27.07.2021

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Ich stand vor der Tür und klopfte. Miri öffnete nicht. Ihr Fahrrad stand auf der Einfahrt?! Vielleicht ist meine Tochter spazieren!?

Es war ein Anruf vom Abend vorher auf dem Smartphone. Ich rief morgens zurück, aber niemand ging ran. Die Nachricht, die ich hinterließ wurde gelesen, jedoch nicht beantwortet?! Das war gestern.

Heute saß Miri auf ihrem Gartenstuhl zwischen Kippen und Dosen und starrte vor sich hin. Ihre Augen glühten förmlich. Ihre Schmatzgeräusche haben sich vervielfacht. Ihr schönes Gesicht verzerrte sich im Kampf um ein Lächeln als ich ankam. Reagierte auf meine beiden Fragen mit misstrauischen Gegenfragen.

Als ich von Ellis Geburtstag am Freitag sprach, ging ein Ruck durch ihren Körper, sie sprang auf, setzte sich wieder und erzählte mir, für mich, zusammenhangslos was ihr Mann alles zutun hätte. Seufz... Bitte Gott hilf ihr!!!

Kommentare 5

  • liebe Elfriede, das ist so traurig..ich bete auch für euch.


    Liebe Grüße Ida

    Danke 1
  • Elfriede, du musst deine Tochter unterstützen/lenken, damit sie ihre Medikamente dauerhaft einnimmt, denn alleine kommt sie da nicht mehr raus aus der Situation, denke ich, so wie du die Lage schilderst.

    • Ich erinnere Miri manchmal an ihr Medikament. Sie schaut mich dann verächtlich an und wirft sie, wenn ich sie ihr, wie am Umzugstag vor die Nase lege, in irgendeine Kiste.

      Spreche ich davon, dass Miri sich Hilfe holen sollte, bekomme ich die Ansage:" Geh doch du zum Psychiater, wenn du glaubst, dass ich einen bräuchte." Aktuell schaut Miri nur verwirrt und mustert mich misstrauisch, wenn ich auf das Thema komme. :(

      Traurig 2
    • Es ist eine ganz schwierige Situation! Ich hoffe, dass deine Tochter noch irgendwie auf die Idee kommt, dass sie sich Hilfe holen muss und die Medikamente nehmen keine Schwäche sondern Stärke bedeutet!


      Du schilderst deine Tochter aber so, dass es mir so scheint, dass sie jetzt tief in einer Psychose steckt, aus der es leider sehr schwer ist sich selber zu befreien... Aber ohne selbst oder fremd-gefährdung kann man meines Wissens nichts von aussen aufzwingen...


      Ich bin ehrlich gesagt leider mit dieser Situation auch etwas überfordert und kann keine guten Tipps geben, ausser vielleicht selbst nochmals einen Psychiater zur Rate zu ziehen was dieser dazu meint...


      Hoffe, dass sich die Lage wieder entspannt!!


      Ganz liebe Grüsse, Felix

    • Ich müsste es also irgendwie schaffen, dass Miri die Tabletten nimmt um einen Pegel aufzubauen der ihr ermöglicht sich selbst wahrzunehmen. Vielleicht sogar ohne ihr Wissen? Dann hätte sie wieder eine Chance? So wie ich das verstehe, ist sie so tief in einer Psychose, dass sie nicht mal im Ansatz erkennen kann, dass ihr das Medikament helfen wird. Alles außerhalb ihrer aktuellen Welt ist bedrohlich und jeder ein Feind. Sie ist jetzt nicht mehr in der Lage sich selbst zu hinterfragen. Stimmt das so?

      Mit den PsychiaterInnen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie einhellig sagen, dass man niemanden zur Gesundheit zwingen kann. Solange keine Fremd- oder Eigengefährdung vorliegt kann man nichts tun.

      Das wiederum heißt für mich, abzuwarten, bis es Miri so schlecht geht, dass sie sich selbst- oder in ihrer Not fremdgefährdend verhält. Notarzt, Polizei und Landratsamt sind dann die richtigen Stellen, um eine Einweisung zu erwirken. Die letzte Einweisung, aber hat nichts in Bezug auf das Erkennen der Erkrankung bewirkt. Daher tendiere ich diesmal dazu die Situation so eskalieren zu lassen, dass Miri an einen Punkt kommt an dem sie sich selbst Hilfe holt/erbittet. Ich weiß noch nicht wie das gehen soll, wenn sie sich in ihre Welt sozusagen einschließt und nicht mehr herausfindet...Wobei...ich in den vergangenen Phasen ohne Medikament Wellen beobachten konnte. Das heißt, die psychotischen Verläufe waren Schwankungen unterworfen. Auch da gab es Zeiten, in denen Miri in Interaktion mit ihrem Umfeld war.

      Ach ... ich weiß einfach nichts. Mir bleibt im Moment nur beobachten und auf meine Gelegenheit zu warten.

      Danke ihr beiden für euer Bemühen.