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4. PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Artikel in der Übersicht

  • Phoenix
  • 1. Juni 2024 um 03:55
  • 2.321 Mal gelesen
  • 2 Kommentare

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PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Artikel in der Übersicht


Ein langsames Ausschleichen von Psychopharmaka ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Die meisten Absetzversuche scheitern, weil sie zu schnell erfolgen, meist mit Absetzpsychosen, einem Psychiatrie-Aufenthalt und einer wieder stark erhöhten Dosis an Antipsychotika oder Antidepressiva.

Es ist wichtig nur in 10% Schritten alle 4-6 Wochen zu reduzieren. Und erst dann den nächsten Schritt zu gehen, wenn man stabil und symptomfrei ist. Es kann ein Jahr oder länger dauern bis sich das Gehirn angepasst hat und ohne Psychopharmaka die nötigen Botenstoffe wieder selbst in ein gesundes Gleichgewicht bringen kann. Wer schon länger als 5 Jahre Psychopharmaka nimmt, sollte sich mit dem Absetzen mindestens 2 Jahre Zeit lassen.

Zum Ende des Ausschleichens, wenn die Dosis schon sehr klein geworden ist, gibt es meist keine Tabletten mehr in der richtigen kleinen Dosis zu kaufen und die kleinste Einheit muss noch einmal geteilt werden oder ist in Wasser aufzulösen und anteilig zu trinken. Gerade zum Schluss ist besondere Vorsicht geboten !!!

Zur Unterstützung können, entsprechend der Symptome, alle natürlichen Wirkstoffe genutzt werden. Sie geben mehr Sicherheit, regenerieren das Gehirn und die Organe und können ggf. den Ausschleichprozeß beschleunigen. Sicherheit sollte jedoch die höchste Priorität haben, da eine mögliche Absetzpsychose den Gesundungsprozeß erheblich zurück werfen kann.

Alle harmonisierenden Therapien und Heilverfahren bieten ebenfalls eine wichtige Unterstützung. Eine regelmäßige körperliche und erdende Arbeit mit sozialen Kontakten oder eine gebende ehrenamtliche Tätigkeit sind ein wichtiger Stabilisator, der im Sinne einer Ordnungstherapie dem Tag eine stabile Struktur gibt.

Ebenfalls sind Sport und Body-Mind-Therapien sowie eine therapeutische Begleitung durch einen Psychologen, Naturarzt oder Heilpraktiker ratsam. Ebenso ist ein kreatives Hobby, wie Kunst, Musik, Tanz oder Theatertherapie hilfreich starke Emotionen ausdrücken zu können und Spannungen abzubauen.

Zeit für die innere Einkehr, wie Meditation, ein Tagebuch oder Journaling schaffen den Kontakt zu sich selbst. Die eigene Situation, die Gesundheitslage und Frühwarnsignale können so richtig oder besser eingeschätzt werden.

Vermieden sollten stark herausfordernde Aktionen, wie eine Fernreise, ein Umzug, ein Arbeitsplatzwechsel oder auch zu stark aufwühlende Therapien.

Eine Internetseite mit Informationen und Möglichkeiten eines Austauschs in einem Forum zum Thema "Psychopharmaka absetzen" ist (https://www.psyab.net).

Innere Achtsamkeit und Geduld sind der Schlüssel zu Erfolg !


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Warum scheitern viele Absetzversuche von Psychopharmaka und wie geht es richtig?

Viele Absetzversuche scheitern, man muss leider sagen auch von Psychiatern angeleitet (siehe Erfahrungsbericht), weil die Reduktion meist zu schnell erfolgt und linear also zum Beispiel von 20 mg, in 5 mg-Schritten, auf 15, 10, 5, 0 mg.

Beim herkömmlichen „linearen“ Ausschleichen, bei dem die Dosis jedes Mal um den gleichen Betrag reduziert wird, wird die wahre Wirkung der Dosis eines Arzneimittels auf das Gehirn nicht berücksichtigt. Ein abruptes Absetzen der Dosis in der Endphase einer linearen Ausschleichphase führt zu einem plötzlichen, starken Abfall der Rezeptorbelegung, was schwere Entzugserscheinungen auslösen kann.

