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BIG PHARMA |
Selling Sickness: Wie die größten Pharmaunternehmen der Welt uns zu Patienten machen
SELLING SICKNESS deckt die ungesunde Beziehung zwischen der Gesellschaft, der medizinischen Wissenschaft und der Pharmaindustrie auf und wie die Ausweitung der Krankheitsgrenzen und die Senkung der Schwelle für Behandlungen Millionen neuer Patienten und Milliarden neuer Gewinne hervorbringen.
Der CEO von Merck schlug vor, das Pharmaunternehmen mehr wie der Hersteller von Wrigleys Kaugummi sein solle, und sagte, es sei schon lange sein Traum, Medikamente für gesunde Menschen herzustellen und „an alle zu verkaufen“. Dieser Traum treibt jetzt die Marketingmaschinerie der profitabelsten Industrie der Welt an.
Heutzutage finanzieren Arzneimittelhersteller aggressive Marketingkampagnen, die darauf abzielen, das öffentliche Bewusstsein für bisher unbekannte oder unter weniger dramatischen Namen bekannte Krankheiten zu schärfen. Schüchternheit wird daher als „soziale Angststörung“ gebrandmarkt, ständige Sorge wird zur „generalisierten Angststörung“ und prämenstruelle Spannung wird jetzt zur „prämenstruellen dysphorischen Störung“.
Der Verkauf von SSRI-Antidepressiva zur Behandlung dieser und anderer Krankheiten wie Paxil, Zoloft und Prozac hat sich zu einem Markt von 20 Milliarden US-Dollar entwickelt.
Der Film SELLING SICKNESS enthält Kommentare von bezahlten medizinischen Beratern der Pharmaunternehmen, Patienten, Forschern, Patientenvertretern, Werbetreibenden, Anwälten und dem Psychiater Dr. David Healy, einem Kritiker der Pharmaindustrie.
SELLING SICKNESS besuchte außerdem Messen und Fachkonferenzen, um zu zeigen, wie die Pharmaindustrie den Einsatz ihrer Medikamente in der medizinischen Gemeinschaft fördert.
Der von Ray Moynihan, ein international angesehener Gesundheitsjournalist, mit geschriebene Dokumentarfilm enthüllt Aspekte des Medikamentenhandels, die in Werbespots oder Zeitschriften nicht erwähnt werden, einschließlich der Täuschung in gesponserten klinischen Studien, die hohe Suchtgefahr und viele unerwünschte Nebenwirkungen (wie Selbstmordgedanken bei jugendlichen Patienten) beliebter SSRI-Antidepressiva.
Bei einer Anhörung der FDA (Zulassungsbehörde von Medikamenten) in Washington, D.C. unterstreichen die Aussagen von Eltern, die ihre Kinder durch Selbstmord verloren haben, deutlich die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung dieser stark beworbenen und verschriebenen Antidepressiva.