18.07.2021 ...und es dreht sich im Kreis....

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Die Woche war so voll, dass ich kaum weiß wo ich anfangen will. Doch...wie fast immer.. bei Miri.

Noch zwölf Tage bis zum Ende des neuen Mietverhältnisses. Miri sehr... sehr still. Ihre Aussagen und Antworten weitestgehend adäquat. Wie es in ihrem Innersten aussieht drückt sie nicht aus. Sagt nicht was sie braucht oder was ihr helfen könnte. Ihre Situation, in Hinblick auf den 31. Juli, lässt mich diese Woche kaum los, sobald ich für mich bin. Meine Gedanken kreisen von: "Ich erlöse sie von diesem erbärmlichen Leben"...bis wie könnte ich sie doch heimlich auffangen. Nach außen gebe ich mich hart. Ihr gegenüber. Miri hält immer noch an der Idee fest, erst einen Job zu brauchen um eine andere Wohnung zu bekommen. Das Ultimatum ist nicht in ihrem Bewusstsein.


Ein Gespräch mit der, wie sich herausstellte, Freundin des Vermieters, die ihre eigene Wohnung woanders hat, verlief etwas seltsam. Sie trat an mich heran als ich mit Elli bei Miri auf dem Gartenteil war und stellte mir auf etwas linkische Art Fragen über Miri`s Vorankommen was eine neue Wohnung angeht. Ich gab sie, da Miri ja anwesend war, direkt an meine Tochter weiter. Sie antwortete ehrlich. Daraufhin drang Frau G. aus meiner Sicht, in unangemessener und anmaßender Weise auf Miri ein und wollte ihre vermitteln, was sie als nächstes zutun hätte. Der Rasenmäher des Gehilfen lief direkt neben uns, so das eine Verständigung kaum möglich war. Miri reagierte mit ihrem typischen Lachen, welches die "gute" Frau zu provozieren schien. Sie erhob ihre Stimme noch mehr und wurde noch eindringlicher in ihren Ausführungen. Miri`s Gesichtszüge verzerrten sich. Das war der Moment, an dem ich der Frau Einhalt gebot und ihr deutlich machte, dass sie gerade nicht sehr empathisch vorginge. Sie meinte darauf: "Sie kennen ihre Tochter ja gut."

Ich überhörte ihren ironischen Unterton geflissentlich und bejahte das schlicht. Ich gab ihr zu verstehen, dass die letzte Wohnungssuche ein Jahr und 6 Monate gedauert hat.

Die völlige Entgleisung ihrer Gesichtszüge waren mir in gewisser Weise ein Genuss. Ja,- ich mag sie nicht. Ich stecke sie in die Schublade für die Kategorie: "Keine Ahnung,-von nichts,- aber sehr belehrend."

Frau G. zog sich aus der Situation mit dem Satz: "Schade, wir haben uns schon gefreut, dass ihre Tochter bald weg ist, da sie gesagt hat, dass sie schon eine Wohnung gefunden hätte. Autsch...das saß.


Es dauerte keine zehn Minuten, da erschien Frau G. noch mal und bemühte sich um eine Unterhaltung mit mir. Sie stellte mir Fragen zu der Sprossen- und Kresse Produktion, woher auch immer sie davon weiß. Übergoss mich mit scheinheiligem Mitleid, welches völlig unangebracht war, da ich mich über den guten Verlauf der letzten Wochen freute und nicht klagte. Als sie mir indirekt sagte, dass sie sich einen solchen Betrieb einmal anschauen wollen würde, erwiderte ich:" Aber nicht meinen."

Eins zu eins.

Da sie mir so unverblümt weitere private Fragen stellte, die ich ehrlich beantwortete, nahm ich mir heraus dasselbe zu tun. Dabei stellte sich heraus, dass sie die Freundin und nicht wie zu Anfang behauptet, die Frau, des Vermieters ist, eine eigene Wohnung im Nachbarort hat und mit Trödel handelt. Sie rechtfertigte auch noch den Zustand des Grundstückes und das schon letzte Mal erwähnte, vermüllte Büro mit der Tochter ihres Freundes. Diese für sie ach so schwierige Tochter. Ups ... meine Ansage vom ersten Treffen hatte sie persönlich genommen. Dafür ging sie doch eigentlich ganz vernünftig mit mir um,- wurde mir klar.

Ich erfuhr noch, dass sie die Wohnung vermietet haben wollte, damit ihr Freund nicht so alleine da wohnen würde. Der wollte das nicht und hatte sich nur von ihr überreden lassen. Damit fühle sie sich mitverantwortlich für die unmögliche Situation. Was sie so klar nicht formulierte. Tja...wenn jemand so genau weiß, was für jemand anderen richtig ist...lach Ich habe auch selten einen so engstirnigen Menschen wie sie erlebt. Es geht hier nach wie vor um Licht, das den ganzen Tag brennt, dass Miri nicht arbeitet und dass sie den Briefkasten nicht regelmäßig leert und solch "wichtigen" Dinge.

Ich fuhr mit einem miserablen Gefühl in der Bauchgegend... :rolleyes:

Kommentare 3

  • Hallo liebe Elfriede


    Verstehe gut, dass dir diese ganze Situation Kummer macht... Ist schwierig da einen kühlen Kopf zu bewahren und die Situation mit möglichst wenig kolleteralschaden zu meistern...


    Finde es aber prinzipiell richtig, dass du zuerst deine Tochter machen lässt, sie möchte ja selbständig sein... Und gleichzeitig unterstützt du sie ja doch mental und zeigst ihr, dass du für sie da bist und zu ihr hälst, dass finde ich grossartig...


    Nur was kommt Ende Monat, wenn sie ausziehen sollte... Ganz schwierige Situation... Da bleiben dann nicht mehr viele Möglichkeiten...


    1. Entweder die Wohnung besetzt halten
    2. Vorübergehend in ein Krankenhaus und sich bei dieser Gelegenheit gleich mal behandeln lassen
    3. Ferienwohnung Dauer mieten als Übergang (würde wohl recht teuer)
    4. Bei verwandten unterkommen
    5. Auf der Strasse leben
    6. Doch noch so extrem kurzfristig eine Wohnung finden (ohne Einkommen vorweisen zu können)

    Die Nummer 2. Wäre wohl die beste Lösung finde ich... Aber schwierig ohne Krankheitseinsicht....


    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Tochter und natürlich auch deinem Betrieb! Hoffe, das kommt noch irgendwie gut, wie bisher meist auch...


    Ganz herzliche Grüsse, Felix

    Danke 1
    • Lieber Felix,

      du hast in deiner Antwort zum nächsten Eintrag geschrieben, dass dir unter anderem liebe Menschen geholfen haben. Was genau haben sie gemacht um zu dir durchzukommen?

      Herzliche Grüße...

    • Einfach mal zugehört und mir liebevoll zugestimmt oder auch widersprochen... Oder mal eine Runde spazieren gewesen in einer angenehmen Atmosphäre wo ich gemerkt habe, dass ich angenommen werde so wie ich bin...


      Ich weiss, dass machst du schon alles!! Aber ich denke ohne dich wäre deine Tochter völlig abgedriftet in ihre ganz eigene Welt.... Ich denke du machst dass schon ganz gut!! Aber deine Tochter muss auch von sich auf drauf kommen, dass das so nicht ewig weitergehen kann und kein schönes leben ist...


      Herzliche Grüsse, Felix

      Danke 1