ABSETZEN VON PSYCHOPHARMAKA | Wie gehe ich beim Reduzieren und Absetzen vor?
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Phoenix -
17. November 2024 um 02:40 -
2.763 Mal gelesen -
2 Kommentare
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ABSETZEN VON PSYCHOPHARMAKA |
Wie gehe ich beim Reduzieren und Absetzen vor?
Für Menschen, die wieder ein gesünderes und glücklicheres Leben ohne Psychopharmaka führen möchten. Die sich selbst und ihren natürlichen Gefühlen wieder den Raum geben möchten, die sie brauchen um zu gesunden.
Für diejenigen, die wieder zu ihrer eigenen Stärke zurück finden möchten. Die sich lösen wollen von Ärzten, die ihnen sagen, das sie ihr Leben lang Medikamente nehmen müssen, die Symptome unterdrücken und niemals zur Gesundung führen sondern nur zur Chronifizierung.
Für diejenigen, die ihrer eigenen Autorität wieder die Achtung und den Respekt geben möchten, die sie verdient. Für die Gesundheit, für ein selbstbestimmtes Leben, für den Frieden mit sich selbst und das Glücklich sein.
Das Licht liegt in den eigenen Händen ...
Es folgt eine Anleitung zum richtigen Ausschleichen von Psychopharmaka. Die beruht im wesentliche auf Empfehlungen der DGSP (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) mit wenigen Ergänzungen.
Es ist jedoch unbedingt notwendig, sich an die Vorgaben von 10% Reduktion in 4 - 6 Wochen zu halten, insbesondere wenn schon lange Antipsychotika genommen werden und noch keine Erfahrung beim Absetzen besteht. Und immer nur dann weiter reduzieren, wenn ein sicheres Gefühl von Stabilität besteht.
Es gibt ein Hochgefühl, wenn mit dem Ausschleichen begonnen wird. Es ist jedoch wirklich wichtig, die Ungeduld zu bremsen, sonst bekommt man eine Absetzpsychose. Ich muss leider immer wieder feststellen, das Psychiater zu wenig Ahnung haben, wie man richtig ausschleicht und Patienten in eine schreckliche Absetzpsychose rutschen.
Wer viele Jahre Antipsychotika nimmt, da kann es auch schon mal Jahre dauern, bis man raus ist. Ich hatte 3 Jahre Antipsychotika genommen und habe 1 Jahr gebraucht sie auszuschleichen. Ich hatte auch schon von 5 Jahren gehört, wenn man 10 Jahre oder länger schon Antipsychotika nimmt.
Es ist wichtig die Dosis selbst regulieren zu können, je nach Verfassung auch mal wieder leicht rauf gehen zu können. Und insbesondere zum Schluss in kleinen Schritten reduzieren ist wichtig. Wer eine Spritze bekommt, sollte zuerst zu Tabletten wechseln. Meist müssen Tabletten zum Schluss noch einmal gebrochen werden oder in Wasser aufgelöst werden. Es braucht ganz viel Geduld und Feingefühl für sich selbst !
Ich persönlich würde 2 - 4 Wochen vor dem Ausschleichen empfehlen als Unterstützung mit folgendem zu beginnen:
Mit einer top gesunde Ernährung, mit viel Salat, frischem Gemüse und Obst, einer Auswahl an antipsychotische Heilpflanzen in bester Qualität und stärkster Wirksamkeit und Wirkstoffe der orthomolekularen Psychiatrie (Vitamine in Tages- und Hochdosis, Psychobiotika, sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren und, bei Hormon-Defiziten auch, natürliche Hormone)
Ergänzend zur Harmonisierung der Psyche und damit der Botenstoffe im Gehirn eine Therapieform oder Heilmethode am besten auf allen 5 Ebenen der Heilung wählen:
1. Körperliche Ebene: Erdende körperliche Arbeit (wie Garten-, Küchen-, Reinigungsarbeiten), Sport
2. Energie- Ebene: Akupunktur, Yoga, Atemtherapie, Naturerlebnisse
3. Mental-Ebene: Psychotherapie, Homöopathie, Affirmationen
4. Intuitive Ebene: Kunst, Musik- oder Tanztherapie
5. Geistige Ebene: Achtsamkeit, Meditation, Selbstheilung
Beim Ausschleichen von Psychopharmaka sollte auf aufarbeitende und aufwühlende Therapien sicherheitshalber verzichtet werden und besser ausgleichende und harmonisierende Techniken, wie oben genannt gewählt werden.
