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PSYCHOPHARMAKA ABSETZEN |
Du möchtest Deine Medikamente absetzen?
Ich kann Dir nur vollkommen zustimmen, nach Deiner eigenen Überzeugung Deinen Weg zu gehen. Wenn Du Dich stabil fühlst und den Wunsch hast ohne Psychopharmaka leben zu wollen, solltes Du diese sehr langsam und bewusst ausschleichen. Dann achtsam beobachten was passiert. Du kannst die Dosis auch wieder erhöhen, wenn Du merkst, die Reduktion war zu schnell.
Medikamente können nicht heilen, im Gegenteil, sie trüben Dein Bewusstsein, belasten Dein Gehirn und den gesamten Organismus. Auch können sie langfristig psychotische Schübe nicht unterdrücken, im Gegenteil die psychotische Aktivität steigt sogar langfristig, wie Studien zeigen. Zur Heilung brauchst Du den Kontakt zu den Gefühlen und ein reines Bewusstsein. Bewusstsein und Achtsamkeit heilen.
Zu versuchen ohne Medikamente zu sein heißt, selbst die Verantwortung für sich zu übernehmen. Es heißt, die eigene Stärke zu entwickeln, mit sich selbst und den Schwierigkeiten zu üben, zu lernen, zu wachsen, und heilen zu wollen.
Ich teile Dein Bestreben Dich zu befreien von den Ansichten und Absichten von Psychiatern, Ärzte und der Pharmaindustrie. Sie haben (auch) ihre eigene Interessen. Sich frei zu machen von Abhängigkeiten, um aus eigener Kraft an der Heilung zu arbeiten ist gut. - Es ist Dein Körper, Dein Geist und Deine Gesundheit.
Hilfreich ist es jedoch die Unterstützung in Anspruch zu nehmen, die es braucht um zu den Ursachen von Psychosen, Schizophrenie oder Depression zu kommen und sie zu lösen und nicht die Symptome mit Psychopharmaka weiter zu unterdrücken und die Situation damit zu verschlimmern.
Es gibt über 100 natürliche und gesunde Wirkstoffe, wie Vitamine, Psychobiotika, antipsychotische Heilpflanzen, Aminosäuren und natürliche Hormone sowie und über 30 wirksame Therapien und Heilmethoden, wie Sport, Yoga, Psychotherapie, Homöopathie, Kunsttherapien, Meditation usw. mit bewiesener heilender Wirkung für Schizophrenie.
Braucht es da wirklich noch toxische Psychopharmaka, mit Chronifizierung und Abhängigkeit als Folge, mit Nebenwirkungen und typischen Folgeerkrankungen?
Was es braucht ist der Wunsch wirklich zu gesunden und die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen die dafür notwendig sind. Dies beginnt mit genügend Selbstliebe und sich mit allem zu versorgen, was es zur Gesundung braucht.
„Niemand rettet uns außer wir selbst. Wir müssen selbst den Weg gehen.“ Buddha
Ich hatte 2002 meine erste Psychose. Ich habe Antipsychotika bekommen, die ich dann stets reduziert und nach 3 Jahren endgültig und sehr langsam über ein Jahr ausgeschlichen habe. Aus heutiger Sicht war das eine viel zu lange Zeit der Einnahme.
Meine Psychiaterin sagte mir damals "Sie müssen Ihr Leben lang Medikamente nehmen". In den folgenden Jahren habe ich weitere Psychosen bekommen, aber nur einmal für 3 Monate eine geringe Dosis Medikamente genommen, nach einer selbst verschuldeten Extrembelastung. Ich kann auch für diesen Zeitraum noch nicht einmal sagen, ob sie mir wirklich geholfen haben.
Antipsychotika haben mich stets unbewusst und müde gemacht. Ich hatte das Gefühl noch mehr die Kontrolle zu verlieren. Ich habe viel meditiert um die psychotischen Zustände mehr mit Abstand zu beobachten und wahrzunehmen. Meine Funktionsfähigkeit konnte ich so erhalten, für mich alleine sorgen, sogar leichte Arbeiten verrichten und auch verreisen.
Man wird stärker, wenn man selbst entscheidet was gut für einen ist und was nicht. Wenn man spürt, man braucht keine Medikamente mehr, dann ist es gut die eigenen Erfahrungen zu machen und sie sehr langsam und bewusst auszuschleichen, und gleichzeitig sich die Unterstützung zu gönnen die wirklich hilft und heilt.