Eine prozentuale Reduktion (hyperbolisches Ausschleichen), zum Beispiel immer nur 10% in 4 - 6 Wochen, wirkt dem entgegen, indem die Dosisreduktionen mit abnehmender Dosis immer geringer ausfallen, was zu einer allmählicheren, lineareren Verringerung der Wirkung des Medikaments auf das Gehirn führt ... mehr erfahren


EXPERTEN IM GESPRÄCH | Psychopharmaka absetzen

Diese Videos behandelt folgende Themen:
- Häufige Gründe für das Absetzen von Medikamenten
- Erkennen, ob Symptome durch Medikamente oder Lebensumstände verursacht werden
- Wie man sich auf das Absetzen vorbereiten kann
- Welches Medikament zuerst abgesetzt werden sollte
- Geschwindigkeit, Methoden und häufige Fehler beim Absetzen

Das Absetzen ist sehr individuell und erfordert Geduld, Vorbereitung und Anpassung. Wenn Schwierigkeiten auftreten, sollte professionelle Hilfe in Betracht gezogen werden ... mehr erfahren


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Du möchtest Deine Medikamente absetzen?
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Zu versuchen ohne Psychopharmaka zu sein heißt, selbst die Verantwortung für sich zu übernehmen. Es heißt, die eigene Stärke zu entwickeln, mit sich selbst und den Schwierigkeiten zu üben, zu lernen, zu wachsen, und heilen zu wollen.

In diesem Artikel habe ich meine persönlichen Erfahrungen mit dem Ausschleichen von Antipsychotika beschrieben und Empfehlungen für ein sicheres Absetzen genannt ... weiterlesen


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Antipsychotika nach der ersten Psychose absetzen ? Rückfall oder Genesung ? - Ergebnisse einer 7-jährigen Langzeitstudie

Eine Studie legte nahe, dass eine frühe Dosisreduktion bzw. das Absetzens zwar ein höheres anfängliches Rückfallrisiko birgt, aber im Vergleich zu einer Beibehaltung nach gut 2 Jahren gleiche Ergebnisse und langfristig mit einem besseren Ergebnis hinsichtlich weiterer Rückfälle, der Funktionsfähigkeit und allgemeinen Genesung verbunden ist.

Nach sieben Jahren wies die Gruppe mit Dosisreduktion/Absetzen mit 40,4 % eine deutlich höhere Genesungsrate gegenüber 17,6 % in der Medikamentengruppe auf ... mehr erfahren


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Können auch chronisch schizophren Erkrankte ihre Antipsychotika absetzen, die schon mehrere Psychosen hatten? - Die Ergebnisse der RADAR-Studie
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Ziel der RADAR-Studie war es, die Auswirkungen einer schrittweisen Reduktion und möglichen Beendigung von Antipsychotika bei Menschen mit Schizophrenie zu untersuchen. Die Teilnehmer wurden zufällig entweder einer Gruppe zugeteilt, in der sie ihre Medikation unter ärztlicher Aufsicht langsam reduzierten, oder einer Gruppe, die die gewohnte Behandlung fortsetzte.

Ergebnis: Personen, die der Reduktionsstrategie zugeteilt wurden, mussten zwar etwas häufiger aufgrund eines Rückfalls stationär aufgenommen werden als Personen, die der Erhaltungstherapie zugeteilt wurden (25 % vs. 13 %), aber ein Rückfall war nicht unvermeidlich.

Tatsächlich erlitten 72 % der Teilnehmenden beider Gruppen, die ihre Antipsychotika absetzten, keinen schweren Rückfall, und 71 % der Personen, die ihre Antipsychotika um mindestens 50 % reduzierten, taten dies ebenfalls nicht. Dreizehn Teilnehmende der Reduktionsgruppe und acht der Erhaltungsgruppe benötigten am Ende der Studie keine Antipsychotika mehr ... mehr erfahren


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Ein Treffen ehemaliger Patienten über das Absetzen von Psychopharmaka. Empfehlungen für den Erfolg
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Mehr als die Hälfte der Probanden des Films haben eine Vielzahl von Medikamenten erfolgreich abgesetzt, darunter Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren, Antidepressiva und Benzos, und mehrere Teilnehmer geben Schulungen zu diesem Prozess. Hier erzählen sie, wie sie es gemacht haben, und sie bieten eine Philosophie und einen Rahmen für den Erfolg. Directed by Daniel Mackler. (Filmemacher und Psychotherapeut, NYC) ... weiterlesen


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Wie geht man beim Reduzieren und Absetzen vor?

