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SERIE | HORMONE BEI PSYCHOSEN UND SCHIZOPHRENIE - Übersicht
Der potenzielle therapeutische Nutzen von Hormonen bei Schizophrenie wird zunehmend erkannt. Hormone senken positive, negative und kognitive Symptome und stellen Stimmung, Gedächtnis und Kognition wieder her, die von Schizophrenie betroffen sind.
Mit dem Nachweis eines therapeutischen Nutzens von Hormonen bei Schizophrenie wurden eine Reihe von klinischen Studien an Frauen durchgeführt. Auch Untersuchungen bei Männern zeigen, dass zusätzliches Östrogen bei der Behandlung von Schizophrenie hilfreich sein kann, da es das Management von Antrieb, Aggression und Psychosen verbessert.
Es werden verschiedene Kategorien bei Hormonen unterschieden, wie Steriode, pflanzliche Hormone (Phytoöstrogene), Östrogene, Östrogen-Rezeptormodulatoren (SERM) und sonstige Hormone.
1. Prohormone: DHEA und Pregnenolon
Als Prohormon wird ein Hormonvorläufer bezeichnet, der selbst noch keine oder kaum hormonelle Wirkung zeigt, sondern im Stoffwechsel erst zu einem Hormon umgewandelt werden muss. DHEA und Pregnenolon können natürlich aus der Yamswurzel hergestellt werden und sind rezeptfrei online oder in der Apotheke erhältlich.

Neurosteroide, wie DHEA und Pregnenolon, sind eine Gruppe wichtiger körpereigener Moleküle, die viele neuronale Funktionen im Gehirn beeinflussen. Zunehmende Hinweise deuten auf eine mögliche Rolle dieser Neurosteroide bei der Krankheitsentwicklung von Schizophrenie und anderen psychischen Störungen hin.
Eine Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis:
"Insbesondere Neurosteroide wie Pregnenolon und DHEA beeinflussen durch ihre einzigartigen molekularen Eigenschaften ein breites Spektrum von Verhaltensfunktionen und können neuartige therapeutische Ziele für Schizophrenie darstellen." (2)
Da DHEA und Pregnenolon antipsychotische Eigenschaften aufweisen, wurden Anstrengungen unternommen, diese Neurosteroide als potenzielle Zusatzmedikamente zur Behandlung von Schizophrenie zu nutzen. Insgesamt konnte gezeigt werden, dass Neurosteroide bei positiven, negativen und kognitive Symptomen sowie bei Depression und Angststörungen dienen können. (3) (5)
Es zeigte sich bei DHEA in Studien eine Verbesserung der Gesamtsymptome um 10%, der negativen Symptome um 40%, der Depressionen um 45% und von Ängsten um 60% gegenüber Placebo in 6 Wochen. (6)
Patienten, die in Studien Pregnenolon erhielten, zeigten signifikant größere Verbesserungen der Gesamtsymptome und positiven Symptome um 10% sowie der negativen Symptome um 15% in 8 Wochen als Patienten, die Placebo erhielten. (4) Abgestumpfte Affekte (Gefühlslosigkeit), Avolition (Antriebslsigkeit) und Anhedonie (Freudlosigkeit) sanken in einer Studie im Durchschnitt um 15% gegenüber Placebo in 8 Wochen. (6) Eine Verbesserung der kognitiven Symptome mit Pregnenolon gegenüber Placebo konnte bei der Aufmerksamkeit/Wachsamkeit ( +25%), des Arbeitsgedächtnises ( +15%) und verbalem Lernen ( +15%) nachgewiesen werden. (4)
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführliche Artikel zu DHEA und Pregnenolon.
2. Schlafhormon: Melatonin
Melatonin ist ein Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert und schlaffördernd wirkt. Es ist ein natürliches körpereigenes Hormon, das auch in der Natur weit verbreitet vorkommt, unter anderem in Nahrungsmitteln wie Hafer. Es erfüllt eine Anzahl von Funktionen, die inbesondere bei Schizophrenie wichtig sind. Über 80 % der Menschen mit Schizophrenie leiden unter Schlafstörungen. Diese stehen in engem Zusammenhang mit einer schweren Tag-Nacht-Störung und Melatonin-Instabilität und können trotz stabiler Geistes- und Stimmungslage auftreten.