Auch wenn Schwierigkeiten wieder kommen sollten, dann finde ich, ist es auch hier für die innere Stärke wichtig, so lange wie möglich ohne Medikamente auszukommen. Schwierigkeiten sind Lernaufgaben, sie zeigen das Unterbewusste , die unterdrückten Emotionen, die Taten oder traumatischen Erfahrungen der Vergangenheit, die Schattenseiten. Medikamente nehmen heißt auch, nicht genau hinschauen wollen, sich selbst nicht mehr ertragen können und flüchten. Nur wenn es nicht mehr lernen und aufarbeiten sondern quälen und unerträglich wird, wenn man merkt, die Lage absolut nicht mehr unter Kontrolle zu haben, dann bewusst schauen ob Medikamente jetzt Stabilität bringen und entlasten, oder nicht.
Meist wird man schläfrig und unbewusst, der Geist wird vernebelt, und das Leiden wird vergrößert. Ein weiteres Problem ist, dass sich das Gehirn auf Psychopharmaka einstellt, verändert und sogar sensibler wird und tatsächlich so häufiger Psychosen ausgelöst werden. Sogenannte "Durchbruchspsychosen" oder "Hypersensibilitätspsychosen", verursacht durch Antipsychotika.
Jeder Schub verliert irgendwann einmal die Energie auch von selbst, schwächt sich auch von allein wieder ab. Es kann aber schon mal 1- 3 Monate dauern.
„Jedes Leben hat ein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.“ Buddha
Und wenn es wieder gut geht, ist es hilfreich den Geist zu stärken und zu trainieren. Einen Abstand zu schaffen zu den Gedanken, zu den Emotionen, lernen nur zu Beobachten (Meditation, Achtsamkeit). Das macht es dann wieder einfacher die nächste Krise zu bewältigen, wenn denn eine wieder kommen sollte.
Ich kann Dich also nur in Deinem Bemühen bestärken ohne Psychopharmaka leben zu wollen. Ich vermute nur das Du evtl. zu ungestüm bist und schreibe besser noch etwas zum Ausschleichen.
Medikamente sicher ausschleichen
Broschüre: Hier steht alles wichtige oder im Anhang. Es genau zu lesen, sich zu merken und genau zu befolgen, sind die besten Voraussetzungen, die Du Dir für das Ausschleichen schaffen kannst.
Meines Erachtens entstehen die meisten Absetzprobleme dadurch, dass das Gehirn sich eine zu lange Zeit an die Medikamente gewöhnt hat und verlernt hat, die nötigen Substanzen in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen, und es deshalb auch eine Zeit braucht. Und das die Ausschleichversuche nur deshalb scheitern, weil sie viel zu schnell erfolgt sind und es deshalb zu einer Absetzpsychose kommt.
Wenn man Aversionen gegenüber den Medikamenten aufbaut, ist das auch sehr hinderlich beim Versuch sie auszuschleichen, denn damit ist man meist zu schnell. Man braucht auch die innere Stärke sie zu nehmen, wenn man sie braucht. Eigentlich braucht man sie nicht mehr, aber man braucht sie nur noch , weil man sie schon so lange genommen hat. Das ist wichtig sich einzugestehen.
Zudem ist es für die Ausschleichphase wichtig in einer stabilen Situation zu sein und zu bleiben um keinen unerwarteten Belastungen ausgesetzt zu sein. Urlaub oder Semesterferien z.B.. Klar ist dann auch, keine neuen herausfordernden Aufgaben anzugehen, wie eine Fernreise, eine neue Arbeit oder ein Umzug oder ein forderndes neues Hobby mit Verpflichtungen und oder einem fordernden neuen sozialen Umfeld mindestens für das nächste halbe Jahr.
Sich Zeit für sich nehmen, tief mit sich in Verbindung gehen und fühlen was gut tut. Evtl. Gemütsschwankungen wahrnehmen und für einen Ausgleich sorgen. Wenn Schlafprobleme oder Unruhe kommen, besser auch entsprechende Naturheilmittel zur Verfügung haben, wie Nahrungsergänzung, antipsychotische Heilpflanzen, oder natürliche Schlafmittel usw.