Für Menschen, die wieder ein gesünderes und glücklicheres Leben ohne Psychopharmaka führen möchten. Die sich selbst und ihren natürlichen Gefühlen wieder den Raum geben möchten, die sie brauchen um zu gesunden.

Für diejenigen, die wieder zu ihrer eigenen Stärke zurück finden möchten. Die sich lösen wollen von Ärzten, die ihnen sagen, das sie ihr Leben lang Medikamente nehmen müssen, die nur Symptome unterdrücken und niemals zur Gesundung führen sondern nur zur Chronifizierung.

Die ihrer eigenen Autorität wieder die Achtung und den Respekt geben möchten, die sie verdient. Für die Gesundheit, für ein selbstbestimmtes Leben, für den Frieden mit sich selbst und das Glücklich sein.

Das Licht liegt in den eigenen Hände ...

Eine Anleitung zum richtigen Ausschleichen von Psychopharmaka. Sie beruht im wesentliche auf Empfehlungen der DGSP mit wenigen Ergänzungen. Das Original-PDF findet ihr im Anhang ... weiterlesen


ERFAHRUNGSBERICHT | Achtung Rückfall - Olanzapin in zu großen Schritten reduziert.
Psychopharmaka: Neuroleptika – DGSP e.V.

Frau M. (48) nimmt Antipsychotika seit ca. 15 Jahren.

Dosis: 100 mg Seroquel und 20 mg Olanzapin für die Nacht, seit 2 Monaten auf 15 mg reduziert. Sie hat 2 Suizidversuche hinter sich und hat daher eine tägliche überwachte Medikamenten-Gabe vom ambulanten Dienst seit 10 Jahren gewünscht.

Seit einer Woche verweigert sie komplett alle Medikamente (auch für andere Erkrankungen) und ist einer vernünftigen Zusprache schon nicht mehr zugänglich. Die Ärzte sind informiert ... weiterlesen


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Gehirnveränderung und Absetzsymptome
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In fünf kurzen Video-Clips ( 2 min.) berichten Experten über die Gehirnveränderung und Absetzsymptome durch Psychopharmaka. Sie machen deutlich, dass das Absetzen schwieriger ist als der Entzug von Heroin und Psychiater oftmals keine Kenntnisse darüber haben, den Ausschleichprozess fachgerecht zu begleiten. Ich kenne selbst einige Beispiele von missglückten Absetzversuchen nach Vorgaben durch Psychiater, die in einer Absetzpsychose und in der Psychiatrie endeten. Eine Anleitung für ein sicheres und erfolgreiches Ausschleichen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) im Anhang ... weiterlesen


PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN | Was ist beim Ausschleichen von Antipsychotika mit Hilfe von Heilpflanzen zu beachten?

"Wie könnte ich vorgehen, um von den Antipsychotika weg zu kommen? Ich weiß dass man im Normalfall immer nur 10% reduzieren darf, aber ich habe die Theorie, dass man ja auch abrupt absetzen kann, um dann mit Heilpflanzen die Psychose "Ab zu federn". Könnte das gelingen? Wenn ja, welche Vorgehensweise und welche Heilpflanzen würden Sie empfehlen? ... weiterlesen


ANTIDEPRESSIVA ABSETZEN | Entzugserscheinungen oder ist die Depression zurück?

"Es gibt zahlreiche Untersuchungen zu Entzugserscheinungen. In einer Studie wurde ein Drittel der Patienten aufgrund der Entzugserscheinungen so stark beeinträchtigt, dass man sagen könnte, sie hätten eine neue Depression bekommen.

Aber das ist keine echte Depression, das ist ein Entzugssymptom, es ist eine Entzugsdepression. Entzugserscheinungen werden leider sehr oft von Ärzten als Krankheitssymptome interpretiert, auch von Psychiatern, die es viel besser wissen sollten.

