen. (3)

PANSS (T) = Gesamtsymptome
PANSS (P) = Positive Symptome
PANSS (N) = Negative Symptome
PANSS (G) = Allgemeine Symptome (Depressionen, Ängste, Stress)


Yokukansan vs. Antipsychotika

Diese Ergebnisse zeigen die Wirkungsstärke inclusive Placeboeffekt. Ein Vergleich mit Antipsychotika ebenfalls inclusive Placeboeffekt zeigt gleiche Effekstärken. Eine aktuelle von 2024 über Antispsychotika berichtet über folgende Werte:

"Keine oder nur teilweise Reaktionen auf Antipsychotika sind häufig. Eine Analyse von 16 randomisierten, kontrollierten Studien zeigte, dass bei 67 % der Personen mit akuter Exazerbation (Psychose) einer Schizophrenie eine Verringerung der Gesamtsymptome um ≤ 50 % und bei 20 % überhaupt keine Verringerung auftrat.

Selbst wenn die Psychose auf das verwendete Antipsychotikum anspricht und die positiven Symptome stark abnehmen, ist der Gesamteffekt der Therapie in der Regel keine Heilung oder vollständige Remission. Die Manifestationen der Krankheit sind anhaltend, insbesondere diejenigen, die mit negativen Symptomen und kognitiven Beeinträchtigungen verbunden sind. Restsymptome sind auch mit höheren Rückfallraten verbunden." (6)


Überprüfung von 6 klinischen Studien mit Placebo-Kontrolle

3. Eine Überprüfung von 6 klinischen Studien (veröffentlicht zwischen 2008 und 2023) ergab, dass Yokukansan eine offensichtliche therapeutische Wirkung bei neuropsychiatrischen Störungen hat. Eine aktuelle Studie von 2023 zeigte, das die Veränderungen der Gesamtsymptome um 6,5 Punkte im PANSS-Score. (4)

Yokukansan vs. Antipsychotika

Khin et. al von der FDA, der amerikanischen Medikamenten-Zulassungsbehörde hatten die jeweiligen Mittelwerte des PANSS-Gesamtscore in der Differenz zwischen Placebo und Medikation errechnet. So ermittelten sie in den neueren Studien einen Abfall von 10.8 auf 6.0 für nordamerikanische Studien bzw. 7.2 bei Auswertung aller Studien.

Die Verbesserung der psychotischen Symptome beträgt mit Yokukansan ähnlich wie Antipsychotika im Durchschnitt also ca. 10%.

Positive, negative und allgemeine PANSS-Werte waren nach 12 Wochen in der Yokukansan-Gruppe ebenfalls um 10% signifikant kleiner als in der Placebo-Gruppe. (4)



Kognitive Symptome

Ein Fallbericht von Schizophrenie liegt vor, bei dem eine begleitende Behandlung mit Yokukansan schwere kognitive Dysfunktionen verbesserte.

Im vorliegenden Fall verbesserten sich die kognitiven Funktionen im Alltag nach der Verabreichung von Yokukansan deutlich. Gestörte kognitive Funktionen bei Schizophrenie stehen vermutlich mit einer Dysregulation der Serotonin- und Glutamatübertragung in Zusammenhang.

Yokukansan vermittelt die Serotonin-Übertragung als partieller Agonist und als Modulator an Serotonin - Rezeptoren und lindert die Störung der Glutamatübertragung bei pathologischen Zuständen.

"Der vorliegende Fall legt nahe, dass eine begleitende Behandlung mit Yokukansan bei kognitiven Dysfunktionen bei Schizophrenie wirksam sein könnte." (7)

Depressionen

Ziel einer placebokontrollierten Untersuchung war die Wirksamkeit von Yokukansan während der Raucherentwöhnungstherapie bei Rauchern mit depressiven Tendenzen. Die 198 Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Yokukansan- oder der Placebo-Gruppe zugeteilt. Das Prüfmedikament wurde mit Beginn der Behandlung verabreicht und 12 Wochen lang fortgesetzt.

Der Depressions-Wert (POMS-Parameter) verbesserte sich in der Yokukansan-Gruppe um 35%, jedoch nicht in der Placebo-Gruppe, und es wurde ein signifikanter Unterschied im Ausmaß der Verbesserung zwischen den Gruppen beobachtet.

"Pharmakologische Studien ... haben Hinweise auf eine Herunterregulierung des Serotonin-2A-Rezeptors und eine stimulierende Wirkung des Yokukansan auf den Serotonin-1A-Rezeptor gezeigt. Diese pharmakologischen Effekte könnten teilweise die in dieser Studie beobachteten Verbesserungen erklären." (8)

Angst

Yokukansan ist ein traditionelles japanisches Kräuterheilmittel, das auch gegen Angstzustände verschrieben wird. In einer placebokontrollierten Studie wurde die Angstzustände bei Yokukansan- und Kontrollgruppen von Frauen gemessen, die sich einer Brustoperation unterzogen. Einhundert Patientinnen wurden entweder der Yokukansan- und Kontrollgruppen zugeteilt.