Der Kerntipp einer aktuellen Forschungsarbeit lautet: "Die ergänzende Verwendung von Melatonin bei Schizophrenie wird dringend empfohlen ... Seine Verwendung hat mehrere Wirkungen, die
- Schlafstörungen bei Schizophrenie beheben,
- echte verstärkende antipsychotische Wirkungen haben,
- das Risiko anhaltender Spätdyskinesien verringern,
- das drastische kardio-metabolische Syndrom eindämmen und
- letztendlich neuroprotektive Wirkungen angesichts des neuroprogressiven Verlaufs der Schizophrenie bieten." (2)
1. Schlaf
Benzodiazepine werden häufig eingesetzt, um Schlafstörungen bei Schizophrenie zu lindern. Obwohl ihre Anwendung nur kurzfristig empfohlen wird, nehmen viele Patienten diese langfristig ein und leiden unter zusätzlichen Nebenwirkungen wie kognitiven Beeinträchtigungen, Gedächtnisverlust, Sedierung und erhöhtem Sturzrisiko.
Die Schlafstörungen bei Schizophrenie werden auf einen Rückgang des nächtlichen Melatoninspiegels zurückgeführt, der sich bei Behandlung mit Benzodiazepinen oder Antipsychotika verschlimmern kann.
Die begleitende Gabe von Melatonin hat bei Schlafstörungen in der Allgemeinbevölkerung einen therapeutischen Nutzen gezeigt. Es zeigten sich geringe und mittlere Besserungen in jungen Jahren (15-30%) und größere Besserungen ab 55 Jahren (50%).
Um Schlafstörungen bei Patienten mit Schizophrenie zu behandeln, wurde in verschiedenen Studien ebenfalls die Gabe von Melatonin untersucht.
2. Verstärkende antipsychotische Wirkung
Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Melatonin eine eigene antipsychotische Wirksamkeit aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung besitzt. Es schwächt auch die dopaminerge Aktivität und die Dopaminfreisetzung ab. Ein Dopaminüberschuss ist mit positiven Symptomen einer Psychose, wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen verbunden.
Positive und negative Symptome
Frühere Studien zeigten, dass der Melatoninspiegel bei Patienten mit Schizophrenie signifikant reduziert sind und die zusätzliche Verwendung von Melatonin bei Schizophrenie durch seine entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen auch zu antipsychotischen Effekten führen kann.
Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, die Wirkung von Melatonin auf positive und negative Symptome von Patienten mit Schizophrenie zu untersuchen. Die Gesamtsymptome und allgemeinen Symptome besserten sich um 10%, die negativen Symptome um 20% gegenüber Placebo in 6 Wochen. (9) Weitere Studien zeigten Besserungen bei Depressionen um 30%, Ängsten um 10% und Schlafstörungen um 35%.
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel zu Melatonin.
3. Pflanzliche Hormone
Phytoöstrogene sind pflanzliche Hormone und können eine natürliche Alternative zu Östrogenen sein. Im Vergleich zur herkömmlichen Östrogenanreicherung haben sie keine oder nur geringe Nebenwirkungen.
Es gibt eine ganze Reihe von weiteren pflanzlichen Hormonen. Diese unterscheiden sich durch ihre unterschiedliche Wirkung auf das Hormonsystem und können daher in der Kombination sehr wirksam sein. Es sind zum Beispiel
- Genistein
- Roter Klee
- Traubensilberkerze
- Maca
- Shatavari
- Erdsternchen
In zahlreichen Studien wurde ihre Wirksamkeit insbesondere bei Wechseljahrbeschwerden, wie Depressionen, Ängste, Schlafstörungen und sexuellen Dysfunktionen nachgewiesen. Aufgrund ihrer starken Wirkung ist davon auszugehen, das diese pflanzlichen Hormone auch auf natürliche Weise positive und negative Symptome lindert, die durch eine hormonelle Dysfunktion ausgelöst werden.