Und dann sagen sie den Patienten: „Sehen Sie, Sie können nicht ohne Ihr Medikament sein. Wir müssen es Ihnen noch einmal verschreiben" So kann es sein, dass Sie das Medikament für immer, für den Rest ihres Lebens nehmen ... mehr erfahren


ANTIDEPRESSIVA ABSETZEN | Absetz- und  Entzugserscheinungen von Antidepressiva

"Manche Menschen schaffen es einfach aufzuhören und haben nicht einmal die geringsten Schwierigkeiten. Andere wiederum entwickeln innerhalb von ein, zwei oder wenigen Tagen nach dem Absetzen verschiedene Symptome: grippeähnliche Gefühle, sehr lebhafte Träume.

Es gibt jedoch eine andere Kategorie von Menschen, die drei bis sechs Monate nach dem Absetzen des Medikaments Symptome entwickeln ... Sie können Entzugserscheinungen haben, und zwar die, gegen die sie behandelt wurden. Nur handelt es sich um dieses intensive Gefühl von Angst und Depression ...

Ich konnte einige Leute beobachten und feststellen, dass das nach fünf oder sechs Jahren größtenteils verschwunden ist, aber nicht vollständig. Ja, es muss ein neurologischer Schaden sein, dessen Nervenschädigung lange braucht, um zu heilen ... weiterlesen


EXPERTEN IM GESPRÄCH | Psychopharmaka richtig absetzen - 10 Tipps zum Ausschleichen


1. Stabilisieren Sie die Dosis, wenn möglich
2. Beginnen Sie mit dem Absetzen von Stimulanzien
3. Ausschleichen mit bestimmter Priorität
4. Geschwindigkeit des Ausschleichens wird durch die Ziele bestimmt
5. Flüssiges Mikro-Ausschleichen
6. Überfordern Sie Ihren Arzt nicht
7. Beobachten Sie Ihre Symptome
8. Rechnen Sie mit Herausforderungen, wenn der Entzug langwierig ist
9. Es ist kein Wettrennen
10. Leben Sie so normal wie möglich
BUCHEMPFEHLUNGEN
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"Psychopharmaka reduzieren und absetzen: Praxiskonzepte für Profis, Betroffene, Angehörige" : von Peter Lehmann (2023)

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"Genug geschluckt!: Psychopharmaka erfolgreich und dauerhaft absetzen" Buch von Dr. Peter und Mahinda Ansari (2022)

Psychopharmaka absetzen? Warum, wann und wie?

"Psychopharmaka absetzen? Warum, wann und wie ?" von Prof. Gründer


Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen - Leben ohne Psychopharmaka, geht das?

Dateien

Harm_Reduction_Leitfaden_zum_risikoarmen_Absetzen_von_Psychopharmaka.pdf 4,56 MB – 273 Downloads Anleitung Absetzen Kurz- DGSP.pdf 29,33 kB – 249 Downloads Anleitung_Absetzen-DGSP_Broschuere-Lang.pdf 1,12 MB – 266 Downloads
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Kommentare 2

Denis
5. Juli 2023 um 17:11
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Beim Heilen setzt man sich positive Reize. Das bedeutet man sagt sich, dass man auf ungesundes verzichtet und sich gute Ziele setzt oder ähnlich. In einem Zentrum bspw. Healing Center, setzt man sich vielleicht mit seinem Journeeling auseinander und trinkt Ingwertee. Sind beides Dinge, die der Gesundheit gut tun.

Auf ungesundes Verzichten und sich gute Ziele setzen. Würdest Du meine Auffassung so richtig intepretieren?

Wenn man einen Freund trifft und etwas trinken geht, kann das ebenfalls gut tun. Weil man in guter Gesellschaft ist und Soziale Interaktion ausübt.

Phoenix
5. Juli 2023 um 17:15
Autor
  • Inhalt melden

Ungesundes durch Gesundes zu ersetzen, so weit es gelingt, ist immer von Vorteil, ja da hast Du vollkommen recht.

Auch sich mal belohnen, auch wenn es gesünderes geben sollte, hilft auch aus einem Tief. Zu streng ist sicher auch ungesund.

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