(NICHT zu Empfehlen sind Bsp.: Hypnose, Familienstellen, analytische Psychotherapie, Schamanische Techniken, Rückführungen, energetische Therapien (Geistheilung, Reiki), intensive Meditation und intensives Yoga.
Das Original-PDF findet ihr im Anhang. Dann viel Glück !
Anleitung zum Ausscheichen
- Je länger die Medikation eingenommen wurde, umso langsamer muss vorgegangen werden. Bei Medikation über mehr als fünf Jahre sollte die Reduktion über zwei Jahre erfolgen.
- Der Beginn eines Reduktionsversuches sollte unter Bedingungen psychischer und sozialer Stabilität erfolgen. Ausnahme: Es werden aktuell Hochdosierungen oder Kombinationen von drei und mehr Antipsychotika eingenommen.
- Nach den Berichten vieler Psychiatrie-Erfahrener scheint es sinnvoll zu sein, den Wunsch nach Reduzieren und Absetzen der Antipsychotika nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, sondern sich auch mit weiteren wichtigen Lebenszielen auseinanderzusetzen. Aber auch eine Überforderung sollte vermieden werden und außergewöhnliche Anstrengungen gut überdacht sein, wie längere anstrengende Fernreisen, Umzug, neue herausfordernde Arbeit usw.
- Reduktions- und Absetzversuche sollten möglichst therapeutisch begleitet werden. (Hausarzt, Psychiater, Psychologe, Betreuer) Muss aber nicht sein. Wichtiger ist meiner Meinung nach, mit sich selbst in gutem Kontakt zu sein.
- Ein unterstützendes soziales Netzwerk ist sehr hilfreich. Wie Familie, Freundeskreis...
- Es ist empfehlenswert, vor Beginn ein Netzwerkgespräch mit allen wichtigen therapeutischen und persönlichen Bezugspersonen zu führen und einen Krisenplan zu erstellen. (alternative Kliniken wie Soteria, Bauernhof für psychisch belastete Menschen, s. Artikel ALTERNATIVEN). Die individuellen Ängste, Gefahren und Möglichkeiten können mit diesen Bezugspersonen auf ihren realistischen Gehalt hin überprüft werden.
- Ein fortlaufendes kurzes Protokoll des Verlaufs sollte – eventuell mit einem Begleiter – geschrieben werden.
- Es kann zu stärkeren emotionalen Reaktionen kommen. Eine geeignete Unterstützung bei der Verarbeitung (kreativer Ausdruck, Psychotherapie, Sport u.a.) kann man sich gut im Vorfeld überlegen.
Wie reduziere ich konkret?
- Um Absetzsymptome so gering wie möglich zu halten, sollte man nach der 10%-Regel vorgehen, d.h. die Dosis jeweils um 10% reduzieren. Bei späteren Reduktionsschritten sind oft sogar noch kleinere Dosis-Stufen sinnvoll.
- Die Reduktion sollte erst dann weiter fortgesetzt werden, wenn für einige Wochen eine Stabilität mit dieser Dosis erreicht wurde. Je nach Dauer der vorausgegangenen Einnahme wird eine Wartezeit von 3 bis 6 Wochen vorgeschlagen, bevor weiter reduziert wird. Sollten sich Absetzsymptome wie Schlafstörungen oder Unruhe einstellen, sollte vor dem Abklingen der Symptome nicht weiter reduziert werden.
- Mögliche psychische oder körperliche Absetzsymptome stellen sich schnell ein und verändern sich. Sind sie zu ausgeprägt, war der Reduktionsschritt zu groß. Dann ist die Rückkehr auf die letzte Dosis – eventuell für einige Tage sogar etwas höher dosiert – richtig. Vor einem erneuten und auf jeden Fall kleineren Reduktionsschritt sollten 2–4 Wochen abgewartet werden. Es ist wichtig nicht zu starr in eine Richtung zu handeln, nicht zu vorsichtig und nicht zu übermütig. Auch sich eingestehen können, wieder etwas mehr nehmen zu müssen ist wichtig.