So wurde festgestellt, dass Genistein therapeutische Wirkungen gegen verschiedene Symptome der Schizophrenie gezeigt hatte, indem es auf den Östrogenrezeptor einwirkte und das Dopamin- und Glutamatsystem beeinflusste. Die Östrogenbehandlung verringert die Empfindlichkeit der Dopaminrezeptoren und blockiert sie wie Antipsychotika. (1)
| Besserung bei Symptomen: [in Studien gegenüber Placebo in 8-12 Wochen] | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Genistein | ✓ | ✓ | 20% | ✓ | ✓ | - | - |
| Roter Klee | ✓ | ✓ | - | 50% | 50% | - | ✓ |
| Traubensilberkerze | ✓ | ✓ | - | 30% | ✓ | - | 15% |
| Maca | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | - |
| Shatavari | ✓ | ✓ | - | 50% | 50% | 50% | 35% |
| Erdsternchen(1) | ✓ | ✓ | - | 70% | 45% | - | 20% |
(+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführliche Artikel zu Genistein und pflanzlichen Hormonen
3. Östrogene: Estradiol
Estradiol ist die synthetisierte Form des natürliches Sexualhormon Östrogen. Es spielt eine wichtige Rolle bei Schizophrenie und kann sowohl therapeutisch als auch als möglicher Biomarker verwendet werden.
Estradiol und Schizophrenie bei Frauen und bei Männern
Eine aktuelle Übersichtsarbeit von 2024 "Östrogen und Psychose – ein Überblick und zukünftige Richtungen" merkt an:
"Unsere Forschungen zeigten übereinstimmend, dass eine zusätzliche Behandlung mit Estradiol zu einer Verbesserung der Psychosesymptome bei Frauen führte, insbesondere bei der Anwendung von 100 µg Estradiol.
ir führten auch eine kleine Studie mit Männern mit Schizophrenie durch, bei der die zusätzliche Gabe von Estradiol einen positiven Einfluss auf die psychotischen Symptome dieser Patientengruppe hatte." (6)
Östrogene regulieren wichtige biochemische Wege bei Schizophrenie, einschließlich der Dopaminaktivität, der Mitochondrienfunktion und des Stresssystems. Eine kürzlich erschienene Übersichtsarbeit zeigt, dass Hormone als Antipsychotikum wirken können, da sie in ähnlicher Weise auf die Dopamin-Signalgebung abzielen wie Antipsychotika:
"Leider gibt es einen beträchtlichen Anteil an Personen, die nur begrenzt oder gar nicht positiv auf Antipsychotika reagieren. Für solche Patienten kann die Erwägung ... einer Östrogenverstärkung von großer Bedeutung sein." (9)
Eine aktuelle Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis:
"Die vielversprechenden Erkenntnisse zu Hormonbehandlungen bei Psychosen stellen einen überzeugenden Weg für klinische Interventionen dar... Für Personen mit Schizophrenie, insbesondere solche, die nur begrenzt auf Antipsychotika ansprechen, könnte die zusätzliche Gabe von Östrogen in Betracht gezogen werden. Die Forschung legt nahe, dass dieser Ansatz zu einer Verbesserung des Symptommanagements und der kognitiven Funktion führen kann.
Darüber hinaus ist es unbedingt erforderlich, die einzigartigen Auswirkungen der Wechseljahre auf Frauen mit Schizophrenie anzuerkennen und die dringende Notwendigkeit gezielter Hormonbehandlungen zur proaktiven Vorbeugung von Rückfällen hervorzuheben ... Dieser Ansatz bringt nicht nur das Gebiet der Psychiatrie voran, sondern birgt auch das Potenzial, das Wohlbefinden und die Ergebnisse von Frauen, die von Psychosen betroffen sind, erheblich zu verbessern." (6)
Verschiedene Studien zeigten eine Verbesserung der Gesamtsymtome, positiver und negativer Symptomen um 10% sowie der kognitiven Funktionfähigkeit. Zudem konnten Depressionen und 10% verringert werden. Zunehmende Hinweise deuten darauf hin, dass die meisten Patientinnen mit Suizidgedanken in der vor und während der Menstruation eine deutliche Verschlechterung der depressiven Symptome und der Suizidgedanken erfahren. "Experimentelle Studien belegen, dass die Gabe von Estradiol diese wiederkehrenden Episoden mit erhöhtem Risiko verhindern kann." (9)
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel zu Estradiol.
4. Östrogenrezeptormodulator: Raloxifen
Selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SERM) sind Wirkstoffe, die ihre Wirkung über Östrogenrezeptoren vermitteln. Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERM), insbesondere Raloxifen, sind ein risikofreier Ersatz für Sexualhormone.
