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ENTZÜNDUNG DES ZENTRALNERVENSYSTEMS |
Antipsychotische und entzündungshemmenden Heilpflanzen
Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Entzündung des Zentralnervensystems eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Schizophrenie spielt.
In der ersten psychotischen Episode der Schizophrenie wurde eine Abnahme entzündungshemmender Marker beobachtet, während entzündungsfördernde Faktoren erhöht sind. Eine Neuroinflammation kann zu Schäden im Gehirn und zu Verbindungsstörungen führen und somit das Auftreten von Schizophrenie-Symptomen hervorrufen.
Studien, in denen Personen Schizophrenie anhand von Entzündungsmarkern eingeteilt wurden, ergaben, dass bei Personen mit höheren Werten inflammatorischer Marker schwerwiegendere Symptome auftraten. Insbesondere gibt es Hinweise auf eine Zunahme positiver, negativer, kognitiver und depressiver Symptome, die durch einen hohen Entzündungszustand gekennzeichnet sind.
HEILPFLANZEN ALS ENTZÜNDUNGSHEMMER
Pflanzen spielen seit der Antike eine wichtige Rolle in der menschlichen Gesundheitsfürsorge. Als Anpassung an Krankheitserreger und Umweltstress produzieren Pflanzen verschiedene Substanzen mit biologischer Aktivität. Zu den vielfältigen Funktionen gehört insbesondere die entzündungshemmende Wirkung
Heilpflanzen sind exzellente Antioxidatien, Entzündungshemmer und Immunverstärker. Somit sind Pflanzen zur wichtigsten Quelle von Substanzen für die Entwicklung neuer Medikamente geworden, und ein beträchtlicher Teil der weltweit verschriebenen Medikamente wird aus Pflanzen gewonnen.
Eine wissenschaftlicher Artikel mit dem Titel: "Erforschung des Potenzials von Heilpflanzen bei der Behandlung von Schizophrenie" stellt fest:
"Curcumin, der Wirkstoff in Kurkuma, hat Potenzial bei der Linderung von oxidativem Stress und Entzündungen gezeigt, die beide bei der Entstehung von Schizophrenie eine Rolle spielen. Studien deuten darauf hin, dass Curcumin Neurotransmittersysteme modulieren und neuroprotektive Effekte fördern kann, was es zu einem vielversprechenden Kandidaten für die Begleittherapie macht ...
Viele Heilpflanzen enthalten Verbindungen, die mit Neurotransmittersystemen wie Dopamin und Glutamat interagieren können, welche bei Schizophrenie eine Rolle spielen. Durch die Modulation dieser Systeme können Heilpflanzen dazu beitragen, das Gleichgewicht der Neurotransmitter wiederherzustellen und Symptome zu lindern ...
Oxidativer Stress und Entzündungen tragen vermutlich zu den bei Schizophrenie beobachteten neurokognitiven Entwicklungsstörungen bei. Heilpflanzen mit stark antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, wie Kurkuma, können diesen Prozessen entgegenwirken und Nervenzellen schützen ...
Pflanzen wie Bacopa monnieri und Ashwagandha enthalten Verbindungen, die neuroprotektiv wirken, indem sie das Wachstum und die Erhaltung von Nervenzellen unterstützen. Dies könnte möglicherweise dazu beitragen, den Hirnvolumenverlust und die bei Schizophreniepatienten häufig beobachteten strukturellen Anomalien zu reduzieren.
Da die Forschung die potenziellen Vorteile von Heilpflanzen wie Kurkuma, Ginkgo biloba, Bacopa monnieri und Ashwagandha weiter untersucht, stehen Menschen mit Schizophrenie und ihren Behandlern möglicherweise mehr Optionen zur Verfügung, um Behandlungspläne individuell anzupassen." (1)
| Europäische Heilpflanzen | Ayurvedische Heilpflanzen |
| 1. Rosmarin | 1. Kurkuma |
| 2. Lavendel | 2. Ingwer |
| 3. Salbei | 3. Aswagandha |
| 4. Ringelblume (Calendula) | 4. Astragallus |
| 5. Kamille | 5. Eukalyptus |
| 6. Katzenkralle | 6. Fenchel |
| 7. Sonnenhut (Echinecea) | 7. Indisches Basilikum |
| 8. Zitronenmelisse | 8. Koriander |
ANTIPSYCHOTISCHE HEILPFLANZEN ALS ENTZÜNDUNGSHEMMER
Im Folgenden sind die Heilpflanzen beschrieben, die bereits auch bei Schizophrenie in Studien eine antipsychotische Wirkung u.a. aufgrund ihres entzündungshemmenden Potentials gezeigt haben.