- Nicht selten sind die letzten Schritte bei nur noch sehr niedrigen Dosierungen besonders schwierig und benötigen noch kleinere Reduktionsschritte, die mit den üblichen Dosisgrößen der Präparate nicht mehr machbar sind. Von einigen Wirkstoffen liegen flüssige Darreichungsformen vor, mit denen sehr geringe Dosierungsveränderungen möglich sind. Im Anhang (44 f.) finden Sie eine tabellarische Übersicht über die vorliegenden Dosierungen der Präparate sowie die Teilbarkeit der Tabletten und flüssigen Formen. (s. PDF Anhang)
- Auch die Einnahme der Antipsychotika in einem verlängerten Einnahmeintervall – nur noch jeden 2. oder 3. Tag – kann sinnvoll sein, um dem Stoffwechsel des Gehirns eine Anpassung zu ermöglichen. Dabei sollte mit einem zunächst zweitägigen Abstand begonnen und nach drei Monaten und bei Stabilität dreitägigen Abstand vorgegangen werden. Dies wurde bisherin zwei Pilotstudien, allerdings nur über 6 Monate als erfolgreich untersucht. Bisher gibt es keine Studie, die das „extended dosing“ bis zum vollständigen Absetzen eines Medikaments durchgeführt hat. Bitte beachten: Clozapin und Olanzapin sind aufgrund ihrer Rezeptorbindungszeit für ein solches Vorgehen nicht geeignet.
- Auch eine Reduktion ist bereits ein Erfolg. Häufig ist zunächst nur die Behandlung mit einer geringeren Dosis zu erreichen. Weitere längerfristige therapeutische Begleitung ermöglicht später oft eine weitere Reduktion auf eine sehr geringe Dosis , bis zum vollständigen Absetzen.
Besondere Situationen
- Bei mehreren Medikamenten (Kombinationsbehandlungen) sollte immer nur eine Substanz auf einmal reduziert werden. Am besten beginnt man mit der Substanz, auf die man am leichtesten verzichten kann.
- Depot-Antipsychotika sollten auf jeden Fall in Begleitung eines Psychiaters reduziert werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, die Dosis zu reduzieren, die Intervalle zwischen den Spritzen zu verlängern oder zunächst auf die entsprechende orale Dosis (Tabletten, Tropfen) umzusteigen, um die Reduktion in kleineren Schritten zu erleichtern.
Was sonst noch wichtig ist:
- Kurzfristige psychotische Symptome müssen nicht zwangsläufig zu einer Dosis-Erhöhung führen. Auch mit begleitenden psychosozialen Behandlungsformen kann wieder Stabilität erreicht werden. Helfen können Entspannungstechniken, körperliche Aktivitäten, die Grundsätze des Recovery, Coping-Techniken bei Stimmenhören, Einzeltherapie, Familientherapie, traditionelle chinesische Kräutermedizin oder Ayurveda.
- Auch eine kurzfristige Medikation mit Beruhigungsmitteln (Benzodiazepinen) kann hilfreich sein.
- Bei psychischer Instabilität können engmaschige Kontakte (ein- bis zweimal wöchentlich) zu vertrauten bzw. professionell helfenden Personen die notwendige Sicherheit geben. Sie können eine wichtige zusätzliche Einschätzung in der Situation geben.
- Wesentlich sind gesunde Ernährung, Obst, Wasser, körperliche Bewegung, Ruhezeiten und viel Schlaf (möglichst auch vor Mitternacht, evtl. unterstützend Baldrian).
- Kein Alkohol, keine Drogen, evtl. kein Kaffee.
- Der Beobachtungszeitraum nach dem vollständigen Absetzen sollte zwei Jahre betragen. Auftretende Unruhezustände oder Schlafstörungen sollten ernst genommen werden. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können möglicherweise für einen eng begrenzten Zeitraum Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) mit kurzer Halbwertszeit verschrieben werden. Sie dürfen jedoch nicht dauerhaft an die Stelle des abgesetzten Medikaments treten, da sie abhängig machen.
- Keinesfalls sollen Drogen eingesetzt werden, da sie wieder eine Psychose auslösen können und die erreichte Dosis-Reduktion damit hinfällig wäre.
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