Raloxifen hat nachweislichen therapeutischen Nutzen bei Schizophreniepatienten beiderlei Geschlechts, insbesondere jedoch bei Frauen nach der Menopause mit behandlungsresistenter Schizophrenie. Es wirkt ohne feminisierende Wirkungen zu haben, daher ist es auch bei Männern mit Hormonmangel eine relevante Behandlungsoption als eine Alternative zu Östrogenen. Es hat sich gezeigt, dass Raloxifen durch seine Wirkung auf Östrogenrezeptoren im Gehirn, die auch an der Schizophrenie beteiligt sind, positive und negative Symptome verbessern kann.
"2018 konnte in einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse nachgewiesen werden, dass Raloxifen bei Schizophrenie – als Zugabe neben der normalen medikamentösen Behandlung – die Symptome spürbar vermindern kann sowie auch über längere Zeiträume angewendet werden kann, und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern." (8)
Ergebnisse dieser Metaanalyse: "Raloxifen war Placebo hinsichtlich der Verbesserung der Gesamtsymptomschwere sowie der positiven, negativen und allgemeinen Subskalen, gemessen mit der Positive and Negative Syndrome Scale, überlegen."(5)
In zwei Studien zeigte die Raloxifen-Gruppe im Vergleich zu Placebo signifikant größere Verbesserungen bei negativen Symptome um 20% und der positiven Symptome um 10-25% sowie der PANSS-Gesamtscore um 10-15%. (6) (7)
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel zu Raloxifen
5. Sonstige Hormone: Oxytocin

Oxytocin – von einigen Experten auch „das Liebes- und Kuschelhormon“ genannt – ist eines der wichtigsten Hormone, die Menschen produzieren. Es spielt eine Rolle bei sozialer Bindung, Partnerschaft und Sexualität.(4)
Studien deuten darauf hin, dass das Oxytocin-System bei Personen mit diagnostizierter Schizophrenie im Vergleich zu gesunden Personen gestört ist. So wurden signifikant niedrigere Oxytocin-Plasmaspiegel bei Patienten mit erster Schizophrenie-Episode berichtet.
Niedrige Plasma-Oxytocin-Werte sind mit einem erhöhten Schweregrad, eingeschränkter Funktionalität und einem schlechteren Ausgang der Erkrankung verbunden. Studien stellten beispielsweise erhöhte Oxytocin-Werte im Plasma von schizophrenen Patienten mit Wahnsymptomen fest, was darauf hindeutet, dass das Vorhandensein von Wahnvorstellungen die Oxytocin-Produktion ankurbeln könnte um diese zu mildern. (2)
Tatsächlich könnte eine Oxytocin-Dysregulation soziale kognitive Defizite verschlimmern und möglicherweise zu verstärkter Paranoia, sozialem Rückzug und Störungen wie Depressionen oder Angst- und Persönlichkeitsstörungen führen. (16)
Behandlung mit Oxytocin bei Schizophrenie
In den frühen 70er Jahren gewann Oxytocin, als potenzielles Behandlungsmittel für Schizophrenie an Bedeutung, basierend auf seinen antipsychotischen und prosozialen Eigenschaften in klinischen und präklinischen Studien. (2)

Oxytocin ist eine große Hilfe bei starken negativen Symptomen und fördert prosoziales Verhalten, indem es Empathie, Zusammenhalt und Kooperation sowie das soziale Gedächtnis und die emotionale Wahrnehmung verstärkt. (2)
Oxytocin ist verschreibungspflichtig und kann auch mit anderen nebenwirkungsarmen Hormonen wie SERM kombiniert werden um durch Synergieeffekte die Wirkung zu steigern.
Das Ziel einer 8-wöchigen placebokontrollierten Studie war es, die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Oxytocin-Nasenspray bei 40 Patienten mit Schizophrenie zu beurteilen. Ergebnisse: Bis Woche 8 zeigten die Patienten in der Oxytocin-Gruppe eine signifikant größere Verbesserung von der positiven (um 15%) , negativen, allgemeinen und Gesamt-PANSS-Werte (um 10 %) als die Placebo-Gruppe.