Europäische Heilpflanzen
1. CBD
Besonders bekannt ist CBD wegen seiner entzündungshemmende Wirkung – etwa bei chronischen Schmerzzuständen, wie Rheuma bzw. Arthritis oder Multipler Sklerose.
2. MARIENDISTEL
Die Mariendistel wirkt (wie viele Heilpflanzen) entzündungshemmend, immunstimulierend und antioxidativ.
3. BERBERITZE
Studien deuten darauf hin, dass Berberin eine antipsychotische und antidepressive Wirkung hat, u.a. durch den Schutz der Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes vor stressbedingten Schäden und Entzündungen, Hemmung der Neuroinflammation und Reduktion von oxidativem Stress im Gehirn.
Seine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung schützt auch Neuronen und verbessert das Überleben, Wachstum und die Funktion von Nervenzellen aufgrund seines hohen Potenzials die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Es liegen zahlreiche Belege dafür vor, dass Berberin ZNS-bezogene Störungen, einschließlich Alzheimer, Schizophrenie, Depression und Angst verbessern kann.
4. RESVERATROL
Resveratrol hat weitreichende positive Eigenschaften, darunter antioxidative, entzündungshemmende und neuroprotektive Wirkungen. Die Funktion des Gehirns wird reguliert und die mit Lernen, Angstzuständen, Depressionen und Gedächtnis verbundenen Verhaltensfaktoren verbessert. Resveratrol passiert aufgrund seiner Eigenschaften die Blut-Hirn-Schranke und kann eine erhebliche Rolle bei der Verhinderung von Neuroinflammation und Oxidation im Gehirn spielen. Darüber hinaus kann Resveratrol neurotrophe Faktoren erzeugen, was zur Wiederbelebung gestörter dopaminerger Neuronen führt.
5. FENCHEL
Fenchel besitzt starke entzündungshemmende sowie antioxidative Eigenschaften, die bei der Vorbeugung psychotischer Schübe von Vorteil sind. Die in Studien beobachtete antipsychotische Wirkung kann auf das Vorhandensein von Antioxidantien wie Glutathion, Vitamin C, Vitamin E, und Flavonoiden zurückgeführt werden, die die Gehirnzellen vor oxidativem Stress schützen.
Ayurvedische Heilpflanzen
1. KURKUMA
In der traditionellen Medizin wird Kurkuma häufig als entzündungshemmendes und antiseptisches Mittel verwendet. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften werden bei körperlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Asthma und neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz und Parkinson-Krankheit genutzt.
Curcumin reduziert die Produktion entzündlicher Zytokine. Curcumin ist eine Verbindung mit der Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen und seine antioxidative, neuroprotektive Wirkung auszuüben. Es reduziert den Umsatz an Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Curcumin gilt auch als Fänger freier Radikale, der Superoxidanionen entfernt und schützt so bei Schizophrenie vor mitochondrialer Dysfunktion.
2. ASHWAGANDHA
Patienten nahmen in einer Studie 12 Wochen lang täglich 1000 mg Ashwagandha-Extrakt (WSE) oder ein Placebo. In der Ashwagandha-Gruppe sanken die Entzündungsmarker, während sie in der Placebogruppe stiegen.
3. NONI
Der wahrscheinliche Mechanismus der antipsychotischen Wirkung von Noni- Extrakt wird einer antidopaminergen Aktivität zugeschrieben, sowie den antioxidativen, immunregulierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften.
4. SCHWARZE MYROBALANE (HARITAKI)
Schwarzes Myrobalan hat eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Diese Effekte können die negativen, kognitiven und allgemeinen Symptome bei Schizophrenie- Patienten senken, wie eine aktuelle Studie von 2022 bestätigte.
5. EUKALYPTUS
Die entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen von ätherischen Ölen des EUKALYPTUS sind bei neuropsychiatrischen Störungen wohltuend wirksamen.
Studien
(1) Exploring the Potential of Herbal Plants in Treating Schizophrenia, Arnaldo Rio, 2023
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