Jeder hat unterschiedliche Stärken und Schwächen, führt einen anderen Lebensstil und hat eine unterschiedliche Einstellung zu seiner "Krankheit". Ein gutes Ausschleichen setzt gewisse innere Bedingungen voraus, die es leichter machen mit der neuen Situation ohne Medikamente klar zu kommen. Ich dachte daher, noch ein paar allgemeine Bedingungen zu nennen, die aus meiner Sicht hilfreich sein können.
In einem engen Kontakt zu sich selbst sein
Eine Feinfühligkeit für die inneren Prozesse zu entwickeln, lernen sein Gemüt und seine Gedanken zu beobachten. Das braucht es um die sogenannten Frühwarnsignale rechtzeitig erkennen zu können, wie Konzentrationsschwierigkeiten ungewöhnliche Gedanken usw. Ein sehr extrovertierter Lebensstil (nur als Beispiel, viele Partys, viele Beziehungen, viele Reisen ect.) macht es schwerer nach Innen zu kommen.
Sich Zeit für sich nehmen, mindestens täglich eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen und über sich und den Tag zu reflektieren ist eine Hilfe. Es gibt eine Methode die Psychologen u.a. bei Schizophrenie empfehlen, die nennt sich Journaling. Journaling ist eine bewusste Schreibpraxis, um Gedanken, Gefühle und Erlebnisse zu sortieren und Selbstreflexion zu fördern, ähnlich einem Tagebuch, aber oft mit spezifischen Zielen wie Achtsamkeit, Selbstfindung oder Stressbewältigung. Methoden reichen von freiem Schreiben über Trackern für Stimmung. Es hilft, Klarheit zu gewinnen, die eigene Stimmung besser zu verstehen und kann die psychische Gesundheit unterstützen.
„Nimm dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.“
(Zitat: Buddha)
Um ganz zu Dir zu kommen und Dir Frieden zu schenken kannst Du Deinen Atem beobachten:
Einführung + Atem - Meditation
Anapana - Atem - Meditation
Atem - Meditation für Fortgeschrittene
Krankheitseinsicht
Medikamente geben eine gewisse Sicherheit und man könnte glauben, das alles gut ist, man eigentlich gesund ist. Und wenn es schlecht läuft, glaubt man gern, dass es die Medikamente sind, die das Unwohlsein auslösen. Das ist auch zu einem gewichtigen Teil richtig, denn Antipsychotika haben schwere Nebenwirkungen, wie Übergewicht und Depressionen und können bei 50% eine, bei 30% sogar 2 oder mehr typisch Folgekrankheiten auslösen, wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes und Krebs, um nur einige zu nennen. Sie tragen daher maßgeblich dazu bei, dass sich die Lebenserwartung um 10-25 Jahre verkürzt. Ohne Medikamente fühlst Du Dich kraftvoller, leichter, befreiter, Deine Emotionen haben mehr Raum.
Es ist aber auch so, dass die inneren Konflikte meist ungelöst, unter der Decke der Medikamente schlummern und von Zeit zu Zeit sich mit einer Psychose einen Weg an die Oberfläche des Geistes bahnen. Wenn man also glaubt man sei eigentlich gesund oder die Medikamente seine Schuld am Unwohlsein, dann kann es dazu führen eine passive Haltung einzunehmen. Also nicht innerlich zu arbeiten, durch verschiedene Therapien z.B.
Das kann dann beim Ausschleichen der Medikamente dazu führen, dass die Konfliktdynamik wieder freien Raum zu Entfaltung bekommt und an Stärke kein Stück verloren hat. Man also so belastet ist, wie vor der ersten Psychose.
Was die Psychose letztendlich ausgelöst, an die Oberfläche gebracht hat, wie Überarbeitung, Drogen, eine Trennung ist eigentlich zweitrangig, es kommt auf das innere Muster an was lebendig wird. Das zu bearbeiten, wird unausweichlich sein um gesund zu werden.
Fürsorge
Krankheit ist auch ein Zeichen mangelnder Selbst-Liebe. Gerade beim Ausschleichen, kommt es meiner Meinung darauf an, eine maximale Fürsorge für sich zu entwickeln. Ein Gespür für seine Bedürfnisse nach Schutz, Entspannung, Ausgleich, Harmonie zu entwickeln.
Ich wünsche Dir viel Glück beim Ausschleichen.
Mit den besten Wünschen für Deine Gesundheit.
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