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ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN | Aminosäuren bei Ängsten
Die steigende Zahl von Menschen, die an Angststörungen leiden, beträgt 15–30% der Bevölkerung in Industrieländern und 260 Millionen weltweit. Das Zusammenspiel von Stress, genetischer Verletzlichkeit sowie Widrigkeiten und Traumata in der Kindheit sind Risikofaktoren und fördern Angstzustände.
Angst ist nicht nur eine der Hauptursachen für Behinderungen und löst körperliche, geistige und soziale Probleme aus, sondern erhöht auch das Risiko für einen Suizid.
Angstsymptome bei Schizophrenie
Bis zu 65 % der Menschen mit Schizophrenie haben irgendeine Form von Angstzuständen. Die Arten von Angststörungen sind generalisierte Angststörung, Panikstörung, Phobien, soziale Angststörung, Zwangsstörung und posttraumatische Belastungsstörung.
Angst- und Panikstörungen werden durch ein übersteigertes sympathisches Nervensystem verursacht, das den letzten Schritt im Kampf-Flucht-Erstarrungs-Prozess darstellt. Dieser Prozess beginnt mit traumatischen Erfahrungen in Kindheit, wie Missbrauch, Gewalt, Vernachlässigung oder schwerer Kinderkrankheiten.
Diese Herausforderungen im frühen Leben können zu negativen Grundüberzeugungen führen, wie „Die Welt ist ein gefährlicher Ort.“ „Es ist nicht gut oder sicher, Gefühle zu zeigen.“ „Ich werde nie gut genug sein.“ usw. Aus diesen negativen Grundüberzeugungen entsteht eine zu Angst neigende Persönlichkeit.
Halluzinationen und andere Schizophrenie-Symptome können ängstlich machen, weil die Welt seltsam und verwirrend wahrgenommen wird. Eine der häufigsten Angststörungen bei Menschen mit Schizophrenie ist die soziale Angststörung. Es ist eine Angst vor sozialen Situationen, die zu Angst und Vermeidung führt.
Zu den weiteren Angststörungen, die bei Schizophrenie häufig auftreten, gehören:
Zwangsstörung. Dabei handelt es sich um den Drang, die gleichen Verhaltensweisen immer wieder zu wiederholen – etwa ständig zu putzen oder die Tür immer wieder abzuschließen.
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung handelt es sich um schwere Ängste und Flashbacks, die aus dem Erleben eines traumatischen und beängstigenden Ereignisses wie einer Vergewaltigung oder eines Übergriffs resultieren.
Bei einer generalisierten Angststörung handelt es sich um ständige Sorgen und Ängste, die schwer zu kontrollieren sind.
Eine Panikstörung verursacht Anfälle intensiver Angst, sogenannte Panikattacken. Angstzustände und Schizophrenie können zu anderen Problemen führen, einschließlich Depressionen und Selbstmord.
Die Behandlung mit Psychopharmaka
Bei der Standartbehandlung, der pharmakologischen Therapie bei Angststörungen gibt es meist unerwünschte Ereignisse wie z. B. Amnesie oder Gedächtnisverlust, Schlafstörungen, pharmakologische Abhängigkeit, Missbrauchsanfälligkeit und sexuelle Dysfunktion.
"Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen synthetischer Antidepressiva und Anxiolytika zählen Kopfschmerzen, sexuelle Funktionsstörungen, Sucht, Krampfanfälle und Selbstmord." (1)
1. Ängste und Aminosäuren
Aminosäuren in der Nahrung spielen eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung verschiedener Gehirnfunktionen. Neben ihrer wichtigen Rolle im Energiestoffwechsel, Gewebewachstum und -reparatur, der Immunfunktion und der Verdauung spielen Aminosäuren durch ihre Beteiligung an der Hormon- und Botenstoffherstellung eine wichtige Rolle bei der Stimmungsregulierung und der psychischen Gesundheit.
Die am häufigsten bei Patienten mit psychischen Störungen beobachteten Nährstoffmängel betreffen Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine. Ergebnisse klinischer Studien stützen die Annahme, dass eine Aminosäureergänzung bei der Behandlung von Stimmungsstörungen, einschließlich Angstzuständen und Depressionen, häufig hilfreich ist.
Eine Rangfolge der Wirkstoffe nach Stärke ist nur schwer möglich. Eine wirksame Anwendung ergibt sich entsprechend der individuell erforderlichen Behandlungsziele (s.u. "Wirkungsweise"). Eine ausführliche Beschreibung ist über den Namen des Wirkstoffs verlinkt.
(G) = Gesamtsymptome,, (+) = positive, (-) = negative, (k) = kognitive Symptome, (D) = Depressionen, (Ä) = Ängste, (ST) = Stress, (SCH) = Schlaf
2. Wirkungsweise
Angststörungen stehen im Zusammenhang mit oxidativem Stress und Entzündungen des Zentralnervensystems. Diese können auch
- auf ein zu geringes GABA
- einen zu hohen Glutamat- oder
- einen zu niedrigen Serotoninspiegel zurück zu führen sein
Die folgenden Aminosäuren haben einen spezifischen Einfluss auf die oben genannten Botenstoffe.
- So erhöht L-Theanin den Botenstoff GABA und senkt Glutamat.
- Eine Ergänzung mit NAC kann die Schwere der Angstsymptome reduzieren, indem der oxidative Stress, Entzündungen und der Glutamatspiegel gesenkt werden.
- GABA als natürliche Aminosäure erhöht auch den Botenstoff GABA im Gehirn und lindert so Ängste.
- Tryptophan und 5-HTP erhöhen Serotonin.
- L-Lysin hat Einfluss auf Serotonin und den Stresspegel.
- Glycin senkt die Überproduktion von Glutamat.
- Taurin erhöht GABA und schützt auch das Gehirn vor Entzündungen, oxidativem Stress und überschüssigem Glutamat.
Erwähnt seien noch die Aminosäuren L-Carnitin, L-Tyrosin und Arginin die ebenfalls Ängste lindern können.
3. Anwendung
Die am häufigsten bei Ängsten genutzten und bekanntesten Aminosäuren und Wirkstoffe sind GABA, Glycin, L-Theanin, NAC und Tryptophan. Alle Stoffe haben eine unterschiedliche Wirkungsweise und Behandlungsziele. ( siehe oben)
So wie Ängste bei jedem Menschen auch andere Ursachen haben, so drückt sich dies auch auf der biochemischen Ebene unterschiedlich aus.
Hinweise zur Anwendung finden sich über die Verlinkung der einzelnen Wirkstoffe.
4. Einkauf
Es ist zu empfehlen die Mittel einmal auszuprobieren , da die individuellen Dysfunktionen in Botenstoffsystemen, wie ober erläutert, nur kostenaufwendig im Labor zu bestimmen sind und ggf. auch zu kombinieren, wie es auch bei manchen Produkten der Fall ist.
Eine Kombination erhöht zudem die Wirkungsstärke deutlich.
Ein Einkaufsbeispiel