Weitere Studien zeigten Besserungen bei kognitiven Störungen um 30% Ängsten um 20%,
Eine Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis: "Eine Oxytocin-Behandlung und eine Östrogen-Hinzunahme bieten also vielversprechende therapeutische Vorteile bei Schizophrenie, und ihre Kombination könnte synergistisch wirken .. und intranasal verabreichtes Oxytocin ist möglicherweise eine bessere Alternative als eine Erhöhung der antipsychotischen Dosis bei behandlungsresistenter Schizophrenie." (2)
"Das Potenzial von Oxytocin als therapeutischer Weg zur Linderung der Symptome bietet eine vielversprechende Richtung für zukünftige klinische Forschung und Behandlungsstrategien bei Schizophrenie. " (16)
Oxytocin erfährt zur Behandlung stressbedingter und sozialer Störungen wie Schizophrenie zunehmend an Aufmerksamkeit, da Oxytocin als gut verträglich und für die Anwendung bei Erwachsenen und Kindern als sicher gilt. (13)
Mehr Informationen (und Quellenangaben) siehe ausführlicher Artikel zu Oxytocin.
6. Die wichtigsten Hormone bei Psychosen und Schizophrenie
In der Verlinkung werden die wichtigsten Sterioide und Hormone bei Psychosen und Schizophrenie vorgestellt:
| Besserung bei Symptomen: [in Studien gegenüber Placebo in 6 - 12 Wochen] | (G) | (+) | (-) | (k) | (D) | (Ä) | (ST) | (SCH) |
| Hormone (Gesamt - höchste Werte) | 15% | 25% | 40% | 20% | 50% | 60% | 50% | 35% |
| Prohormone | ||||||||
| 1. DHEA | 10% | ✓ | 40% | ✓ | 45% | 60% | ✓ | ✓ |
| 2. Pregnenolon | 10% | 10% | 30%1 | 15% | ✓ | 30%1 | ✓ | ✓ |
| Phytohormone | ||||||||
| 3. Genistein | ✓ | ✓ | ✓ | 20% | ✓ | ✓ | - | - |
| 4. Sonstige pflanzliche Hormone | ✓ | ✓ | ✓ | - | 50% | 50% | 50% | 35% |
| Östrogene | ||||||||
| 5. Estradiol | 10% | 10% | 10% | ✓ | 10% | ✓ | ✓ | ✓ |
| Östrogenrezeptormodulator (SERM) | ||||||||
| 6. Raloxifen | 15% | 25% | 20% | (✓) | (✓) | (✓) | - | (✓) |
| Sonstige Hormone | ||||||||
| 7. Melatonin - Mehr als nur ein Schlafhormon | 10% | ✓ | 20% | ✓ | 30% | 10% | ✓ | 35% |
| 8. Oxytocin - Das Kuschelhormon | 10% | 15% | 20% | 30% | - | 15% | ✓ | 20% |
(G) = Gesamtsymptome, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
(1) : Bei der Kombination von Pregnenolon und L-Theanin (7). Pregnenolon allein erzielte 15% Besserung bei negativen Symptomen.
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![]() Pflanzliche Hormone wurden erfolgreich als Behandlungsmethoden für sexuelle Funktionsstörungen untersucht, indem sie den Hormonspiegel wie Testosteron und Östrogen und die biologischen Mechanismen der sexuellen Reaktion beeinflussen. Viele Pflanzen werden traditionell verwendet. Ein Grund für eine sexuelle Dysfunktion ist ein niedriger Östrogenspiegel bei Patienten mit Schizophrenie, die in Studien alarmierend niedrig waren. Östrogenmangel tritt bei beiden Geschlechtern häufig auf und ist auch mit einer Zunahme psychotischer Symptome verbunden. Auch Antipsychotika und andere Psychopharmaka werden häufig mit sexuellen Funktionsstörungen wie Erektionsstörungen und verminderter Libido in Verbindung gebracht ... mehr erfahren |
Für die richtige Anwendung ist eine Hormon-Anamese eines Arztes wichtig. Ein ausführlicher Artikel über Hormone siehe auch: Die Bedeutung von Hormonen bei Psychosen und Schizophrenie
Studien und Quellen
siehe Verlinkung zu ausführlichen Artikeln der einzelnen Hormone