Die Yokukansan-Gruppe erhielt in der Nacht vor der Operation und 2 Stunden vor Einleitung der Narkose zwei Dosen à 2,5 g des Medikaments vor dem Schlafengehen, während die Kontrollgruppe präoperativ kein Medikament erhielt. Es verbesserten sich die Angst- Werte postoperativ in der Yokukansan-Gruppe signifikant um 15% stärker als in der Kontrollgruppe

"Mit Yokukansan waren keine Nebenwirkungen verbunden. Yokukansan kann die perioperative Angst bei Patienten verringern, die sich einer oberflächlichen Operation unterziehen." (9)

Stress und Schlafstörungen

Im Wesentlichen wirkt Yokukansan, indem es die Stressreaktion beruhigt, was zu einem besseren Gesamtschlaf und weniger Angstzuständen führt und es somit zu einem wertvollen Hilfsmittel bei verschiedenen Schlafproblemen macht. Klinische Studien zeigen, dass Yokukansan die Gesamtschlafzeit verlängern, die Einschlafzeit verkürzen (Schlaflatenz) und die Schlafeffizienz steigern kann.

1. In einer Studie wurde Yokukansan zur Behandlung von Schlaflosigkeit verabreicht und die Veränderungen subjektiver schlafbezogener Symptome untersucht.

Die 35 Patienten erhielten über 12 Wochen dreimal täglich 2,5 g Yokukansan. Der Schlaf (PSQI-Gesamtwerte) verbesserten sich um 17%. Darüber hinaus verbesserte sich der Schweregrad der Schlafstörung bei 40% der Patienten nach der Verabreichung von Yokukansan von schwer auf leicht. (10)


3. Anwendung

Die Verabreichung erfolgt in Form von Abkochungen, Pillen, Pulvern, Tabletten, Ampullen, und neuerdings auch als standardisierte Pflanzenextrakte. Die dokumentierten durchschnittlichen Yokukansan-Dosierungen betrugen 5 - 7 g/Tag für 4 Wochen und 7,5 g/Tag bis zu 12 Wochen bei Patienten mit Schizophrenie.


4. Einkauf

Yokukansan enthält eine genau abgemessene Mischung aus getrockneten Kräutern. Einkaufsbeispiele sind verlinkt:

  • Speichelkrautwurzel
    Atractylodes Macrocephala Koidz (3 g)
  • Kiefernschwamm
    Poria (4 g)
  • Brenndoldenfrucht
    Cnidii rhizoma (3 g)
  • Chinesische Engelwurz
    Angelicae radix (3 g)
  • Hasenohrwurzel
    Bupleuri radix (2 g)
  • Süßholz
    Glycyrrhizae radix (1,5 g)
  • Uncariazweige
  • Uncariae uncis cum ramulus (3 g)


Studien und Quellen

(1) Yokukansan and its ingredients as possible treatment options for schizophrenia. Chuan-Hsun Yu, Ryouhei Ishii, Shun-Chieh Yu, and Masatoshi Takeda, 2014

(2) Efficacy and safety of yokukansan in treatment-resistant schizophrenia: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial (a Positive and Negative Syndrome Scale, five-factor analysis). Tsuyoshi Miyaoka, Motohide Furuya, Jun Horiguchi, Rei Wake, Sadayuki Hashioka, Masaya Tohyama, Norio Mori, Yoshio Minabe, Masaomi Iyo, Shyuichi Ueno, Sachiko Ezoe, Kenta Murotani, Syuzo Hoshino, Haruo Seno, 2015

(3) Yi-gan san for the treatment of neuroleptic-induced tardive dyskinesia: an open-label study
Tsuyoshi Miyaoka , Motohide Furuya, Hideaki Yasuda, Maiko Hayashida, Akira Nishida, Takuji Inagaki, Jun Horiguchi, 2008

(4) A multicenter, double-blind, randomized, controlled study of patients with treatment-resistant schizophrenia treated with yokukansan for 12 weeks. Jun Horiguchi MD, PhD, Rei Wake MD, PhD, Kenta Murotani PhD, Haruo Seno MD, PhD, Tsuyoshi Miyaoka MD, PhD, Ken Inoue MD, PhD, 2023

(5) Yokukansan promotes hippocampal neurogenesis associated with the suppression of activated microglia in Gunn rat. Motohide Furuya, Tsuyoshi Miyaoka, Toshiko Tsumori, Kristian Liaury, Sadayuki Hashioka, Rei Wake, Keiko Tsuchie, Michiyo Fukushima, Satoko Ezoe & Jun Horiguchi, 2013

(6) Rationale for Adjunctive Treatment Targeting Multiple Mechanisms in Schizophrenia. Bruce J Kinon , Stefan Leucht, Carol Tamminga , Alan Breier, Ronald Marcus , Steven M Paul, 2024

(7) Adjunctive Yokukansan Treatment Improved Cognitive Functions in a Patient With Schizophrenia
Shinji Sakamoto, M.D., Hiroshi Ujike, M.D., Ph.D., Manabu Takaki, M.D., Ph.D., Yutaka Mizuki, M.D., Yuko Okahisa, M.D., Ph.D., Masafumi Kodama, M.D., Ph.D., and Yosuke Uchitomi, M.D., Ph.D., 2013

(8) Randomized double-blind placebo-controlled multicenter trial for the effects of a polyherbal remedy, Yokukansan (YiganSan), in smokers with depressive tendencies. Maki Komiyama et. al, 2022

(9) Effects of the Kampo medicine Yokukansan for perioperative anxiety and postoperative pain in women undergoing breast surgery: A randomized, controlled trial. Moegi Tanaka, Tsunehiko Tanaka, Misako Takamatsu, Chieko Shibue Yuriko Imao, Takako Ando, Hiroshi Baba, Yoshinori Kamiya, 2021

(10) Effect of Japanese traditional medicine in patients with nocturia due to sleep disturbance. Matsuo T1, Araki K1, Mitsunari K1, Ohba K1, Imamura, 2023

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